Triefstock

Wie schon länger hier angekündigt war am vergangenen Samstag, den 12.07.08, mal wieder Triefensteintag mit Open Air, diesmal neben der ct-Band mit Christoph Zehendner und „Allee der Kosmonauten„.

Da wir meinem Schwager nebst Familie beim Umzug geholfen haben, konnten wir erst nach 21:00 Uhr dort sein und kamen just zum Beginn des Auftritts von „Allee der Kosmonauten“.

Und wurden nicht enttäuscht: AdK kannte ich vorher nicht, den Namen hatte ich schon einmal gehört, stylische Fotos der Band gesehen und mal gelesen, dass die in irgend so einer „Grand Prix“-Vorrunde waren (wie Moshammer, Knorkator oder Zlatko). File under: „Junge stylische Band, die auch so ein bißchen christliche Texte macht und sich von der christlichen Jugend in den Pophimmel wählen lässt“.

Falsch einsortiert: Asche auf mein Haupt wegen dieser blöden Vorurteile, AdK ist eine fantastische LOBPREISband. Ich weiß gar nicht, ob es noch eine Band in Deutschland gibt, die es versteht, qualitativ hochwertige Alternative Music und Deutschrock moderner Fassung absolut unpeinlich und grundehrlich mit Anbetung zu verknüpfen. Im internationalen Bereich ist mir das bislang LIVE (auf Platte geht so manches, aber live offenbart sich so Einiges) nur bei Rebecca St. James und Bryn Haworth untergekommen, dass da vorne Musiker stehen, die musikalisch glänzen, aber den Blick „nach oben“ lenken, auf Jesus Christus, und den Zuhörer in ein musikalisches Gebet mitnehmen.

AdK können das auch, und dass ist eine gar nicht so geläufige Gabe, die noch seltener konsequent umgesetzt wird.

Der Sänger, mit offenkundig relativ neuer Langhaarfrisur ein optischer Querschnitt aus Jürgen Drews dem Jüngeren und Helge Schneider, hat da keine Scheu:

Er hat nicht nur das Posenarsenal der coolen Rampensau auf Lager, sondern zeigt buchstäblich, aber auch mental pausenlos nach oben, erzählt ehrlich aus seinem Leben, leitet in den Lobpreis und betet mit dem Publikum, als wenn es mit ihm im Wohnzimmer sitzt.

Gut, auf eine tolle Band zurückgreifen zu können: Der Gitarrist ist versiert und bedient durchgehend und mitreissend die akustische Klampfe:

Der Schlagzeuger sorgt für den Rockteppich und den Alternative Touch:

Der Bassist spielt auf dem semiakustischen Baß und groovt:

Der Keyboarder ist ein einfallsreicher Klangzauberer:

Schön auch die romantische Atmosphäre des Hofes von Kloster Triefenstein, in dem das Publikum gut mitgeht.

Besonders ansprechend war auch die gute Beleuchtung, die die Band unzählige Mahle mit zu den Stücken passenden Farben ummantelte, da freut sich der Hobbyknipser, ich habe über 100 Fotos gemacht, die alle aussehen wie aus dem Rockstaralbum, in denen die Band stets etwas anders wirkt. Und auch der Bühnennebel, gern und häufig eingesetzt, sorgte für eine gute Atmosphäre, interessante Stimmungen und unterstrich die Message der Band. Ich will auch Nebel im Kino (aber da wird wohl das Cinemaxx nicht so begeistert sein, oder?)

Noch ein paar Impressionen:

Und zum Schluß (schöne Geste) gibt es vor der letzten Zugabe ein Allstarlied mit der ct-Band und Christoph Zehendner, das zeigte, wie gut das Verhältnis der Musiker untereinander ist.

Das war ein guter Abend, vielen Dank!

3 Kommentare

Eingeordnet unter God`s Army, Musik, Vaterland, Wörzburch

3 Antworten zu “Triefstock

  1. Klingt sehr gut! Ich habe gerade gestern ein Interwiev mit zwei Leuten der AdK (den Sänger und „Jott“) in bibelTV gesehen, und sie kommen wirklich sehr authentisch rüber.

  2. wenn man das (anschaulichkeit etc.) so liest, fragt man sich, ob du nicht selbst eigentlich ein musiker bist. oder vielleicht doch nur ein sprachkünstler.

  3. wessnet

    Möchtegernmusiker.

    Spiele ein wenig Gitarre (Wii-Level Anfänger), mache a bisserl Percussion (Djembe/Darabouka/Bongos und alles, worauf man klopfen oder was man schütteln kann) (Wii-Level Amateur), habe mal im Chor gesungen, mische ab und an mal unsere Citychurch-Band und höre viiiieeeel Musik, mit Vorliebe für Interessantes, d.h. ich kotze beim Antenne-Bayern- Hören (stellvertretend genannt für diesen ganzen Radiokram, der Musik aus den 80ern, 90ern und „das Beste von heute“ in Heavy Rotation bringt) und lobe DeutschlandradioKultur.

    Musik ist also ein geliebtes Hobby, und ich hoffe, dass mein Geschreibsel in Musikerohren nicht allzu banal klingt, denn Musiktheorie habe ich nie „gehabt“, ich kann mich dem Thema nur laienhaft emotional zuwenden…

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