Aktueller Erziehungstipp
19 05 2008
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Kategorien : Leben lernen, Tiere um uns, WWW
Nein, ich bin nicht masochistisch veranlagt und auch nicht lebensmüde. Auch habe ich nichts gegen Bergspaziergänge in der Sonne einzuwenden.
Auf eben einen solchen hatten wir uns auch eingestellt, als wir Pfingstsonntag Richtung Altstädter Hütte im Allgäu aufgebrochen sind. Die Wettervorhersage kündigte deutschlandweit Traumwetter an. Nach halbem Aufstieg hatten sich aber einige gar nicht trockenes Wetter verheißende schwarze Wolken über den Sonnenköpfen gebildet, und gerade an der Hütte angekommen fing es an zu regnen. Schnell ein Brot mit Bergkäse und ein Weißbier, und dann die nächste Regenpause zum Abstieg genutzt.
Und dann ging es unterwegs richtig los: Gewitter und heftiger Regen.
Dann wurden wir aber erbeten belohnt: So ähnlich wie Hape Kerkeling beim Universum bestellte ich vorsorglich beim Schöpfer des Universums (das erscheint mir etwas sinnvoller) dann wenigstens einen Alpensalamander, eines meiner, allerdings selten zu beobachtenden Lieblingstiere, das sehr feuchtigkeitsliebend ist.
Der Schöpfer ist allerdings ein großer Gönner und alles andere als humorlos: Nicht EIN Alpensalamander allein krabbelte genau über unseren Abstiegsweg (entlang des Leybachtobels), sondern gezählte 76 (!!!!). Danke, und hier ein paar Beispiele:
Wir haben ein neues Haustier: Einen Marienkäfer, heute frisch zugeflogen. Die Freude ist beiderseits, denn vor ein paar Tagen ist mir aufgefallen, dass eine frisch aus Holland importierte Zimmerpflanze auch “Haustiere” hat. Habe daher flugs den Käfer auf die Pflanze gesetzt, der nun seit rund 7 Stunden seine wahre Freude an der Kombination aus Wärme und üppigem Nahrungsangebot hat. Er darf gerne bei uns bleiben!

In der Citychurch hat Lars heute über die AIDS-Problematik gepredigt und für eine wirklich hilfreiche Aktion gesammelt: Das Ziegengeschenkprogramm von “Trotz AIDS”.
Wer nicht dabei war, aber gerne mitmachen möchte, schaue mal
vorbei. Die Ziege kostet nur € 60,-: Drei CDs, 2 DVDs, einmal gut zu zweit Essen gehen weniger - das sollte nicht weh tun, oder?
Bin mal gespannt, wie groß die Ziegenherde wird, die aus dem Citychurch-Topf gesponsort werden kann!
Eine Bande randalierender Zwergkaninchen wird von der Hühnerpolizei in Schach gehalten. Das Huhn - dein Freund und Helfer!
Schon mehr als ein Jahr ist unser Urlaub in Südengland her, aber immer noch in guter Erinnerung.
Und da ich mich gerade bei YouTube registriert habe, um endlich einmal eigene Videos in diesen Blog zu integrieren, hier die Premiere: Ein kleiner Hummelflug im Eden Project in St. Austell in Cornwall.
Und mein damaliger Tagebucheintrag dazu:
“Nach gewohnt tollem Breakfast (heute mal Scrambled Eggs) entscheiden wir uns bei schlechten Wetteraussichten für einen Besuch des “Eden Project” in St. Austell.
Die Fahrt über Land dauert aus nicht näher nachvollziehbaren Gründen relativ lange. Angekommen überrascht die Größe des Geländes. Vom eigenen Parkplatz aus fahren Shuttle-Busse zum Haupteingang. Sehr eindrucksvoll, erinnert aber ein wenig an ein Öko-Ikea. Große Außenanlage mit Themenanpflanzungen, schön eine Lavendelwiese, zwei “Biome”, Glasdome mit tropischem und mediterranem Klima, nach Biotopen geordnet und mit thematischen Sonderständen (Länder, Produktgruppen, Ökologie). Man sieht Palmen, Nutzpflanzen (Kaffee, Tee, Reis, Cola, Bananen, Bambus, Kautschuk etc., im anderen Dome Kiwis, Wein, Aprikosen u.a.). Es soll auch Tiere geben, sehen aber nur “normale” Vögel und einen Gecko. Viele schlaue Sprüche und eine fast etwas zu offensive Ideologie. Gut gemacht und interessant ist es aber allemal.”
Du suchst nach einer sinnvollen Spendenmöglichkeit, wirst aber nicht fündig? In Nachfolge zu Lady Di willst Du den Kampf gegen Landminen aufnehmen? Du bist noch nie Pate geworden? Du hast aber gerade nur 5 Euro einstecken?
Dann kommt jetzt Deine Stunde: Werde Pate für eine Minen-Ratte! Infos zu diesem einzigartigen Projekt gibt es
Dieses Engagement ist sinnvoll und vereint finanzielle und spirituelle Unterstützung, denn Dein neues Patenkind braucht in besonderem Maße auch Dein Gebet…
Jetzt weiß ich, warum ich noch kein Klippdachsvideo gefunden hatte: Das Kontemplationsmaskottchen aus Psalm 104, 18 heißt im Englischen nämlich “Rock Badger” (ach was!). Und da findet sich doch gleich ein Filmchen mit dem scheuen Gesellen, in der Kontemplation gestört und Zuflucht in den Felsklüften suchend. Wie die Bibel schon sagt…
Während unserer Reise durch Norditalien und die Schweiz (z.B. auf der Isola San Giulio im Lago d` Orta oder in den St. Beatus-Höhlen am Thunersee im Berner Oberland, nahe Oberhofen) fiel mir auf, dass man immer wieder auf eine sich leicht abwandelnde Geschichte stößt:
Ein Lindwurm lebt, oft jahrhundertelang ungestört, wahlweise in einer Höhle oder auf einer ruhigen Insel, stößt zuweilen im Rahmen seiner natürlichen Verhaltensweisen einen winzigen Feuerschwall aus oder frisst mal eine kleine Herde Kühe oder Schafe. Alles absolut korrekt und artgerecht soweit, wir grillen ja auch mal auf dem Balkon.
Dann kreuzt plötzlich ein, bevorzugt irischer, Wandermönch auf, okkupiert erst einmal die Höhle/Insel und schleimt sich dann dergestalt bei den örtlichen Viehbauern und Leuten, die immer schon was gegen Echsen hatten, ein, dass er das arme Tier, nun wahlweise mit einem Wanderstab oder Kreuz, bedroht und verscheucht oder gar hinterrücks meuchelt. Danach wird er dann von der ungebildeten Meute tierfeindlicher Landwirte prompt zum Heiligen erhoben, man bietet ihm Kost und Logis und ein Freibegräbnis dort, wo heute die Touristenmassen durchgeschleift werden, also unvergänglichen Ruhm.
Das prangere ich hiermit aufs Schärfste an! Die “Irländer”, wie ein ehemaliger Fußballbundestrainer so schön sagte, haben uns ja viele Errungenschaften gebracht, von Guiness bis zu Bono, aber würde man heute einen dahergelaufenen Backpacker dafür belohnen, dass er aussterbende Tierarten mit seinem Nordic-Walking-Stöckchen um die Ecke bringt? Wohl kaum.
Und wie schön wäre es, wenn noch heute die Lindwürmer in natürlichen Reservaten ihr unbescholtenes Dasein fristen könnten! Wie viele Jungs würden ob des Anblicks eines netten Drachen in Verzückung verfallen, anstatt sich blöde Pappmache-Monster ansehen zu müssen wie in den St. Beatus-Höhlen am Thunersee!
Außerdem habe ich da so einen Verdacht: Zu meiner großen Freude durfte ich feststellen, dass es in Norditalien und teilweise auch in der Schweiz von Echsen nur so wimmelt. Vielleicht hat der Mönch da jeweils etwas übertrieben und ein besonders stattlich ausgefallenes, aber nicht mit einem Norwegischen Stachelbuckel zu vergleichendes wärmeliebendes Tierchen mit seinem aus irischer Eiche geschnitzten Wanderstab aus purem Eigennutz traktiert. Das sollte mal in Ruhe geprüft und insofern die Geschichte der irischen Heiligen neu geschrieben werden!
Oben: Ein von den Iren übersehener Lindwurm nahe Armeno.
…sieht man auf diesem Foto, das mir freundlicherweise Franzi Felber zur Verfügung gestellt hat, die die schöne Aufnahme der geschäftigen Klippschliefer, wie die Tierchen bekanntlich auch heißen, selbst angefertigt hat. Vielen Dank, Franzi!
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