Harald Martenstein sagt: Solange die Scientologen mich in Ruhe lassen, können die machen, was sie wollen…

Wem es hier langsam zu videolastig wird: Ja, ja, ihr habt ja recht, aber mein Spaß an bunten laufenden Bildchen ist ungefähr so groß wie der an der Anhäufung von Buchstaben in eingebundenen Papierstapeln, vor allem, wenn die Bildchen von allerlei Tönen unterlegt sind. Außerdem bin ich gerade beruflich so richtig im Streß, und da geht es nun mal schneller, ein YouTube-Video zu verlinken als schlaue Posts zu verfassen.

Trotz dem Videoungleichgewicht verlinke ich erneut auf ein lohnenswertes Filmchen:

h i e r

Ihr findet dort die neueste Videokolumne des ZEIT-Kolumnisten Harald Martenstein, der sich diesmal über die Ähnlichkeit von „strangem“ Gedankengut bei Scientologen und Christen, vor allem Katholiken, auslässt:

Nicht unzutreffend stellt er fest, dass es „von außen betrachtet“ ähnlich seltsam ist, zu glauben, dass ein außerirdischer Herrscher unsere Ahnen in einen Vulkan schmeissen wollte (Scientology, z.B. Tom Cruise), wie überzeugt davon zu sein, dass sich Wein TATSÄCHLICH in Blut verwandelt (Kath. Kirche, z.B…ähm, welcher Filmstar ist eigentlich „radikaler“ Katholik?).

Ergo: Glaubensfreiheit sei weit auszulegen, alles andere würde in diktatorische Verhältnisse münden.

Stimmt, sehe ich auch so. Als Christ mit evangelikalem Hintergrund halte ich beide obigen Beispiele übrigens ebenso für, nun ja, seltsam. Außerdem halte ich auch viel auf Glaubensfreiheit, denn Gott ist ein Gentleman:

Er zwingt niemandem auf, ihn zu suchen, mögen oder gar ihn anzubeten. Dann sollten wir auch niemanden zwingen, sprich: Auch ein „christlicher Gottesstaat“ wäre mir ein Greuel, da er genau das Gegenteil von dem wäre, was Jesus vorgelebt und gelehrt hat: Aus Kleinem wird Großes, geh und folge mir nach, wer suchet wird finden, wer anklopft, dem wird geöffnet.Gott lässt sich finden, aber er zwingt uns nicht dazu, ihn finden zu müssen. Er hat uns „je und je“ geliebt, er will uns ziehen, aber es kommt darauf an, ob wir uns auf den Weg machen, ob wir die Stimme hören wollen.

Und als begeisterter Christ denke ich: Viele Dinge, an die ein Christ glaubt, sind dann auch wirklich „von außen betrachtet“ erst einmal merkwürdig. Eine Orientierungshilfe ist es aber, bei allen Angeboten im „Glaubenskaufladen“ mal hinzusehen, wer oder was dahinter steckt: Bei aller scheinbaren Seltsamkeit scheint hinter den christlichen Glaubenssätzen, die wir in der Bibel finden, ein freundliches, liebevolles Gesicht, nicht eine außerirdische Fratze. Es lohnt sich also, sich mal auf den „Camino“ (höre gerade mit viel Freude die Hörbuchversion von Hape Kerkelings „Ich bin dann mal weg“, die durchaus ernste Beschreibung seiner Pilgerreise auf dem „Jakobsweg“ Richtung Santiago de Compostela) zum Gott der Bibel zu machen. Er lässt sich finden!

Ein Kommentar

Eingeordnet unter Vaterland, WWW

Eine Antwort zu “Harald Martenstein sagt: Solange die Scientologen mich in Ruhe lassen, können die machen, was sie wollen…

  1. Kauda

    „…ähm, welcher Filmstar ist eigentlich ‚radikaler‘ Katholik?“

    Ohne Chance auf Gummipunkte, trotzdem:
    – Mel Gibson
    – James Caviezel
    – Jean Reno
    – Wolfgang Fierek
    – Katja Giammona
    – …

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