Monatsarchiv: Januar 2008

Es gibt Dinge…

…die früher allseits bekannt oder sogar kultig waren, heute aber nicht mehr so bekannt/beliebt/gebräuchlich bei der Jugend oder sogar „ausgestorben“ sind – schade! Ich versuche mich mal (Korrektur/Ergänzung erwünscht!):

– Geha-Füller

– Der Kleine Stowasser

– Klick-Klacks

– Slime

– Diercke Weltatlas

– Bonanzarad

– Kettcar

– Sunkist

– Strickliesel

– Dick und Doof

– Regina

– Rollschuhe

– Der kleine Maulwurf

– TK-Stift

– Geodreieck

– S-Move von Stabilo mit „Basketballlederbezug“

– Ray-Ban-Brillenkopien

– Smileys

– Real-Comics a la Zack (Michel Vaillant und so was)

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Wer suchet, wird finden…

 Mein Blog wurde z.B. heute mit den folgenden Suchworten aufgestöbert:

„down syndrom“+dating 2
epheserbrief kommentar einheit 2
youtube diskau erlkönig 2
knuffig 2
bach busoni heiden 1
blog nakedei 1
surfer look frisuren 1
hocker selbst bauen 1
perrecy 1
erlkönig schubert 1

Langsam sorge ich mich…

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Eingeordnet unter Lustiges Allerlei, Privat, Problem, WWW

Am I Geek?

Na, geht so:

51% Geek

dasaweb, sofort checken! Ich tippe bei Dir auf 75 %!

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Eingeordnet unter Around the world, WWW

Humor und spirituelle Praxis…

…wie passt das zusammen? Das wird gerade im neuen Kellion gefragt.

Es dürfte dem, der mich kennt, klar sein, dass ich für dieses Thema mehr als aufgeschlossen bin. Dank sei Gott für meine Frau, die immer mal gerne eingreift, wenn es zu krass zu werden droht – gerade ist Martina aber in Berlin auf Modus F-Fortbildung, und ich kann ungestört meiner Vorliebe fürs Absurde frönen.

Da wir schon mal beim Thema sind: Was sind denn Eure christlichen Lieblingswitze? Mein unangefochtener Liebling ist der hier:

Ein Atheist läuft durch die Wüste. Plötzlich sieht er in der Ferne einen riesigen Löwen. Dieser sieht ihn und sprintet auf ihn zu. Der Atheist gibt Fersengeld, merkt aber, dass es knapp wird und ein Entkommen menschenunmöglich scheint. In seiner Panik fällt er auf die Knie und betet erstmals in seinem Leben zu Gott:Ich weiß, ich habe Dich noch nie angerufen und mir steht es nicht zu, um Hilfe für mich zu bitten. Aber mach doch, dass wenigstens der Löwe Christ wird!

Plötzlich kauert auch der Löwe nieder und beginnt zu beten. Der Atheist ist glücklich: Ein Wunder, Gott hat ihn trotz allem erhört!

Da hört er das Gebet des Löwen: „Komm Herr Jesus, sei unser Gast…“

Nachschlag gefällig? Einen ham wa noch:

Warum war Jesus höchstwahrscheinlich Student?

1. Er hatte lange Haare!

2. Er wohnte noch bei seinen Eltern.

3….und wenn er mal was getan hat, war es ein Wunder…

Und einen noch, über den auch ditos lachen kann:

Jemand kommt in die Hölle, steht vorm Teufel und darf sich eine von drei Kammern aussuchen, in die er gesteckt werden soll. In der ersten Kammer werden alle mit glühenden Eisen verbrannt – das sagt ihm nicht sehr zu. In der zweiten Kammer wird bloß noch fürchterlich ausgepeitscht – ist ihm immer noch zu hart. In der dritten Kammer schließlich stehen sämtliche Probanden bis zum Hals in der Scheiße und rauchen eine Zigarette. Ja, ruft der Kandidat erfreut, ich glaube, das sagt mir zu. Ich nehme die dritte Kammer! Er stellt sich also zu den anderen bis zum Hals in die Scheiße und steckt sich eine an. Da kommt plötzlich ein kleines Teufelchen und sagt: „Zigarettenpause ist zu Ende, alle wieder untertauchen“!

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Das 34. Internationale Filmwochenende ist zu Ende…

…aber Ihr braucht nicht traurig zu sein:

Die Citychurch veranstaltet gleich drei Filmwochenenden:

gaaanz-grosses-kino.jpg

…gibt es nämlich im Zuge unserer neuen Predigtreihe, ausnahmsweise nicht nur IM Kino, sondern auch ÜBER das Kino.

Lasst Euch überraschen, und herzliche Einladung an alle Cineastinnen und Cineasten, die einen guten Film nicht von der Leinwandkante schubsen würden…

„Film ab“ im Cinemaxx ab kommenden Sonntag, den 03.02.2008, 11:00 Uhr, wie immer Saal 7, der grösste Kinosaal Unterfrankens, kostenlos, aber u.U. nicht folgenfrei – wie gutes Kino eben so ist 😉

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Koch hat verloren!

Hö, hö, hö!

Etwas undifferenziert ausgedrückt, das gebe ich zu. Differenzierter hat sich Bernd Ulrich in einem Leitartikel der ZEIT vom 24. Januar 2008 ausgedrückt, ich zitiere:

„Sollte Roland Koch mit seiner Kampagne am nächsten Sonntag Erfolg haben, dann würde er zum Rollenmodell für viele andere Politiker. Und dann würde sich zeigen, dass unsere Demokratie so stabil nun auch wieder nicht ist.“

Gratulation an die Demokraten in Hessen! Und bei der Gelegenheit: Ganz Margetshöchheim und die Straße Richtung Würzburg sind zugepflastert mit Wahlplakaten der REPs, schön hoch aufgehängt, damit man sie nicht erbost abreissen kann: „Das Boot ist voll“, „Deutschland ist sexy“, „Deutschland für uns“, „Wir lassen die Kirche im Dorf – und die Moschee in Istanbul“ – derartige Sprüche gehören auf den Müllhaufen der deutschen Geschichte und nicht als ungewollte Brechmittel an den Straßenrand. Ich fühle mich mental belästigt!

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Das 34. Internationale Filmwochenende in Würzburg…

…nähert sich seinem Ende und war wie stets reizvoll.

Wir haben es immerhin geschafft, zwei Filme anzuschauen, und zwar, wie geplant, „Der große Navigator“ (Sigrun Köhler/Wiltrud Baier, Deutschland 2007) sowie „True North“ (Steve Hudson, Deutschland/Irland/Großbritannien 2006).

filmwe01.jpg

„Der große Navigator“ – ein Dokumentarfilm, der in mancherlei Hinsicht zum Nachdenken anregt:

Erstaunlicherweise war die Vorstellung am Freitag, den 25.01., im Corso um 20:30 Uhr gut besucht. Der Kinosaal war fast bis auf den letzten Platz belegt. Das ist bemerkenswert für einen Film, der sich damit beschäftigt, dass ein schwäbischer Missionar von der Liebenzeller Mission, der mit seiner Familie über lange Zeit in Papua-Neuguinea missionarische Arbeit gemacht hat, in die neuen Bundesländer, genauer nach „MeckPomm“, ausgesandt wird, um den „ostdeutschen Heiden“ die christliche Botschaft zu bringen.

Warum geht der durchschnittliche Filmwochenende-Besucher in sooo einen Streifen? Amüsierte Neugierde? Was ist denn das für eine Story? Missionare – gibt es heute noch so etwas? Und – was fällt denen denn ein, sich in Deutschland zu tummeln? Deutschland ist doch „christlich“: Wir haben doch unsere schönen Kirchen, eine ereignisreiche Kirchengeschichte – und „seinen Glauben kann man doch auch leben, ohne in die Kirche zu gehen!“ – oder ???!!??

Der Film lehrt zumindest eine Einsicht: Deutschland IST Missionsland. Viele Deutsche haben vom christlichen Glauben, der Kirche, der Bibel und von geistlichem Leben ungefähr so viel Ahnung wie ein Eichhörnchen vom Geigespielen. Das gilt m.E. übrigens nicht nur für den geschichtlich säkularisierten Osten, sondern die Antworten, die man auf der Straße kassiert, wenn man beliebige Passanten nach ihrer Haltung zum Glauben befragt, ähneln sich:

– ne, nicht mein Ding!

– die Kirche ist langweilig und überholt

– die Antworten der Kirche zu allgemeinen Lebensfragen sind nicht relevant

– ich glaube schon, aber nicht in so einem christlichen Sinne, ich finde auch den Dalai Lama und Hape Kerkeling total klasse..

– und eben dieser „man muss doch nicht in die Kirche gehen, um…“-Spruch

Und die Wahrheit? Die meisten Leute gehen nicht in die Kirche, beten nicht, haben ihre dürftigen Infos über Religion aus dürftigen Magazinartikeln.

Lehre Nr. 2 aus dem Film: Dass ein Leben ohne Sinn, ohne Religion, ohne Gott irgendwie hohl ist, fällt durchaus vielen auf – oft gerade den „Asozialen“, den gesellschaftlichen Totalverweigerern, Punks, den „jungen Wilden“. „Unser Gott ist Bier“, dieser steile Spruch eines Treppenpunks ist genauso wahr wie seine bittere Realität als unbefriedigend empfunden wird.

Man konnte deutlich erspüren, dass z.B. der „kleine Satanist“ aus dem Film sich im Inneren brennend für Gott interessiert hat, aber bitte für die Wahrheit, nicht die blankpolierte Werbeoberfläche oder verkrustete Gewohnheitsreligion.

Die beiden sympathischen Regisseurinnen waren vor Ort und haben sich nach der Vorführung den Fragen der Besucher gestellt.

Ich hatte auch eine Frage: Mit wem haben sich die beiden im Laufe der Dreharbeiten mehr solidarisiert: Mit Jakob, dem schwäbischen Hudson Taylor bei den Ostgoten, oder den „Missionsopfern“?

Auf die zuvor bereits aus dem Publikum gestellte Frage, was das Motiv für diesen Film war, antworteten die Filmemacherinnen, dass sie das Thema interessant fanden und der Film ein Experiment für sie war: Werden sie evtl. auch „missioniert“, kommt ihnen der Glaube ein Stück näher?

Auf meine Frage antworteten die Beiden nach kurzem Nachdenken, dass sie schon etwas mehr Gefühle für die „Missionsopfer“ entwickelt hatten – und mir ging es ähnlich!

Man könnte (wie der Kuli es heute getan hat) den Regisseurinnen vorwerfen, dass sie es verabsäumt haben, die Hauptfigur, den Jakob, näher zu porträtieren. Da ist zwar etwas dran, denn man sieht nur einen schwäbischen Sisyphos, der den Glaubensstein den Ignoranzberg hochrollt, erfährt aber wenig über seine Motive, seine Vision, seinen Blick auf die Leute in seiner neuen Heimat. Dafür kommen wir einigen Mecklenburgern ganz nah, erfahren etwas über ihre Sehnsüchte und ihren desillusionierenden Alltag.

Aber m.E. war der Film ehrlich und fair: Die Regisseurinnen sind auf neutralem Terrain verblieben: Jakob wird nicht der Lächerlichkeit preisgegeben, sondern die Kamera nimmt einfach das mit, was passiert. Und auch die „Opposition“, so z.B. ein redefreudiger Fischer, dem das Herz (und die Galle) auf der Zunge liegt, darf sich ungestört verbal ausbreiten, bis die Zerrissenheit seiner ungefestigten Ansichten offenkundig wird: In einem Moment beschwert er sich darüber, in diese beschissene Welt geworfen worden zu sein, ohne dass Gott ihn vorher gefragt hätte. Ein paar Minuten später verkündet er im Brustton der Überzeugung, dass diese Welt doch das ist, wo er gerne immer bleiben würde. Aha…

Und was ist die wichtigste Lehre, die mir der Film (ungewollt) aufgezeigt hat: Der Hunger ist da, er muss aber ehrlich gefüttert werden. Die Leute brauchen keine schlauen Sprüche oder mehr oder weniger moderne Events, sondern Menschen, die Christsein mit allen Höhen und Tiefen selbst leben. Ein Spruch von Jochen Gramer ist bei mir hängen geblieben: Wir „verkaufen“ doch keinen alten Käse, sondern wir reden vom lebendigen Gott…

Kritik an den Missionaren? Kann ich nicht üben, ich kenne weder alles, was sie tagtäglich tun noch gar ihr Gebetsleben oder ihre Motivation. Aber die obigen Eindrücke möchte ich nicht vergessen, sondern daraus lernen.

Eine moralische Achterbahnfahrt war dann „True North“: Steve Hudson serviert uns einen schottischen Sozialdramahorrorstreifen auf offenem Ärmelkanal: Ein abgehalftertes Fischerboot und sein Patriarch bangen um ihre wirtschaftliche Existenz. Sein mitleidiger Sohn ringt um eine Lösung (die auch sein künftiges Erbe betrifft…) und lässt sich von einem treffend besetzten Schleppergauner (Hark Bohm, lustigerweise der Regisseur des deutschen Kultstreifens „Nordsee ist Mordsee“- wie wahr, kannte Hudson den Film?) aufschwatzen, 20 illegale chinesische Einwanderer im Bauch des Kutters über den Ärmelkanal nach Great Britain zu „importieren“- fürstliche Belohnung garantiert.

Der folgende Trip entwickelt sich für die gesamte Bootsmannschaft, allesamt keine Großmeister des sittsamen Lebens oder des festen Halts im normalen Leben, zu einer Selbsterfahrungshölle, in der gute und böse Motive verschwimmen – eine Parabel über die Abgründe im Menschen und über das Wichtigste im Leben – Menschen.

Jetzt will ich mal nicht alles verraten, wer den Film mal sehen kann, sollte das auch tun, hier der Trailer:

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