Monatsarchiv: November 2007

Frog Tales 3 – Joseph von Eichendorff: Mondnacht

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Podcasts Emergent Deutschland Last Minute

Die Studientage in Marburg und Hamburg konnte ich als vielbeschäftigter Jurist natürlich nicht besuchen, hatte heute während einer längeren Autofahrt aber Gelegenheit, endlich einmal die Nr. 4, 5 und 6 des Podcasts von Emergent Deutschland zu hören.

Nr. 6 ist Brian McLaren „live“ in Marburg. Ein sehr interessanter Vortrag, ganz begeistert bin ich allerdings von Jason Clark. Besonders hängen geblieben ist bei mir der Aspekt, dass Christen und Nichtchristen voneinander lernen können, sauber zuende gedacht keine Hohlformel, sondern vielleicht  d e r  Punkt, der, so nicht erlebbar, den dem christlichen Glauben nicht so nahestehenden Personen am meisten bei Christen auf den Keks geht, dieses Gefühl, dass der Christ ihnen nur was überstülpen will, nur daran interessiert ist, seine vorgeprägten Gedanken an den Mann zu bringen, anstatt voneinander zu lernen und dabei an den Erfahrungen des anderen zu reifen.

Bin jetzt gut eingestimmt auf Erlangen und freue mich gleichermaßen auf McLaren, Clark und alle, die ihr dabei sein werdet.

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Bioprodukte knallhart getestet – Teil 2: BioZisch Guarana Cola von Voelkel

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Im Test: BioZisch Guarana Cola

Hersteller: Voelkel GmbH, 29478 Höhbeck

0,33 l, Glasflasche, Mehrweg

Preis: 1,19€ + Pfand (im Naturkostmarkt Lollo Rosso, Würzburg)

Testbericht vom 29.11.2007

Und noch einmal Cola!

Was schmeckt nach dem Jazz-Konzert am besten? Ein lecker Fläschchen Cola, aber Bio muss es sein.

Nach dem honigsüßen Erlebnis aus Teil 1 nun was für harte Jazzer:

Voelkels BioZisch ist weder übertrieben süß noch honigmild, sondern springt mit hartem Guarana-Flair auf den Gaumen. 0,1% Guaranaextrakt (selbstredend aus kontrolliert biologischem Anbau) wecken den Che Guevara in dir und machen dich nachts um 23.00 Uhr fit wie Manu Katchè beim Stöckchenwirbeln.

Der Geschmack: Cola mit viiel leckerem Guarana und ein Hauch von…ja, Jägermeister. Natürlich nur das Aroma, das Getränk ist absolut alkoholfrei, kickt aber dank der Koffein/Guarana-Kombi angenehm.

Das kommt mir jetzt öfter mal auf den Tisch, Empfehlung!

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Jan Garbarek Group, Live in den Mainfrankensälen in Veitshöchheim, 29.11.07

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Die Jan Garbarek Group (Betonung auf dem zweiten A!) gastierte soeben in den Mainfrankensälen in Veitshöchheim und lieferte ein feines Set ab.

Wir sind, lange schon gebucht, dabei mit Martina, Frieder und Uschi (mit Klein-Edelhäuser in Mamas Bauch) und Frieders Bruder Klaus und haben einen guten Platz in der 4. Reihe.

Garbarek wurde begleitet von Rainer Brüninghaus am Piano, Manu Katchè am Schlagzeug und einem Bassisten, den ich zuvor nicht kannte und dessen Namen ich mir nicht merken konnte, der aber wohl Ersatz für den ausgefallenen Eberhard Weber war.

Die gut eingespielte Gruppe (das war heute gemäß Ankündigung das achtzigste Konzert der Tour) swingte und zauberte auf allen Ebenen: Garbareks feiner Ton, seine fantasievollen Melodien, aber auch überraschenden Figuren überziehen den Abend einschmeichelnd und aufwühlend zugleich wie eine archetypische Stimme aus der Erde, die gen Himmel schwebt (ungewöhnliche Töne verlangen versponnene Erklärungen). Wer Garbarek und seine zahlreichen Ausflüge in verschiedene Ethnowelten kennt, weiß, wovon ich rede bzw. wovon man eigentlich nicht reden kann.

Katchè spielt erfrischend maskulin und auf den Punkt. Er macht den Eindruck, mal eben mit ein paar guten Freunden zu jammen und groovt dabei zum Abheben. Nur das Schlagzeug selbst ist so richtig geschmacklos: Zirkusviolett glitzernd, der Mann ist doch sonst so cool – aber macht ja nichts, wer so spielt, dürfte sich auch Diddlmäuse auf die Bassdrum pinnen!

Rainer Brüninghaus ist ein  ruhiger Virtuose, der in seinen Soli Bach mit Ruben Gonzalez vermählt und dessen Stimmungen auf dem Keyboard so geschmackvoll sind wie seine Figuren durchdacht bis ins feinste Detail. Für mich die Überraschung des Abends.

Der Bassist ist ein solider Handwerker, der aber in diesem Pool genialer Ausnahmeinstrumentalisten etwas untergeht.

Kurzum: Ein Besuch eines Garbarek-Konzertes lohnt sich immer, ob mit Hillard-Ensemble und „Officium“ wie vor einiger Zeit in St. Johannis in Würzburg oder jetzt mit der Group.

Mein persönliches Highlight: Garbarek simuliert mit dem kleinen Saxophon eine Art Delay-Effekt. Ich glaubte erst an einen Mikro-Trick, bis ich staunend sah, dass er die kleine verschobene Melodie unten mit dem kleinen Finger spielt.

Nach zwei traumhaften Stunden endete das Konzert nach einer bravourösen Zugabe um kurz nach 22.00 Uhr. Der kleine Edelhäuser im Bauch von Uschi fand es etwas zu laut, aber mit gutem Jazz kann man nicht früh genug anfangen 😉

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NACHTRAG: Ich habe eine gute Konzertkritik eines Mitbloggers mit tollen Fotos gefunden:

http://www.kitziblog.de/3151/jan-garbarek-group-in-veitshochheim/

Hallo KitziBlog, gute Arbeit!

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10 Fragen an den Bücherfreund

Nachdem ich noch niiiiieeeee ein Stöckchen zugeworfen bekam, freue ich mich sehr, dass Frank Mazny dieses Stöckchen an „alle Willigen“ weitergereicht hat. Ja, ich bin willig, und habe daher hechelnd dieses schöne Stöckchen gefangen. Als alter Lesehund ist es mir ein Vergnügen, die Fragen zu beantworten, und werfe das Stöckchen weiter an Alex und Achim. Von denen weiß ich, dass sie gerne lesen, alle anderen dürfen aber auch gerne 😉

1. Welches ist das längste und/oder langweiligste Buch, durch das Du Dich, aus welchen Gründen auch immer, erfolgreich hindurchgekämpft hast?

Georges Perec: Das Leben. Gebrauchsanweisung  (war mal hochgelobt bei 2001, aber wie würde Dom Joly in „World shut your mouth“ sagen: That is …shit!)

2. Von welchem Autor kannst Du behaupten: “Von dem (oder der) habe ich wirklich jedes Buch gelesen!”

(d.h. aber nicht, dass ich nicht noch andere Lieblingsautoren hätte, wie z.B. Dostojewskij, Tolstoi, Frisch, Dürrenmatt, Kafka, Hybels, Yancey, Guardini, Anselm Grün, T.C. Boyle, O`Brien, Kishon usw.!!!!)

– Hermann Hesse

– J.D. Salinger

– Sven Regener (der hat auch nur zwei geschrieben 😉  )

– Walter Moers

– Hanif Kureishi

– Benjamin von Stuckrad-Barre

– Christian Kracht

– John Ortberg

– Max Goldt

– Beinahe C.S. Lewis (mir fehlen noch ein paar SciFi-Werke, die geistlichen Bücher habe ich aber wirklich durch)

– Joanne K. Rowling

3. Dein liebster Klassiker (vor mindestens 50 Jahren veröffentlicht)?

Schwer! „Der Fänger im Roggen“ von Salinger oder „Narziß und Goldmund“ von Hesse. Oder „Sturmhöhe“ von Emily Brontë. Oder oder…

4. Welchen Titel hast Du in den letzten Jahren sicherlich am häufigsten verschenkt?

Die Bibel und die Bücher von/mit  Ratzinger („Gott und die Welt“ und „Salz der Erde“ – muss man gelesen haben!)

5. Von welchen Autoren würdest Du nie wieder freiwillig ein weiteres Buch in die Hand nehmen?

Luise Rinser

Hera Lind

Henry Miller

Rudolf Augstein

6. Welches Buch hast Du mehr als zwei Mal gelesen?

Gott: Die Bibel

Oswald Chambers: Mein Äußerstes für sein Höchstes

Hermann Hesse: Der Steppenwolf

J.D. Salinger: Der Fänger im Roggen

J.R.R. Tolkien: Herr der Ringe

Einige Harry Potters

Walter Moers: Wilde Reise durch die Nacht

Hermann Hesse: Narziß und Goldmund

Max Goldt: Die Radiotrinkerin

J. Kardinal Ratzinger (damals noch 😉 ):Salz der Erde

Romano Guardini: Der Herr

…und noch diverse andere. Bücher liest man doch meistens mehrmals, oder?

7. Welchen Titel hast Du erst nach einigen Seiten beiseite gelegt und dann tatsächlich später nochmals in die Hand genommen und durchgelesen?

 Gödel Escher Bach

8. Wenn man Dich drei Wochen in eine Mönchszelle in Klausur stecken würde, und Du darfst nur drei Bücher mitnehmen, welche drei Titel würdest Du wählen?

Die Bibel

Der Herr (Guardini)

Kontemplative Exerzitien (Jalics)

9. Bei welchem Titel sind dir schonmal ernsthaft die Tränen (nicht vor Lachen!) gekommen, obwohl es doch nur ein Buch war?

Da bin ich bei Filmen anfälliger – ich glaube nur bei Stellen aus dem Neuen Testament…

10. Welches sonst recht erfolgreiche Buch ist Dir bis heute ein großes Rätsel geblieben, d. h. Du hast es einfach nicht verstanden?

Die Bedienungsanleitung meines Videorekorders.

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Wenn man älter wird, lernt man seine Organe mit Vornamen kennen…

…oder gibt Ihnen süße Spitznamen wie Magi (nicht zu verwechseln mit Magie oder gar Maggi), Milzimaus oder Old Leber.

Noch bin ich ja ganz fit: Das Lebendgewicht hält sich in Grenzen, ich sehe noch meine Füße beim Duschen, schlafe wie ein Bär und schnarche überhaupt nicht (vereinzelte üble Nachreder wie meine Frau oder ca. 14 Mitfahrer eines Segeltörns mit dem Museumsschiff „Mytilus“ auf der Elbe lügen alle wie gedruckt!). Ich kann 10 km am Stück laufen, ohne umzukippen, spiele Volleyball, habe keine Diabetes, trage keine Brille, meine Prostata ist noch nicht so groß wie ein Medizinball, und ich hatte seit rund 5 Jahren keine ernstzunehmende Grippe mehr. Mein volles Haar umspielt mein Haupt, wenn auch einige graue Haare Altersweisheit symbolisieren. Es schmeckt, und ich kann noch kräftig zubeißen.

Aber letzte Woche hab ich mich dann doch mal richtig mies gefühlt: Als nettes Andenken habe ich mir so eine Art Magen-Darm-Grippe aus der norddeutschen Tiefebene mitgebracht. Schüttelfrost, Fieber, Rumoren im Magen, und das andere unangenehme Leiden, über das aus ästhetischen Gründen hier der Mantel des Schweigens gebreitet werden soll.

Und plötzlich macht das Essen keinen Spaß mehr! Ein paar Tage lang gesellte sich fieses Sodbrennen hinzu. Seit Freitag bin ich schon wieder leidlich fit, aber das Sodbrennen besuchte mich gestern abend noch einmal und verabschiedete sich erst nach einer Tasse Kamillentee!

Ich weiß, das ist alles gar nicht so schlimm. Außerdem bin ich ein Hypochonder vor dem Herrn und beobachte skeptisch meine vielen Muttermale (aus Angst vor dem malignen Melanom, das sich ganz bestimmt irgendwann aus meiner Haut schält), leise Anflüge von Kopfschmerzen bedeuten bestimmt einen Gehirntumor, und ganz bestimmt ereilt mich Darmkrebs, MS oder Leukämie.

Eins habe ich aber gelernt: Hut ab vor jedem, der über Jahre mit so etwas eigentlich Banalem wie Magenproblemen kämpfen muss. Wenn mir schon eine Woche Sodbrennen das Leben versauert, welche Geduld und Großmut gehört dazu, eine Krankheit über einen langen Zeitraum würdevoll zu meistern.

Drum Jüngling, genieße heute Deine Jugend, esse gut, trinke gut und danke dafür, denn das währt nicht ewig. Nicht wahr, Magi?

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Eingeordnet unter Gesundheit und Hypochondrie

Wer, wie, was, wieso, weshalb, warum….

Wer bei den Emergent-Deutschland-Veranstaltungen in Hamburg, Marburg und Erlangen anzutreffen sein wird, sammelt in vorbildlicher Art und Weise Simon.

Steigert die Vorfreude auf den 1. Advent!

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