„Viel Spaß beim Anhören dieser Predigt!“

Diese Worte klangen mir entgegen, als ich gestern einen Podcast der icf München angehört habe.

Die nachfolgende Predigt war sehr ansprechend, aber dieses Intro hat mich nachdenklich gemacht. Ehrlich gesagt wäre es mir lieb, diese Einleitung nie wieder hören zu müssen.

Ich möchte beileibe keine Spaßbremse sein, und dass ich nicht humorfeindlich bin, dürfte bereits aufgefallen sein.

Jemandem „Viel Spaß“ beim Anhören einer Predigt zu wünschen, finde ich allerdings deplaziert. Was kommt dann als nächstes: Viel Spaß bei der Beerdigung Deiner Mutter? Viel Spaß beim Bußgebet? Viel Spaß im Elendsviertel? Viel Spaß bei der Kreuzigung?

Ja, ja, ich weiß, das ist doch gar nicht so gemeint: Soll doch nur eine einladende Floskel für Kirchendistanzierte sein, die sich statt einem „Pottkääst der Ei Si Eff München“ niemals eine Erbauungspredigt der „Weltweiten Christus-Bruderschaft, Ortsgruppe München“ herunterladen würden.

Auch nichts für ungut, liebe icf-ler aus München: Die Predigt war, wie gesagt, gut, und auch ich bin in Würzburg in einer Gemeinde mit englischem Namen aktiv, die Gottesdienste im Kino veranstaltet, mit Predigern in Jeans und T-Shirt und lockerer Sprache.

Genau das hat mich aber nachhaltig verstört: Drückt Ihr nur das ehrlicher aus, was man auch an uns kritisieren könnte? Ist die Spaßgesellschaft in der Kirche angekommen? Wollen wir nur Spaß vermitteln? Geben wir Gas und wollen Spaß?

Dann wäre es Zeit zu sagen: Spaß beiseite!

Das muß sich bei mir noch etwas setzen, Fortsetzung zu dem Thema folgt…

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