Bioprodukte knallhart getestet – Teil 1: Honey Saps Bio Cola von Lammsbräu

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Was wäre unser Leben ohne die guten Bioprodukte, die es gottlob in immer größerer Auswahl nicht nur für die elitäre Gruppe ohnehin schon ökologisch korrekter Akademiker (vor allem Lehrer!), sondern auch für uns, das einfache Volk, und immer mehr sogar  im Angebot  einiger Supermarktketten gibt.

Aber bei aller biologisch-ökologischen FairTrade-Korrektheit darf auch der Genuß, das Feinschmeckerische, nicht zu kurz kommen. In lockerer Folge degustiert der Verfasser des Blogs Deines, des geneigten Lesers, Vertrauens Bioprodukte aller Art. Wie ich [depone] versprochen habe, versuchte ich mich zuerst an Bio Cola.

Im Test: Honey Saps Cola, Koffeinfreie Bio-Erfrischung

Hersteller: Neumarkter Lammsbräu, 92318 Neumarkt

0,33 l, Glasflasche, Mehrweg

Preis: 0,99 € + Pfand (im Naturkostmarkt Lollo Rosso, Würzburg)

Testbericht vom 10.11.2007

Cola – ein imperialistisches Kapitalistengesöff, vertrieben von einem amerikanischen Weltkonzern, ungesund, süß, vollgepumpt mit Koffein (siehe dazu auch meinen älteren Post)- so klingt es aus aller Mund, und der ökologisch bewegte Mensch, der an die Gesundheit von sich und seiner Familie denkt, schleicht im Supermarkt beschämt an diesem Symbol der weltweiten Dekadenz vorbei. Allenfalls kauft er in dunklen Bahnhofsgegenden auf Geschäftsreisen, wo ihn keiner kennt, dieses Produkt, lässt es sich neutral einpacken und trinkt es einsam im Hotel unter der Bettdecke oder in Stadtparks, eingewickelt in einer Papiertüte eines Biomarktes.

Das kann jetzt aber ein Ende haben, denn es gibt sie, die ultimativ korrekte Bio Cola.

Sympathisch in einer Glasflasche kommt sie daher, natürlich Mehrweg. Nach dem Umfüllen in das Trinkgefäß fällt dem Auge bei der Sichtkontrolle zuerst die klare Farbe auf. Hellbraun und transparent schimmert die Flüssigkeit im Glas, wie der durstige Verbraucher seine eiskalt servierte Cola sehen will, und nur ein leichter Schaum entwickelt sich.

Die über den Glasrand geführte Nase nimmt einen honigsüßen Duft auf, der an Italien denken lässt – ach ja, Zitronenhaine! Die Nase ist kräftig und vielfältig: Auch zarter Holunderduft mischt sich in die aufsteigenden Süßtöne, in denen allerdings der schwere Honigatem verstört. Die Biene in der Süßwarenabteilung! Der Gesamtton lässt an einen Colalutscher denken, den man in ein Honigglas getaucht hat.

Einen tiefen Schluck genommen breitet sich zuerst honigartige Süße im Mund aus, die aber schnell einen säuerlichen Begleiter bekommt, der an Bionade, Geschmacksrichtung Holunder, erinnert. Vortrefflich, ein schneller Schluck nachgespült zeigt: Der Honig bindet die sommerlichen Sauertöne zu einem interessanten Geschmackserlebnis.

Im Abgang hallen die Hollertöne blumig nach, und der Honig taumelt wie ein trunkener Bienenschwarm über den Gaumen. Nur: Es „bizzelt“ gar nicht! Ach so, dieses Naturkostgetränk ist ja koffeinfrei. Mmmmh. Dann muss ich wohl noch nen Espresso nachkippen.

Das Geschmackserlebnis vermag aber zu erfreuen – wenn man Honig mag! Ein guter Name für dieses Substitut aus gutem Hause (alle Lammsbräu-Biere schmecken mir!) wäre daher auch: Cola Met. Prost!

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