Monatsarchiv: August 2008

Präholidayes Brainstorming

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Aber gottlob erst in 2 Wochen. Tschüß!

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Wiissenswertes

Die Citychurch macht Sommerpause, in Capernwray Hall sind wir erst in 2 Wochen, und so ein zweiwöchiger Urlaub will durch Mehrarbeit vorab verdient sein, daher erlebe ich gerade gar nicht soooo viel – außer beim Wii-Spielen…

Seit wir die Wii haben, hat sich subjektiv die Zahl der Freunde, die uns mal besuchen, drastisch erhöht. Aber Spaß beiseite: Es macht ja auch am meisten Spaß, mit guten Freunden wie ein Gedopter so vor dem Fernseher rumzutoben, dass zufällig vorbeikommende Passanten denken, die Nervenklinik hätte eine neue Außenstation eröffnet!

Was haben wir schon?

– Wii Sports (ist die kostenlose Dreingabe zur Konsole)

– Wii Fit (mit Balanceboard)

– Wii Play (wenn man ne zweite Remote braucht, und das ist schnell der Fall, gibt es das einfache Progrämmchen im Pack dazu)

– Mario Kart Wii

Und was sind unsere Favoriten?

Bei Sports Tennis, Golfen und neuerdings – Boxen! Das macht total Spaß und geht ins Blut, und man kann direkt gegen einen Gegner boxen. Nachdem sogar Storch Schmelzer in einer Predigt der JF Remscheid von seinen Boxerlebnissen an der Wii berichtet, oute auch ich mich als Boxfan: Aber nur an der Wii, kein Blut, süße Miis, spektakuläre Hintenrüberkipper nach dem gezielten Haken…

Bei Wii Fit Yoga, Kopfball, Kugelballett, Ski, Snowboard, Step-Aerobic und Box- Aerobic.

Und Mario Kart ist das netteste Rennspiel, das ich kenne, vor allem, wenn man es zu viert spielt!

Auf der Anschaffungsliste stehen jetzt noch Zelda und Guitar Hero – aber erst, wenn ich meinen Mii bei Mario Kart freigeschaltet bekommen habe. Irgendwie soll das ja gehen, hat aber bei uns noch nicht geklappt.

Also, bis demnächst bei uns auf dem Balance Board 😉

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Für Aslan!

Prinz Kaspian rief und wir gingen: Ins Kino nämlich, den 2. Teil der Narnia-Verfilmung ansehen.

Popcornkino für den gepflegten christlichen Fundamentalisten mit albernen Figuren? Mitnichten, diesmal haben die Filmemacher alles richtig angestellt:

Ein guter Storyaufbau, die Natur von Neuseeland als Kulisse, gute Darsteller, vortreffliche Animationen (Aslan kommt um Längen besser rüber als in Teil 1), Kostüme, Soundtrack, Massenszenen, Kolorit des Londons der Kriegszeit: Alles vortrefflich, „Jack“ würde sich freuen. Und die Botschaft ist so dezent verpackt, dass sich Lewis vielleicht nur darüber ärgern würde, jegliche Vorwürfe der Ideologiekrämerei sind verfehlt.

Interessant finde ich, dass die Geschichte zwei Motive bietet, die auch Tolkienfans aus HDR kennen: Die kämpfenden Bäume und das feindverschlingende Wasser. Wer von den beiden Inklings hat sich da von dem anderen inspirieren lassen?

Es freut mich sehr, dass das Werk von C.S. Lewis auch in Deutschland langsam den Stellenwert erhält, den es verdient.

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Die grüne Seite der Macht

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In Memoriam Dr. Randy Pausch, gestorben am 25.07.2008

Falls ihr Dr. Randy Pausch noch nicht kennt: Seine letzte Vorlesung müsst ihr euch anhören! Randy Pausch hatte Bauchspeicheldrüsenkrebs, aber darüber seinen Humor und eine hingegebene Lebenseinstellung nicht verloren. Leider ist Randy vor ein paar Tagen gestorben, aber er und seine letzte Vorlesung werden unvergessen bleiben:

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Mad Max bei den Mayas

Wenn die Katze aus dem Haus ist, tanzen die Mäuse auf dem Tisch.

Meint hier: Martina ist eine Woche mit Schülern in England, Zeit also, endlich mal die Filme anzuschauen, die Martina NIEMALS ansehen würde. Das sind alle Filme, in denen irgend eine Form von Gewalt vorkommt. Man muss dazu wissen, dass für Martina das Genre Horrorfilm schon bei „Bambi“ beginnt…

Und da ich meine Frau liebe, vermeide ich es, Filme anzusehen, die sie nicht mag, wenn wir mal abends Zeit daheim haben.

Jetzt war ich aber ne Woche Strohwitwer, also DVD-Player geladen und ab die Maus.

Was eignet sich da besser als Mel Gibsons „Apocalypto“? Sean hatte mir die DVD schon länger geliehen, aber erst jetzt kam die Stunde…

Worum geht es in dem Film? Zentralamerika kurz vor den Conquistadores: Ein Jägerstamm im Wald tut das, was Jägerstämme im Wald halt so tun: Tapire jagen, mit nackten Popos rumlaufen, Machowitze reißen und sich lustig vermehren (so gegeben), damit man auch morgen noch kräftig Tapire jagen kann.

Da kommt so mir nichts, dir nichts ein martialischer Mayasöldnerstamm zu Besuch, denn Maya City braucht Frischfleisch zum Pyramidenbau und für wohlinszenierte Menschenopfer, um den Sonnengott zu besänftigen (der scheints eine Vorliebe für Splatterfilme hatte).

Die haben aber die Rechnung ohne „Pranke des Jaguars“ gemacht, ein junger Jäger mit einem Sohn und hochschwangerer Frau, die er „Last Minute“ vor den Urwaldsöldnerrockern in einem Erdloch verstecken kann, zwar dann selbst verschleppt wird, schon blau angemalt auf dem Opfertisch plaziert wurde, aber dann das beherzigt, was der von den Mayas umgebrachte Papa ihm als Vermächtnis hinterlassen hat: Hab keine Angst, mein Sohn! Angst ist eine Krankheit, die alle befällt, die sie bei sich zulassen.

„Pranke des Jaguars“ lernt, dass das kein weltfremder Ignorantenspruch eines Urwaldmachos ist, sondern große Weisheit: Schlimmer als die Geschehnisse in diesem Film kann es wohl für den Menschen nicht kommen: Brandschatzung, Mord, Vergewaltigung der Frauen, Hinrichtung des Vaters vor den eigenen Augen, Quälerei, Versklavung, Menschenopfer, bei lebendigem Leibe herausgerissene Herzen, Hetzjagden durch den Wald, eine harte Natur mit Raubkatzen, Schlangen und Regen – der auch Erdlöcher, in denen eine schwangere Frau und ein kleiner Junge hilflos warten, überschwemmen kann. Aber hilft Angst? Ganz und gar nicht, „Pranke des Jaguars“ hat ein Ziel, nämlich seine Familie zu retten und zu überleben. Da gilt es, das zu tun, was dran ist, und an seinen Weg zu glauben. Er überwindet die Angst, und Undenkbares passiert…

Der Film zeichnet in über 2 Stunden ein atemberaubendes, gewaltiges Panorama dieser in jeder Hinsicht brutalen Welt und zelebriert eine Achterbahn existentieller Gefühle und Ängste. Man hört schon: Der Film hat mir gefallen, überaus gefallen.

Für zartbesaitete Zeitgenossen ist das aber nichts: Im Film wird gleich anfangs ein Tapir aufgespießt (übrigens, wer sich den Film ansieht: Die Szene merken, da gibt es eine Flashback-Pointe…), dessen Herz rausgerissen und seine Hoden verspeist, und dann hört das Sanfte in dem Film auf 😉 :

Ab da werden Menschen gequält, getötet, Kehlen durchgeschnitten, zwei Herzen bei lebendigem Leibe herausgerissen (nein, keine Rache für den Tapir, das war damals wohl en vogue), Köpfe abgeschlagen und die Pyramidenstufen runtergeworfen, Treibjagden auf Menschen veranstaltet, ein Jaguar beißt einem Menschen herzhaft ins Gesicht usw.

Warum soll man sich das angucken? Kann man das nicht netter machen? Ist Mel Gibson ein sadistischer Fundamentalist mit Spaß am Blutvergießen?

Klar kann man hier Parallelen zu Gibsons anderem Filmschaffen ziehen: Bekannt geworden ist Mel ja Anfang der 80er mit dem australischen Racheepos „Mad Max“, noch heute FSK 18, ein Film, der in meinem Freundeskreis damals Kult war, und der auch schon ein verstörendes Endzeitdrama mit eben dem einen Zentralmotiv war: Rache! Noch heute spuken mir die Bilder aus Mad Max im Kopf wie ein schlechter Albtraum. Den Film finde ich auch heute alles andere als förderlich, Rache ist natürlich nachvollziehbar, aber nichts, das man zelebrieren sollte, sondern deren Motive gehören aufgedeckt und beseitigt: Rache befreit nicht, Rache vergiftet.

Und dann die „Passion Christi“, Gibsons vorletztes Regiewerk mit der Passionsgeschichte als realistischem Showdown, also ebenfalls voller Gewalt.

Dazu meine Meinung: Die Gewalt in „Passion Christi“ ist leider, leider alles andere als übertrieben: Die Evangelien beschönigen nicht, dass Jesus Christus, der sanftmütige und liebevolle Sohn Gottes – abgeschlachtet wurde. Gibson hatte den Mut, einen Film zu drehen, der das zeigt, worüber die Evangelisten schreiben. Ich habe im Kino damals Tränen vergossen…

Bei Apocalypto habe ich nicht geweint, aber bemerkt, dass der Film ganz nebenbei, nur durch Bilder, Gesten der Schauspieler und zurückgenommene Dialoge, wichtige Fragen stellt:

– Was macht den Wert des Menschen aus?
– Was bedeuten Familie und Freundschaft?
– Was ist Angst?
– Wie meistere ich mein Leben?
– Was ist wirklich wichtig?
– Manipuliert Religion?

Es gibt übrigens ein Happy End – und dann kommen die Conquistadores….

Großes Kino in hinreißender Ästhetik – aber nichts für Weicheier 😉

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