Epheser 5, 21 -33: „Partnerschaft für Dummies“

Nachfolgend ein Auszug aus dem Predigtkonzept meiner Gastpredigt vom heutigen Tag in der FeG Karlstadt. Das Thema finde ich sehr wichtig, daher mein längster Blogeintrag bisher. Check it out! 

  1. Eph. 5, 21 – 33,  Die christliche Haustafel“

   21Ordnet euch einander unter in der Furcht Christi. 22Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter wie dem Herrn.  23Denn der Mann ist das Haupt der Frau, wie auch Christus das Haupt der Gemeinde ist, die er als seinen Leib erlöst hat. 24Aber wie nun die Gemeinde sich Christus unterordnet, so sollen sich auch die Frauen ihren Männern unterordnen in allen Dingen.  
25Ihr Männer, liebt eure Frauen, wie auch Christus die Gemeinde geliebt hat und hat sich selbst für sie dahingegeben, 26um sie zu heiligen. Er hat sie gereinigt durch das Wasserbad im Wort, damit er 27sie vor sich stelle als eine Gemeinde, die herrlich sei und keinen Flecken oder Runzel oder etwas dergleichen habe, sondern die heilig und untadelig sei.  28So sollen auch die Männer ihre Frauen lieben wie ihren eigenen Leib. Wer seine Frau liebt, der liebt sich selbst. 29Denn niemand hat je sein eigenes Fleisch gehasst; sondern er nährt und pflegt es, wie auch Christus die Gemeinde. 30Denn wir sind Glieder seines Leibes. 31«Darum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und an seiner Frau hängen, und die zwei werden ein Fleisch sein» (1. Mose 2,24). 32Dies Geheimnis ist groß; ich deute es aber auf Christus und die Gemeinde. 33Darum auch ihr: ein jeder habe lieb seine Frau wie sich selbst; die Frau aber ehre den Mann.
  

Schauen wir uns die Stelle mal genauer an: 

         „Einander“ unterordnen 

Interessant ist: Am Anfang dieses Kapitels geht es noch gar nicht um Partnerschaft und Familie, sondern ganz allgemein um die Gemeinde und die Art, wie man generell miteinander umgehen soll. Paulus redet von „einander unterordnen“, was meint, die Meinung des anderen höher zu schätzen als die eigene, nicht auf Rechthaberei aus zu sein, sondern auf Verstehen des anderen, auf Einheit. Jetzt kommt aber der scheinbare Hammer: 

         Frauen: Ihren Männern „unterordnen wie dem Herrn“ 

Klingt irgendwie komisch heute, in Zeiten der umgesetzten Gleichberechtigung, in denen eine Bundeskanzlerin gewählt wird und oft in Familien die Frau mehr verdient als der Mann oder gar alleine arbeitet.  Ein willfähriger Diener des Paschas. Ist das hier so gemeint? Wohl kaum: Christus ist im Spiel: Wenn er in meinem Leben Herr ist, ist er schon einmal die oberste Instanz, und auch Jesus ist kein Despot, kein Tyrann, der andere zu seinem eigenen Nutzen missbraucht, sondern jemand, der mir aus reiner Liebe Lasten und Sorgen abnehmen und mich einen wirklich guten Weg führen möchte! Es geht um Verantwortung, um Farbe bekennen, um opferbereiten Dienst.  Es macht oft keinen Spaß, etwas zu entscheiden, den Kopf hinzuhalten, der „Schuldige“ zu sein. Das ist trotzdem etwas, dass Gott dem Mann im Besonderen mitgegeben hat, eine innere Freude am Vorangehen. Man sieht es in Karikaturform oft auf Radwegen: Der Mann 50 m auf dem Mountainbike voraus, die Gattin hechelt hinterher. Furchtbar, aber die positive Seite wäre der mutige Entscheider, der Verantwortungsträger, der kleine Alltagsheld. 

          Die Frau soll sich also nicht blind unterwerfen

          Es geht auch nicht um den Wert oder die Aufgaben, auch die gemeindlichen, der Frau

          Sondern um Unterschiede in der Anlage

          Die eigentliche Unauflöslichkeit der Ehe und der Unterschied der Anlagen von Mann und Frau verlangen nämlich eine „Hausordnung“, eine Spielanleitung

          Auf keinen Fall soll die Frau Dinge tun, die Gott missbilligen würde. 

Wenn die andere Seite, der Mann, dazu passt, steht das aber kaum zu befürchten. Jetzt kommt nämlich der Pferdefuß, liebe Männer, die ihr mir bislang wohlgefällig gelauscht habt. Paulus sagt zum Mann:  

         Männer: Ihre Frauen „lieben, wie Christus die Gemeinde geliebt hat“ 

Und, was bedeutet das? Was ist Liebe? Zum Hochzeitstag ein Blumenstrauß, ein paar nette Worte, ein anfängliches Hochgefühl? Das dann später der Gewohnheit weicht?Das ist leider oft gesellschaftliche Realität und Thema unzähliger Lieder, Gedichte und Telenovelas, aber hier ist was anderes gemeint als ein romantisches Hochgefühl, dass auf einer Mischung aus dem Reiz des Unbekannten, körperlicher Anziehung und gemeinsamen Freizeitinteressen beruht: Wie hat denn Jesus die Gemeinde geliebt? Sehr, sehr praktisch: Er ist für sie GESTORBEN.  Und zuvor war er der größte Diener seiner Leute, der immer das Wohl seiner Jünger im Auge hatte! Ein modernes Beispiel kennen wir alle: Die „Opfergeschichte“ in dem Hollywood-Schinken „Titanic“. Der liebende Mann stirbt in den eiskalten Fluten des Atlantik, um die Geliebte zu retten. Das ist ein Stoff, der Frauenherzen zum Schmelzen bringt: Der Mann, der sich hingibt für seine Frau, aus echter, selbstloser Liebe. Das ist auch unser Maßstab, und nun kommt das Interessante: Ich wage die These, dass genau das es ist, was wir jeweils vom anderen Geschlecht erwarten und erhoffen: Der Mann wünscht sich, von seiner Frau geachtet zu werden, die Frau will von Herzen geliebt werden. Wenn beides praktiziert wird, ist es leicht, dem anderen das zu geben, was er braucht. Dann ist diese Stelle kein Befehl oder keine Zumutung, sondern wird selbstverständlich gelebt! Und noch was: Paulus redet von einem „Geheimnis“:

          Das Geheimnis:             

  Mann – Frau                       

 =             

Christus – Gemeinde 

Neben einer guten Anleitung für das Funktionieren der Ehe klingt hier auch der Ernst an: Denken wir noch einmal an die Vorbildfunktion der Ehe: Mit der gut gelebten Ehe wird nicht nur unser Leben glücklicher und erfüllter, sondern es geht auch sehr direkt um das Reich Gottes! Paulus zieht am Ende des Abschnitts ein einfaches Fazit: 

                  Fazit: Just do it               

„Ein jeder habe lieb seine Frau wie sich selbst; die Frau  aber ehre den Mann“      

2. Was hat das mit Partnerwahl zu tun?

– Was von mir verlangt wird, muss ich mit MEINEM Partner leisten können!

Erste Frage: Bin ich bereit, meinen künftigen Partner so zu behandeln, wie Eph 5 es empfiehlt? 

– Menschen ändern sich nicht in ihren grundlegenden Eigenschaften

Jesus lässt mir die Wahl, aber er hilft gerne

Wer ist mein Herr: Jesus oder ich?

Auch in diesem Bereich?

3. Wie es klappen kann…

           Sei am Anfang „egoistisch“

         …und dann nie wieder 

          Frauen: 

         Gebt Euren Männern eine Chance, Mann zu sein

          Gebt Eurem Mann das Gefühl, ein Mann zu sein 

         Wie kann ich meinem Mann in den nächsten Wochen Achtung und Wertschätzung zeigen?

          Männer:  

         Wie könnte ich meiner Frau durch „Liebe in Aktion“ in den nächsten Wochen einen       Freiraum schaffen? 

          Über welchen Liebeserweis würde sie sich besonders freuen?

          Wann habt Ihr das letzte Mal  Eure Liebe für Eure Frau konkret zum Ausdruck gebracht?

          Alle: 

 –     Ihr seid nicht alleine: Geht zu ihm, wenn es „knallt“ – alleine und gemeinsam        

–      Betet für Euren Partner – Auch, wenn Ihr ihn noch nicht kennt 

Die ganze Predigt gibt es ab heute Abend als kostenlosen mp3-Download auf der Seite der FeG Karlstadt, und zwar    h i e r

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22 Kommentare

Eingeordnet unter Leben lernen, Vaterland

22 Antworten zu “Epheser 5, 21 -33: „Partnerschaft für Dummies“

  1. Hime

    • Fazit: Just do it

    „Ein jeder habe lieb seine Frau wie sich selbst; die Frau aber ehre den Mann“

    Ich hätte da eine Frage: Wie war das mit der Gleichberechtigung von Mann und Frau? Mir persönlich ist im NT aufgefallen, dass der einzige Verfasser, der die Geschlechter nicht als Gleichberechtigt ansieht, Paulus ist.
    Jesus selbst, der er doch der Sohn Gottes ist und seinen Willen verkörpert, sah dies nie für nötig. – Er empfand Mann und Frau als gleich.

    Was meinen Sie?

    LG,
    Hime

  2. wessnet

    Hallo Hime,

    danke für den Besuch – und „gleichberechtigt“: Ich glaube gar nicht, dass Paulus von unterschiedlichen Wertigkeiten bei Mann und Frau ausging – sondern von verschiedenen Fähigkeiten.

    Dass in der Gesellschaft um den Beginn des ersten Jahrtausends die Frau als öffentliches, politisches Wesen wenig galt, war die Zeitstimmung. Umso erstaunlicher, wie selbstverständlich Jesus Frauen als ebenbürtige Gegenüber sah und behandelte – und auch Paulus lobte christliche „Schwestern“. Es lohnt sich zudem, die scheinbar frauenkritischen Stellen wie auch hier im Epheserbrief genau auf ihren Sinngehalt zu untersuchen.

  3. Edgar

    Schöne Zusammenfassung der Männer-Frauen-Stelle im Epheserbrief.
    Habe mir Ihre Predigt geladen und werde sie mir mal anhören.
    Hab auch schon öfter über diese Stelle gepredigt und werde es morgen wieder tun.
    Immer wieder spannend, wenn sich nach der ersten Aufregung bei einigen Verständnis zeigt… 🙂

    Schönen Gruß,
    ed

  4. Wolfgang

    Es heißt numal eindeutig: „Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter wie dem Herrn. 23Denn der Mann ist das Haupt der Frau, wie auch Christus das Haupt der Gemeinde ist…“

    Dise klaren Worte der Bibel lassen keinen Raum für Interpretationen, bei denen am Ende das Gegenteil rauskommt!!!

    Wenn hier ein „liberaler“ Theologe schreibt: „Die Frau soll sich also nicht blind unterwerfen“ ist das eine Umkehrung des in der Bibel Geschriebenen und somit eindeutig Blasbhemie!!!

    Entweder bin ich Christ und glaube an die Bibel oder ich denke mir selbst irgendwas aus!!!

  5. Hallo Wolfgang,

    vielen Dank für den Besuch auf diesem Blog und die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem obigen Text.

    Ich hatte mir kurz überlegt, ob ich mir angesichts der relativ harrschen Verbalohrfeige eine „lustige“ Polemik überlege und mit dieser antworte, das Thema ist aber zu ernst und wichtig, um sich auf einen Schlagabtausch und nicht auf das Thema zu konzentrieren, noch zumal Du (da Du Dich, ansonsten anonym, mit dem Vornamen vorstellst, verwende ich das „Du“) mich wohl schlichtweg missverstanden hast. Dazu folgendes:

    – Ich bin kein Theologe, und wohl auch nicht „liberal“. Ich bin Jurist und glaube an Jesus Christus.

    – Ich „glaube“ nicht an die Bibel, sondern an den Gott, der sich uns als Vater, Sohn und Heiliger Geist offenbart hat. Die Bibel ist für mich Gottes Wort, durchweg wahr, ein guter Weg, Gott kennen zu lernen, in jeglicher Hinsicht nützlich und relevant.

    – Die Bibel ist im Original nicht in Deutsch verfasst. Worte wie „ordnet euch … unter“ gilt es daher erst einmal zu übersetzen und die griechische Wortbedeutung zu beachten.

    – Sodann ist es auch hilfreich, die Worte nicht so zu verwenden, wie ich sie mit meiner Schulbildung oder gar „umgangssprachlich“ verstehe, sondern wie sie im Zusammenhang der Stelle und im Gesamtkontext der biblischen Schriften zu verstehen sind. Auslegung ist gefragt, und: Jeder legt aus, auch Du.

    Jetzt würde mich mal brennend interessieren, WIE DU diese Stelle auslegst und verstehst: Die Frau sei das devote Schoßhündchen des Mannes, ein Mensch „zweiter Klasse“, dem Manne auf Befehlsgewalt ausgeliefert? Falls Du das denkst, erkläre mir mal bitte, wie Du anhand obiger Stelle dazu kommst. Oder habe ich auch Dich furchtbar missverstanden?

  6. Mailin

    Ich glaube nicht, dass die Bibel eine Handlungsanleitung Gottes ist. Wenn ich sie so lese, dann widerspricht sie sich außerdem.
    Wenn ich aber über sie nachsinne, die Worte meditiere, dann lehrt sie mich. Dann lerne ich Weisheit. Wahrheit, das ist kein ausgeklügeltes System, kein Dogma, sondern das ist Jesus Christus selbst. Der lebt. Und darum ist die Wahrheit auch nicht starr.
    Es steckt mehr hinter den Worten, als man vielleicht manchmal glaubt – nicht weniger (!!!!). Ich will sie nicht wegreden, sondern herbeireden.
    Ist mir übrigens auch egal, wenn das hier keiner versteht 😉 .

  7. Du hast vollkommen recht, Mailin! Ich hoffe, du hast meine Worte nicht als „Handlungsanleitung“ verstanden?

  8. Mailin

    Nö, nicht wirklich, eher das von deinem Vorgänger… Ich glaube, da hakt das System, dass es neben „wörtlich“ und „nicht wörtlich“ noch etwas drittes geben muss. Das Wort im Wort.

  9. Wir glauben an einen Gott und nicht an ein Buch!

  10. Mailin

    Ach so. 😉

  11. Hört mal, Freunde, der Wolfgang hat euch doch bloß verarscht. Mit dem braucht ihr euch wohl nicht auseinanderzusetzen.

    Andererseits stellt sich natürlich die Frage nach dem „wörtlich“ – „nicht wörtlich“. wessnet nimmt’s zwar wörtlich, interpretiert dann aber herum. Ist das konsequent. Find ich nicht. Dann lieber ehrlich sich seine eigene Meinung bilden. So betrachtet hat „Wolfgang“ Recht, weil er das Wörtlich-Nehmen auf die Spitze treibt.

    Ich glaube, die Wahrheit hat mit Wörtern so dermaßen wenig zu tun, dass sie weder in den Wörtern noch dahinter noch daneben liegt.

  12. Ich denke nicht, dass das als Verarsche gemeint war, dazu klang es zu emotional.

    Die Frage ist sodann, was „wörtlich nehmen“ bedeutet. M. E., zumindest ernst zu nehmen, was die Worte sagen. Was sie ÜBERHAUPT sagen, ist immer eine Frage der Auslegung.

    Spannender wird es dann, sich damit auseinanderzusetzen, was das „Herz“ des Textes ist und ob und ggf. was es mit mir macht. Das ist doch wie beim Theaterspielen, oder?

  13. Mailin

    @Markus:
    Ich denke, Wahrheit ist auf verschiedene Weise zu vermitteln, eine davon ist das Wort. Wobei ich den Begriff „Wahrheit“ sehr irreführend finde. Aber Worte können eine unwahrscheinliche Schaffenskraft haben. Übrigens für mich ein weiteres Bild für die Menschwerdung Gottes.

  14. @ wessnet

    Ernst nehmen, was die Worte sagen, ja. Aber was SAGEN sie, da fängt es doch schon an. Was SAGEN z.B. Worte in einem Märchen oder einer Bedienungsanleitung oder einem Roman oder einem Telefonbuch? Hm. Sicher Unterschiedliches, je nach Genre, Gattung oder Sprechakt. Das bekannte Beispiel: „Hier zieht’s“ – sagt je nachdem: „Mach die Tür zu“, „Ich fühl mich unwohl“, „Hier bläst ein kühler Wind“ usw. Also, die Frage, was sie sagen, die Worte, setzt im Grunde immer sofort an, nicht erst auf der Ebene einer „Interpretation“.

    Aber das seh ich auch so: Das Entscheidende ist, was die Worte mit mir machen, wenn ich mich von ihnen treffen lasse. Und, ja, so ist das auch beim Schauspielen.

    @ Mailin

    touché

  15. Wolfgang

    Ich freue mich, hier einen nicht uninteressanten Disput entfacht zu haben. Meine Zeichen waren keine „Verarsche“, tatsächlich wollte ich es aber „auf die Spitze treiben!“

    Lieber Thorsten, du schreibst hier: „Ich “glaube” nicht an die Bibel, sondern an den Gott, der sich uns als Vater, Sohn und Heiliger Geist offenbart hat. Die Bibel ist für mich Gottes Wort, durchweg wahr, ein guter Weg, Gott kennen zu lernen, in jeglicher Hinsicht nützlich und relevant.“

    Meiner Meinung nach liegt das Problem genau darin, dass die Bibel für „durchweg wahr“ gehalten wird. DAS ist für mich ein Irrglaube, denn die Auswahl der Texte wurde nunmal von Menschen getroffen. Selbst wenn das in bester Absicht geschah und frei von anderen Interessen, so kann es doch nicht frei von menschlichen Irrtümern geschehen sein! Meiner Meinung nach muss es nicht nur erlaubt, sondern sogar eine Pflicht sein, menschenverachtende Aussagen als solche zu benennen und sie nicht kunstvoll ins Gegenteil „zu verdrehen“, um sie auch für die heutige Zeit gültig bzw. annehmbar zu machen! Ich finde, dass man es sich zu einfach macht, wenn ein Buch (nicht der Glaube), Antwort auf alle Fragen geben soll.

    Ich hoffe, meine Meinung diesmal ganz unpolemisch und deutlich rübergebracht zu haben und ich die Frage nach der Frau als Schoßhündchen nicht mehr zu beantworten brauche.

  16. Hallo Wolfgang,

    sorry, Deine Kommentare sind zuerst im Spamordner gelandet, wahrscheinlich wegen der E-Mail-Adresse.

    Zur Sache: Nun, dann war dein erster Kommentar keine „Verarsche“, besagte aber das Gegenteil von dem, nach was er klingt? Wenn da auf die Bibel als Gottes Wort gepocht, gegen „liberale Theologen“ geschimpft und eine Auslegung als potentielle Blasphemie bezeichnet wird, klingt das nach „Fundi“. Gemeint war dann also, dass in der Bibel auch falsche Dinge stehen sollen?

    Nun, auch dazu: Dann lies dir doch bitte noch mal die Epheser-Stelle durch, um die es hier geht und erklär mir mal genau, warum meine Auslegung eine kunstvolle Verdrehung sein soll.

  17. Mailin

    Das Problem dabei ist, wenn ich zB diese Stelle als „falsch“ ansehe, dass ich wieder als Mensch darüber urteile. Zwar würde ich so etwas sogar akzeptieren, wenn man nach jahrelanger Auseinandersetzung zu dem Schluss kommt, aber man sollte doch mal bedenken, dass man sich auch irren kann, wenn man gleich alles rausstreicht, was einem nicht gefällt. Ich habe oft das Gefühl, dass wir zu vorschnell urteilen. Uns es etwas zu leicht machen. Wahrscheinlich würde es helfen, dazu mal die Kirchenväter zu lesen, was sie sich dabei gedacht haben. Denn bei der Bibel weiß man nie, was „ganz“ von Gott und ganz vom Menschen ist, es ist wohl immer beides drin enthalten und das macht die Sache so spannend, so schwierig. Was, wenn in dem „Menschengemachten“ auch nur ein klein wenig was von Gott enthalten ist? Darf ich das dann einfach löschen??

  18. Wolfgang

    Zitat wessnet: „Nun, auch dazu: Dann lies dir doch bitte noch mal die Epheser-Stelle durch, um die es hier geht und erklär mir mal genau, warum meine Auslegung eine kunstvolle Verdrehung sein soll.“

    Okay, dann will ich es mal auf den Punkt bringen:

    Epheser: „Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter wie dem Herrn. Denn der Mann ist das Haupt der Frau…

    Zitat wessnet: „Die Frau soll sich also nicht blind unterwerfen…“

    Das nenne ich Verdrehung! Der Epheseretext ist (heutzutage) absolut inakzektabel!!! Und deinen Bezug auf Jesus lasse ich beim Alten Testament so einfach nicht gelten.

    Einen Kommentar zu Mailin kann ich mir nicht verkneifen. Er schreibt: „Das Problem dabei ist, wenn ich zB diese Stelle als “falsch” ansehe, dass ich wieder als Mensch darüber urteile.“

    Diese „Problem“ habe ich leider ständig 😉

  19. Daydreamer

    Ich finde, Wolfgangs Interpretation der Epheser-Stelle und den Text an sich wunderschön. Er hat mich im Herzen berührt und ich bin wirklich weit davon entfernt, diesen „unakzeptabel“ zu finden, obwohl ich eine Frau bin ;-).
    Meiner Meinung nach spiegelt er genau das wider, wonach sich die allermeisten Menschen (Ausnahmen mag es immer geben) im tiefsten Inneren sehnen.

  20. Daydreamer

    Pardon…ich meinte natürlich Thorstens Interpretation…

  21. Ach du meine Güte … bin grad mal wieder meine Kommentare ein wenig durchgegangen … ohhhjjee war das ernsthaft ;-)) jaja, das Internet vergisst nix!!! :-)))

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