Bibliophil II

Weiter geht es mit der Bibliophil-Reihe, diesmal ne Nummer härter:

Wer ist Asasel?

Jetzt bin ich mal gespannt… (Auch auf meine Wertung 😉 )

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18 Kommentare

Eingeordnet unter CityChurch, Problem, This is a test, Vaterland

18 Antworten zu “Bibliophil II

  1. Hallo Thorsten,
    des finde ich ja absulut cuul….
    Du besuchst die City-Church-Würzburg??
    Kennst du denn auch Cassandra S. aus der City-Church-Würzburg??
    Check dochmal die site:
    http://www.wer-kennt-wen.de
    Dort hat Cassandra die JF-Würzburg mal eben in´s Leben gerufen!! 😉
    Gottes fetten Segen nach Würzburg!!
    Björn S. 😉

  2. wessnet

    Hi Björn,

    unser Marcus Kulicke (siehe den Kreuzträger und Sänger bei den Bildern zum Worship-JiM) war schon mal bei ner JF-Würzburg-Gruppe, vor ein paar Jahren.

    Ich bin ein großer Fan der Predigten von Storch, mag alles, was Martin Dreyer so macht, und fände es richtig genial, wenn es ne gute JF-Gruppe in Würzburg gibt. Cassandra kenn ich leider noch nicht, die soll mal rufen… 😉

    Fetter Segen zurück…in den Westerwald?

  3. es muss mir mal untergekommen sein, denn ich hatte mich gefragt, wie man das wohl ausspricht bzw. betont. aber wo und wann war das bloss?

  4. Erste Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Asasel Danach ist nicht ganz klar, wer oder was Asasel tatsächlich ist. Also entweder der „Wüstendämon“, oder der Sündenbock, der in die Wüste geschickt wird, oder der, zu dem er geschickt wird. Watt weiß isch.

  5. wessnet

    Also, Leute: Die Serie heisst „bibliophil “ und nicht „wikiphil“.

    Ein großes Lob an den Beisassen, dass er nicht gleich googelt, „wikiet“ oder sonstwie rumrecherchiert, sondern nachdenkt.

    Was in Wiki steht, weiss ich auch, aber was denkt ihr denn? Bzw.: Wie lässt sich eine Auffassung gut begründen? Dass der Bock selbst Asasel ist, ist übrigens schon dem Wortlaut der einschlägigen Stellen nach abwegig, würde ich ausschliessen.

    Bibeltiere: Auf die Plätze, fertig, los!

  6. dasaweb

    Ah, verstehe, wir sollen uns jetzt auf irgend eine omionöse Interpretation von Dämonenhierarchien, gigantischen Göttersöhnen und Opfersymboliken festlegen und du sagst dann, wie gut du diese findest? Das macht die Sache etwas vag. Sogar ein anderes Wesen (Storch) sagt schon folgendes: „‚Asasel‘ gibt uns ein schweres Rätsel auf, man kann nicht mit Sicherheit sagen, was oder wer damit gemeint ist.“

  7. wessnet

    Genau so hab ich mir das vorgestellt. Oder gehofft, dass das endlich mal jemand ultimativ auslegt.

    Aber Spaß beiseite: Der Herr Storch hat schon recht. Dementsprechend lasse ich gerne auch eine „gemischte“ Antwort mit mehreren Lösungsalternativen gelten, wie in der Mathematikaufgabe geht es hier aber mehr um ne gute Begründung, WARUM Asasel denn WER sein könnte. So ganz ohne Anhaltspunkte sind wir da nämlich nicht.

    Also: Der Erste, der das halbwegs gut erklärt, bekommt den Gummipunkt.

  8. Björn S.

    Hat es evtl. etwas mit Kellerasseln zu tun?
    Asseldreck o.ä.? 😉

  9. wie, da läuft eine Frage schon einen ganzen Tag und noch keine (zufrieden stellende) Antwort? Na dann versuch ich mich mal.
    Asasel wird 4mal in drei Bibelversen genannt, alle in 3Mo 16, nämlich Vers 8,10 und 26. im Hebräischen steht das Wort übrigens immer mit dem Partikel „L“, also „dem Asasel“ (oder auch für, zu hin, …)
    Vom den Versen her wird deutlich, dass es sich entweder um eine Gestalt (Person, Dämon, …) oder auch um einen Ort handeln könnte.
    Vom Wort her gibt es verschiedene Deutungen, die jedoch alle nicht 100%ig überzeugen. Eine Erwähnung in Talmud mit Arabischen Vokabeln kombiniert würde auf einen „felsigen Grund“ schließen, was aber der Bibeltext nicht ganz hergibt. Mit etwas Fantasie könnte man die Wurzel von „zornig sein“ in dem Wort finden, L’Azasel würde dann „für den göttlichen Zorn“ bedeuten. Andere Möglichkeiten hätte man noch, wenn man von einer Verdrehung von Konsonanten ausgehen würde. Aber wenn man das in der Bibel tut, dann ist wirklich ALLES möglich! 🙂 Über das Ägyptische gäbe es noch die Möglichkeit, den Asasel als beseitigten bzw. ferngehaltenen Schuldigen zu sehen. Eine letzte Möglichkeit wäre auch noch es als Wortverbindung von Ziege und Weggehen zu sehen, was aber im Text nur Sinn macht, wenn man quasi das Ritual so benennt. Der Zeigenbock ist als dann für (das Ritual) „weggehender Ziegenbock“.
    So weit mal. Natürlich gäbe es noch unendliche Spekulationsmöglichkeiten, wenn man von irgendeiner unbekannten Gestalt in der Wüste ausgeht, einem Dämon, einem Gebietsfürsten oder was weiß ich. Aber das wären alles wirklich nur Spekulationen ohne große Indizien.

  10. Na wo ist denn mein Kommentar? Nochmal? hier:

    wie, da läuft eine Frage schon einen ganzen Tag und noch keine (zufrieden stellende) Antwort? Na dann versuch ich mich mal.
    Asasel wird 4mal in drei Bibelversen genannt, alle in 3Mo 16, nämlich Vers 8,10 und 26. im Hebräischen steht das Wort übrigens immer mit dem Partikel „L“, also „dem Asasel“ (oder auch für, zu hin, …)
    Vom den Versen her wird deutlich, dass es sich entweder um eine Gestalt (Person, Dämon, …) oder auch um einen Ort handeln könnte.
    Vom Wort her gibt es verschiedene Deutungen, die jedoch alle nicht 100%ig überzeugen. Eine Erwähnung in Talmud mit Arabischen Vokabeln kombiniert würde auf einen „felsigen Grund“ schließen, was aber der Bibeltext nicht ganz hergibt. Mit etwas Fantasie könnte man die Wurzel von „zornig sein“ in dem Wort finden, L’Azasel würde dann „für den göttlichen Zorn“ bedeuten. Andere Möglichkeiten hätte man noch, wenn man von einer Verdrehung von Konsonanten ausgehen würde. Aber wenn man das in der Bibel tut, dann ist wirklich ALLES möglich! 🙂 Über das Ägyptische gäbe es noch die Möglichkeit, den Asasel als beseitigten bzw. ferngehaltenen Schuldigen zu sehen. Eine letzte Möglichkeit wäre auch noch es als Wortverbindung von Ziege und Weggehen zu sehen, was aber im Text nur Sinn macht, wenn man quasi das Ritual so benennt. Der Zeigenbock ist als dann für (das Ritual) „weggehender Ziegenbock“.
    So weit mal. Natürlich gäbe es noch unendliche Spekulationsmöglichkeiten, wenn man von irgendeiner unbekannten Gestalt in der Wüste ausgeht, einem Dämon, einem Gebietsfürsten oder was weiß ich. Aber das wären alles wirklich nur Spekulationen ohne große Indizien.

  11. wessnet

    „Wir stehen selbst enttäuscht und sehn betroffen / Den Vorhang zu und alle Fragen offen.“ (nach Bertolt Brecht, „Der gute Mensch von Sezuan“ )

    Dieses von Reich-Ranicki (leicht abgewandelte) Brecht-Zitat passt auch gut hier her, denn ich räume ein: Das ist ein harter Brocken. Da Asasel aber wohl nicht der Sündenbock selbst ist und Achim alle Hintergründe so gut erklärt hat, zudem nicht auf das Glatteis der Auslegung apokrypher Quellen gegangen ist, ist es wohl nur fair, ihm den Gummipunkt zu verleihen, was ich hiermit tue.

    Außerdem verspreche ich, als nächstes eine „anständige“ Frage zu stellen. Vielleicht aus dem Bereich Prädestination 😉

  12. Vielleicht könnten auch die Verse aus 1Tim1 dich bei dem Bibliophil inspirieren:
    „Du weißt, wie ich dich ermahnt habe, in Ephesus zu bleiben, als ich nach Mazedonien zog, und einigen zu gebieten, dass sie nicht anders lehren, auch nicht Acht haben auf die Fabeln und Geschlechtsregister, die kein Ende haben und eher Fragen aufbringen, als dass sie dem Ratschluss Gottes im Glauben dienen. Die Hauptsumme aller Unterweisung aber ist Liebe aus reinem Herzen und aus gutem Gewissen und aus ungefärbtem Glauben.“
    Aber solange du die Asasel und seine Freunde nicht bei deiner nächsten Predigt bringst ist das ok für mich. 🙂

  13. wessnet

    Gut, dann bleib ich mal in Ephesus…

  14. hallo wessnet … also asasel? das ist mal ein schönes rätsel … als dem alten testament kennen wir ja den sündenbock, der die sünde des volkes aus dem lager trägt und von einem heiden aus einem umliegenden volk zur sicherheit dazu noch einen abgrund hinunter gestoßen wurde, dass die sünde auch wirklich tot und „hinweg“ ist … die super parallele in das neue testament: als das volk bei der verurteilung jesu dabei ist und gefragt wird, ob statt jesus der verbrecher freigelassen werden soll, da ruft das volk „hinweg mit jesus“ … das volk rief im original wörtlich „asasel“ … und so wurde jesus auch hinaus aus dem lager (=jerusalem) nach golgatha gebracht, wie man im hebräerbrief lesen kann … nicht den abhang runter, aber an das kreuz geschlagen … er ist der sündenbock … ein gläubiger jude muss also verstanden haben, als er „asasel“ rief, dass er jesus als den altestamentlichen sündenbock bezeichnet, von dem er ja glaubte, dass er bis dahin die sünde wegtrug.

    herzliche grüße
    martin

  15. wessnet

    Hi Martin,

    das ist nun mal wirklich hochinteressant: Die Parallele Jesus/Sündenbock liegt natürlich auf der Hand, aber Deine Erklärung ist mir vollkommen neu. Ich finde sie aber sehr erhellend, noch dazu bringen wir die Asasel-Diskussion damit auf ein Level, dass der von Achim zitierten Timotheusstelle doch noch gerecht wird. Die Bibel, unerschöpflich!

    Aber ganz verstanden habe ich das noch nicht, es überlaufen mich derzeit nur Schauer der noch nebelhaften Zusammenhänge, daher noch mal kurz nachgefragt:

    – In welchem Evangelium steht im Urtext für „hinweg mit Jesus“ Asasel?
    – Ist Asasel dann eigentlich ein aramäischer, hebräischer oder griechischer Ausdruck?
    – was hat das genau mit „hinaus aus dem Lager“ zu tun? Steht Asasel (in welcher Sprache?) auch dafür?
    – warum sollten die Juden selbst die Parallele zum Sündenbock ziehen? Als Spott? Aber es war doch den Umstehenden nicht einmal klar, dass Jesus am Kreuz für ihre Sünden stirbt…

    Siehst Du, deswegen würde ich heute gerne Theologie studieren, was ich – leider – nicht getan habe. Dann könnte man selbst am Urtext forschen.

    Aber vielleicht kannst Du – oder jemand anders? – mir das noch etwas genauer erklären, ich finde das hochspannend!

  16. hallo wessnet …diese infos hab ich aus dem unterricht am theologischen seminar adelshofen bei kurt schneck von den fackelträgern … du kennst die fackeln ja … erinnerte mich gestern, dass ich mir das bei ihm begeistert notierte … um noch mal alles genau zu hören, hab ich gestern schon mal bei kurt angerufen … er ist aber im urlaub … ich melde mich bei ihm noch mal … und ich schau in meine unterlagen noch mal rein … soweit … martin

  17. wessnet

    Die Fackelträger, alles Bibeltiere! So gefällt mir das!

    Dann bin ich mal gespannt, vielen Dank schon mal im voraus.

  18. Da bin ich aber auch gespannt!

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