Die Harfe ist erkeltet – Loreena McKennitt am 04.07.08 im Kurpark Wiesbaden

Schön, wenn man eine treusorgende Frau hat: Dann bekommt man feine Konzertkarten geschenkt, z.B. für Loreena McKennitt, der kanadischen Chanteuse mit einem Faible für irische, mittelalterliche und arabische Musik.

Die Dame und ihre 9 Begleitmusiker gastierten gestern, am 04.07.08, im Kurpark in Wiesbaden, stilgerecht in einer klassischen Konzertmuschel, und boten eine bunte Palette aus dem aktuellen Album „An Ancient Muse“, aber auch den alten Schätzchen, besonders aus „The Mask and Mirror“.

Loreena McKennitt ist nicht nur Schöngeist an Harfe, Piano und Quetschkommode, sondern auch eine Intellektuelle und sehr angenehme Erzählerin, die zwischen den Liedern von ihren zahlreichen Reisen nach Irland, Nordafrika und in die Türkei auf den Spuren der Kelten berichtet. McKennitt betont immer wieder gerne, nicht sie habe die keltische Musik, sondern die keltische Musik habe sie gefunden.

Die Musik – sehr schön an einem lauen Sommerabend, noch dazu mit ein paar schweren Wolken am Himmel …

…und sogar einem Reiher, der malerisch über die Konzertmupfel hinwegzieht wie der Mond beim Freund von Urmel. Frau McK hat ein paar exzellente Instrumentalisten um sich gescharrt, von denen mir besonders der variable Gitarrist, der auch mal zur Laute oder Mandoline greift,

die Percussionisten und der Geiger aufgefallen sind. Der Sound war übrigens fantastisch abgemischt, Kompliment an die Herren vom Mischpult, ich weiß ja, wie das ist. Und Loreenas Stimme ist abwechslungsreich, individuell, sicher und hebt sich kilometerweit vom Mittelfeld ähnlicher Interpretinnen ab, die ihr nicht mal die Harfe reichen könnten.

So war das Konzert vor lauter melodischem Wohlgefühl gefühltermaßen schnell vorbeigezogen wie ein Mittsommernachtstraum, und das, obwohl man wohl auf fast 2 Stunden Konzertdauer kommt.

Loreena hat übrigens sogar einen Harfenroadie:

Eine Konzertkritik gibt es auch beim Wiesbadener Tagblatt.

Der anhaltende keltische Traum spülte uns und zahlreiche andere Erkeltete dann noch in die erstaunlich prunkvolle Wiesbadener Innenstadt.

Ich wusste gar nicht, was das für ein edles Städtchen voller Prunk und Posern ist. Das schaue ich mir gelegentlich gerne, wie auch Lady Loreena, mal wieder an.

Der Abend hat uns auf jeden Fall beflügelt:

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