Was glaubt Herr Schmidt?

Wohlgemerkt nicht Schmitt oder Schmitter, sondern Helmut Schmidt, Altbundeskanzler, „Schmidt Schnauze“, Hamburger, Offizier, Politiker und Staatsmann alter Schule, Kettenraucher, ZEIT-Herausgeber, von mir seit jeher hoch verehrt.

Kann man in einem Vorabdruck seines neuen Buches „Außer Dienst“ in der aktuellen ZEIT nachlesen:

http://www.zeit.de/2008/38/Schmidt-Vorabdruck

Fazit: Leider eigentlich gar nichts!

Im Nazitrauma war die Kirche Schmidt als Widerstandsinstitution wichtig. Im Krieg tröstete ihn der Gedanke, dass alle Obrigkeit von Gott eingesetzt ist und nichts gegen dessen Willen geschieht.

Nach dem Krieg keimten auch daran Zweifel auf. Gott, Jesus, Heiliger Geist, Jesus Gottes Sohn? Na ja, eigentlich für Schmidt nicht nachvollziehbar, warum sind dann nicht alle Menschen Gottes Sohn?

Schade, ich hätte mir gewünscht, dass Herr Schmidt auch zum Thema Glaube wenigstens intelligente Gegenargumente erwägt. Stattdessen drängt sich der Eindruck auf, dass Herr Schmidt mit dem Glauben soviel am Hut hat wie ein Eichhörnchen mit dem Geigespielen (das Copyright auf diese Aussage hat mein alter Kumpel Stefan Wahler, seinerzeit auf sich selbst bezogen).

Was bleibt? Immer kräftig sein Gewissen bemühen. Ach, Herr Schmidt, über das Thema würde ich gerne auf eine Zigarettenlänge mit ihnen reden. Der Himmel braucht Mentholzigarettenraucher und Staatsmänner ihres Kalibers! Ich bete jetzt jeden Tag für Helmut Schmidt. Wer als Kettenraucher 90 Jahre alt wird und noch nicht gläubig ist, mit dem hat Gott doch noch etwas vor!

Wer macht mit?

4 Kommentare

Eingeordnet unter Drucksachen, Politik, Vaterland

4 Antworten zu “Was glaubt Herr Schmidt?

  1. aber sein gewissen bemühen ist ur-protestantisch! er ist protestant. oder?

  2. wessnet

    Auf dem Papier evangelisch-lutherisch.

    Zitat aus seinem neuen Buch: „Selbst wenn das Wort Gott nur eine Metapher, eine Redensart wäre, die für den Kanon unserer ethischen Überzeugungen steht, läge die Verantwortung für die Einhaltung des beeideten Versprechens doch allein in meinem eigenen Gewissen.“ Das könnte noch missverständlich sein, aber die weiteren Ausführungen legen nahe, dass Gott für Herrn Schmidt wohl wirklich nur der Schirmherr des kategorischen Imperativs ist, oder letzterer ist gleich selbst Gott.

    Da hat Herr Schmidt wohl recht, wenn er seine Überlegungen damit beendet, u.a. Luther würde ihn wohl nicht als Christ ansehen. Ich frage mich nur, warum er es selber tut. Das „Gewissen“?

  3. LIEBER SCHMIDT ALS DEINEN CHRISTLICHER PERVESER GOTT …
    man redet immer von gotter zorn…
    kann ein gott zornig sein…?
    das wäre kein gott …
    kann einen gott müde werden ?
    das ist kein gott …ist nur eine erfindung von psico perversen christen
    verdammt wesen …genetische abfall …
    .
    Wenn schon will man an etwas glauben dann Buddismus ..
    alles andere ist verlogen , kriminell und pervers gefährlich für die gesellschaft …wie der autor dieses scheisse artikel..
    .
    bin
    ein franzose der wie helmut denkt

  4. Der verlogene, kriminelle und perverse Autor dieses Scheißartikels dankt für die Anteilnahme, hat übrigens gar nichts gegen Religionskritiker, hat aber eine andere Meinung.

    Ich motze daher nicht zurück, sondern frage höflich:

    Was denkt denn „Tizio“ genau?

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