Koch hat verloren!

Hö, hö, hö!

Etwas undifferenziert ausgedrückt, das gebe ich zu. Differenzierter hat sich Bernd Ulrich in einem Leitartikel der ZEIT vom 24. Januar 2008 ausgedrückt, ich zitiere:

„Sollte Roland Koch mit seiner Kampagne am nächsten Sonntag Erfolg haben, dann würde er zum Rollenmodell für viele andere Politiker. Und dann würde sich zeigen, dass unsere Demokratie so stabil nun auch wieder nicht ist.“

Gratulation an die Demokraten in Hessen! Und bei der Gelegenheit: Ganz Margetshöchheim und die Straße Richtung Würzburg sind zugepflastert mit Wahlplakaten der REPs, schön hoch aufgehängt, damit man sie nicht erbost abreissen kann: „Das Boot ist voll“, „Deutschland ist sexy“, „Deutschland für uns“, „Wir lassen die Kirche im Dorf – und die Moschee in Istanbul“ – derartige Sprüche gehören auf den Müllhaufen der deutschen Geschichte und nicht als ungewollte Brechmittel an den Straßenrand. Ich fühle mich mental belästigt!

2 Kommentare

Eingeordnet unter Politik

2 Antworten zu “Koch hat verloren!

  1. Margetshöchheim auch? Ich kenn das eigentlich nur aus Randersacker. Das ist echt bitter und macht den Ort absolut unsympathisch, auch wenn viele (ihr?) da nichts dafür können. Hab glaub ich alle Sprüche vom letzten Wahlkampf schon gekannt, nur „Deutschland ist sexy“ war mir neu, und ich bin gespannt, womit sie das noch toppen wollen. „Brechmittel“ beschreibt das wirklich gut.

  2. wessnet

    Zur Ehrenrettung von „Marokko“ (für Nichteingeweihte: Die inoffizielle Eingeborenenbezeichnung für Margetshöchheim): Ich muss mich korrigieren, die meisten Laternenpfähle sind in Zell mit diesem hochwertigen Toilettenpapier besudelt.

    Habe übrigens vergessen: „Arbeit für Woijcech (oder so ähnlich) , Hartz IV für Deutsche“.

    Ich beschäftige mich übrigens gerade interessehalber (natürlich nur ein rein rechtstheoretisches Interesse ohne konkreten Hintergrund) mit der juristischen Frage, was darauf steht, Wahlplakate zu entfernen.

    Guter Einwurf übrigens von Harald Martenstein in seiner Videokolumne auf zeit.de: Er empfiehlt, anstelle ausländische, gewaltbereite Jugendliche abzuschieben, alle Neonazis nach Kenia abzuschieben.

    http://www.zeit.de/video/player?videoID=20080103f2cdc9

    (der Link funktioniert nicht direkt, bitte nach Gehen auf den Link auf der ZEIT-Seite ein Stück nach unten scrollen, gemeint ist der Beitrag „Nazis abschieben“)

    Die Initiative unterstütze ich aus den von Martenstein genannten Gründen aus vollem Herzen!

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