Monatsarchiv: Mai 2008

Was tut der Christ eigentlich so den ganzen Tag? Teil I: Beten

Dem Beisassen sei Dank:

Ein aktueller Post zum Thema Patchwork-Spiritualität warf in mir die Frage auf, wie ich eigentlich WIRKLICH meine Spiritualität tagtäglich lebe.

Ich könnte ja jetzt etwas vom Pferd erzählen, so nach dem Motto: Wenn ich meine 2-stündige morgendliche Gebets- und Bibellesezeit beendet habe, nehme ich mein karges Mahl nach dem Dankgebet zu mir, wandle bewusst mit einem Choral im Kopf zum Bus, segne die zur Arbeit Strömenden usw. Geht aber nicht, ich befürchte, dass meine Frau mitliest, und die kennt mich…

Dann muss ich ja wohl ehrlich sein. Das versuche ich mal und hoffe auf rege und ehrliche Beteiligung von euch, wie es bei euch „in der Wirklichkeit“ aussieht. Es soll hier übrigens NICHT um Theologie, Bibelverse etc. gehen, sondern um eine realistische Beschreibung der geistlichen Aktivitäten, wie wir sie tatsächlich praktizieren.

Ich fang mal mit dem peinlichsten Thema an:

BETEN

Ich bete zusammengerechnet durchschnittlich eine halbe Stunde am Tag.

Dazu schließe ich die Augen und stelle mich darauf ein, jetzt zu Gott zu sprechen. Ich stelle mir dabei nicht ein konkretes Bild vor, sondern denke manchmal an Jesus Christus (dann schleicht sich mal ein bärtiger 30jähriger in meine Vorstellung ein), manchmal an den Vater.

Ich bete für Andere, danke, bitte für mich und meine Familie.

Meistens bete ich im Halbschlaf im Bett das erste Mal am Tag. Da es morgens in Anbetracht eines oft vollen Tages in meinem Kopf zu rumoren beginnt, sind das in der Regel Bitten um Hilfe für den Tag.

Unter der Dusche singe ich zuweilen laut oder leise im Kopf, das sind oft Lobpreissongs.

Eine wichtige Zeit ist die im Auto oder Bus: Da höre ich oft Predigten auf dem iPod und bete so vor mich hin, oft für Leute, die ich im Bus sehe. Wenn die wüssten…

 

Auf der Arbeit will ich oft beten, tue es aber praktisch selten.

Abends wieder Bus, Gebet dann nochmals leise vor dem Einschlafen.

Zu Hause habe ich einen Gebetshocker, an guten Tagen setze ich mich darauf und sitze und höre..

Gebetet wird außerdem gemeinsam in der miniChurch, selten mit Martina, vor dem Essen und in der CC.

Das war`s…

Advertisements

5 Kommentare

Eingeordnet unter CityChurch, God`s Army, Kontemplation, Leben lernen, Privat, Vaterland

1 Monat Bio

Daniel „[depone]“ Ehniß verlinkt auf eine hochinteressante Seite:

http://www.vitalgenuss.com/bio-monat/

Inhalt: Schweizer proben den biologischen Ernstfall, und zwar 1 Monat leben und schlemmen mit Bioprodukten. Die Schweizer haben den Migros, wir in Würzburg sind aber auch nicht schlecht dran: Lollo Rosso, Vollkornbäckerei Köhler, tegut … Wer möchte, kann die ganze Vielfalt der Bioprodukte ausprobieren und genießen.

Und sich bei den sympathischen Schweizern (ich klaue dieses Attribut bei DJ Bobo und verleihe es feierlich den Bio-Versuchskarnickeln) Anregungen holen!

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Bioprodukte knallhart getestet, Blogroll, Gesundheit und Hypochondrie, Leben lernen, Leibliches, Privat, Projekte, WWW

Ben Becker liest aus der Bibel vor

Frisch im CD-Player: Ben Beckers „Die Bibel – Eine gesprochene Symphonie“.

Becker liest aus dem AT und NT vor und war mit diesem Programm auch gerade auf dem Katholikentag:

http://katholikentag.de/go/live-video/27_ben_becker.html

Becker hat die Bibel erst unlängst für sich entdeckt und kann sich ihrer Faszination nicht entziehen. Ähnlich wie auch früher schon Nick Cave und Johnny Cash, zwei Künstler, die Becker auch ganz bestimmt gefallen, wenn man sich die Musikstücke auf dieser CD anhört, hat er besonders ein Faible für die pathetischen und düsteren Passagen.

So fällt aus meiner Sicht die Auseinandersetzung mit dem Buch der Bücher vom Ergebnis her durchwachsen aus: Zuweilen gewinnt man den Eindruck, dass der Vorleser den eigentlichen Sinn der Passagen noch nicht erfasst hat (was natürlich nicht schlimm ist, denn so ging es mir früher auch und bei so mancher Stelle noch heute), es gibt aber auch bewegende Momente, z.B. Jesu Versuchung oder Jesus in Gezehmane, oder auch Jonah. Den mag der Herr Becker auch besonders, s.o. Ich auch.

In diesem Sinne: Advantage (der Spieler, der nach Einstand den nächsten Punkt gewinnt, hat Vorteil, „advantage“) Becker!

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter God`s Army, Musik, Privat, Spocht, Tonträger, Vaterland, WWW

Indiana Jones auf der Suche nach dem verlorenen Erich von Däniken

Und, wie isser nu, der neue Indy?

Kommt drauf an, welchen Gott Du hast (um ihn mal selbst zu zitieren)!

Ich persönlich „habe“ Jesus Christus, und dann gefällt einem irgendwie Teil 3 am besten. Aber Hollywoodschinken sind natürlich NIE geistliche Erbauungsfilme. Gibt es das überhaupt, geistliche Erbauungsfilme? Vielleicht Shadowlands, schlag nach bei Antje.

Teil 4 packt dagegen eine nicht ganz neue Theorie aus der Klamottenkiste der Mystery-Kulte: Die archaischen Kulturen, u.a. die Maya, wären so hochentwickelt gewesen, weil Außerirdische uns vor ein paar tausend Jahren besucht hätten. Hier haben Spielberg/Lucas nicht bei Star Wars oder der „Unheimlichen Begegnung der dritten Art“ Selbstplagiat betrieben, sondern einen Mystery-Klassiker der 70er ausgegraben. Kennt noch einer von euch Erich von Däniken?

Als Junge war ich Mitglied in der „Deutschen Buchgemeinschaft“, ein „Buchclub“ a` la Bertelsmann. Dort musste man dann alle drei Monate ein Buch kaufen, sonst bekam man dann irgendeinen Schmöker, der der „Tipp des Monats“ war, zugeschickt, und da durfte man mit dem Schlimmsten rechnen.

Also lustig im Laden in Lingen nahe meiner Heimat Nordhorn gestöbert, und besonders gerne Bücher zum Thema Archäologie mitgenommen. Z.B. „Götter, Gräber und Gelehrte“ oder Bücher über Ausgrabungen in der römischen Welt. Und mittendrin lagen bunt bebilderte „wissenschaftliche“ (verzeiht mir, ich war 12!!!) Werke des Herrn von Däniken. Nazca-Linien in Peru? Von Außerirdischen gemacht. Hesekiel beschrieb ein Raumschiff, in den Maya-Pyramiden sieht man Bilder von extraterristischen Astronauten.

Von wem wurden die Pyramiden in Ägypten erbaut? Erraten!

Däniken selbst empfiehlt bis heute: „Bitte, meine Damen und Herren, glauben Sie mir kein Wort“. Das empfehle ich auch, denn Dänikens Theorien mögen sehr phantasievoll sein, und es ist lustig, Dinge mal aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Wer das tun will, möge sich aber den wahren Mysterien dieser Welt nicht verschließen: Der Auferstehung Christi und dem Heiligen Geist. Denn wer beginnt, sich mit diesen großen Geheimnissen zu beschäftigen, wird recht bald feststellen, dass er sich nicht wie Däniken verbiegen muss, um eine verschwurbelte Theorie gegen zahlreiche berechtigte Zweifel zu rechtfertigen, sondern der wird Dinge entdecken, die ihm wie Indy im Mayagrab die Kinnlade runterklappen lassen. Gott ist groß!

Das Außerirdischengedönse wäre dann auch schon das einzige Mystische im neuen Blockbuster mit Hut und Peitsche, denn ansonsten regiert das Handgemachte: Autoaction, Marlon-Brando-Motorrad, Pulver, Waffen, Faustkämpfe, Amphibienfahrzeuge. Die Kulisse für dieses Haudraufkino bietet (einmal mehr) die
Wüste von Nevada, außerdem Princeton, alles in den wilden 50ern mit ihrem Russen- und Kommunistenhass (lange schon keinen Actionstreifen mehr gesehen, in dem Russen die feindlichen Deppen sind: Erblüht da ein neues lauwarmes kaltes Kriegchen in Hollywood???) der McCarthy-Ära, Atombombentests, Peru und das Amazonasgebiet. Und immer wieder lustige Tierchen: Murmeltiere (oder
Erdhörnchen, was krabbelt da in der Wüste rum? Zu faul zum Googeln!), Äffchen, Skorpione, Riesenameisen, und natürlich – Schlangen! Der kurz vor der Verrentung stehende frischentdeckte Papa, der im Halbtagsjob Lehrer ist, kloppt sich durch Südamerika, als wenn es kein Morgen gibt. Etwas auf der Strecke bleibt bei dem Klopptempo der feine Witz der ersten drei Teile, aber schön gucken und rennen kann er noch, der Harrison. Nicht Alles (oder besser: Das Wenigste) ist logisch in diesem Film, und: Gold ist nicht magnetisch!

Für gequirlte Scheiße erachte ich den Film trotzdem nicht, sondern halte es – wie öfter mal – mit meinem Lieblingsblatt, das es nicht umsonst ist, der ZEIT: Die freut sich am Old School Abenteuerfilmchen, dem Aufstand der alten Männer gegen das am Computer zusammengefummelte moderne Kino, am Schweiß des Hauptdarstellers und dem bunten Kaleidoskop der Länder und Abenteuerszenarien. So sehe ich das auch und fühl mich wieder wie 12, nachdem ich einen archäologischen Schinken von der Deutschen Buchgemeinschaft mitgenommen habe.

Und jetzt gucke ich noch mal in „Götter, Gräber und Gelehrte“ rein und lese danach Hesekiel, um mich noch einmal davon zu überzeugen, dass Herr von Däniken die Bibel nicht verstanden hat. Leider…

4 Kommentare

Eingeordnet unter Film, Privat

wessnet macht mit beim Partnerprogramm von Amazon

Was bedeutet das?

Ganz einfach: Wenn Du mal wieder bei Amazon.de einkaufen und mich gleichzeitig ein kleines bisserl unterstützen willst, klick einfach zuerst auf den Link hier unten (bzw. künftig auf den Link rechts auf der Sidebar unter „Suchen“) und kauf dann wie gewohnt bei Amazon ein, ich bekomme immer dann, wenn du dich vor dem Einkauf über diesen Link bei Amazon einloggst, eine kleine prozentuale Gutschrift am Einkauf. Da ich selbst zufriedener Kunde bei Amazon bin, empfehle ich Amazon gerne und habe natürlich nichts dagegen, dafür neues Gehirnfutter gesponsort zu bekommen. Thank you, friends!


Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Privat, WWW

Zu niedriger Blutdruck? Sich mal wieder so richtig schön aufregen?

Außerdem Freund des Emergenten Dialogs, ein aufgeschlossener Evangelikaler, konservativer Pfingstler oder gottesfürchtiger Katholik?

Bei meinen Streifzügen durch das Internet bin ich auf diese Seite gestoßen:

http://www.l-gassmann.de/content.php?id=6

Ich versuche gerade noch, mich wieder einzukriegen…NEIN, ICH SCHAFF ES NICHT… AAAARRRGGGHHHH!!!!!

2 Kommentare

Eingeordnet unter Emergentes, God`s Army, Scheiße hoch drei, WWW

Indiana Jones 4: Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels

…aber bis es so weit kommt, schauen wir uns den 4.Teil an, und bevor hier Missverständnisse aufkommen:

Ich liebe Indiana Jones, alle Teile, jede Filmminute, Harrison Ford, Spielberg, Lucas: Da kann nichts schief gehen, geniale Kindsköpfe bei der Arbeit: Großes Popcornkino klassischen Formats, eine filmische Sahnetorte zum gierigen Sofortverzehr, Freiheit, Abenteuer, Archäologie, Hut und Peitsche: Götter, Gräber und Gelehrte! Auf in die Kinos!

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Film