Wo treffen sich Wahrheit und Liebe?

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20 Kommentare

Eingeordnet unter CityChurch, Vaterland

20 Antworten zu “Wo treffen sich Wahrheit und Liebe?

  1. Mailin

    Ich glaube, sie sind eins, nur anders.
    Wundere dich aber nicht, wenn du das nicht verstehst, ich verstehe das auch nicht.
    Vielleicht so: Die Liebe ist aus der Wahrheit und die Wahrheit ist aus der Liebe.

    Aber: Wenn ich weder weiß, was Liebe ist, noch was Wahrheit ist, woher soll ich dann wissen, wo sie sich treffen?

    Vielleicht im Kino?

  2. Zur Vertiefung:

    http://www.citychurch.de/predigtdownload

    (sobald dort „jesus 3.“ online ist, die Predigt von Christoph Schmitter von heute – gehalten im …Kino!)

  3. Mailin

    Ich habe keine Lust auf sogenannte Vertiefung von Predigern, bin oft genug selbst in der Kirche.
    Ich habe keine Lust auf Belehrungen und außerdem ist mir die Predigt entschieden zu lang. Redet ziehmlich um den heißen Brei herum.
    Wenn ich es hören wollte, würde ich selbst in die City-church kommen(hab ich mir übrigens schon öfters überlegt).
    Ich habe keine Lust auf abgefertigtes Wissen, das keines ist, auf Lösungen, auf Schlussfolgerungen. Gottes Wort- ein Konsumgut?
    Es gibt viele Bücher, die man lesen müsste, viele Reden, die man hören müsste, aber wirklich wichtiges habe ich immer von Gegenübern erfahren.
    Was ist mit dir? Warum verweist du auf andere Quellen? Hast du keine eigene Meinung?
    Das, was Christph Schmitter sagt, interessiert mich nicht, genauso wie es mich nicht interessiert, was der Papst sagt.
    Mich interessiert einzig und allein, was du sagst, du- mein Gegenüber, du- mein Ebenbild.
    Du.
    Und ich.

  4. Wo treffen sich Wahrheit und Liebe?

    In mir.

  5. @Markus: Ich denke, ich weiß, wie du das meinst, aber empfindest du das WIRKLICH so?

    @Mailin: Meine Meinung? Habe ich schon gesagt, diesmal mit einem Bild. Jesus am Kreuz. Das ist auch der Schluß der Predigt von Christoph: Da behauptet einer (=Jesus) von sich, die Wahrheit zu SEIN, kaum einer kritisiert, was Jesus moralisch lehrt. Nur sein Anspruch ist hoch, geradezu anmaßend, wenn er unberechtigt wäre. Was zieht einen in diesem Konflikt zwischen Wahrheit und Anspruch zu ihm? Seine unglaubliche Liebe. Ja, so sehe ich das auch.

    Welcher „heiße Brei“? Wo siehst du das Problem?
    PS: Findest du 34 Min. echt zu lang?

  6. @ Mailin

    Wunderbar, ehrlich und prägnant!

    @ wessnet

    Was glaubst du, was ich damit meine?
    Was glaubst du, empfindet Jesus, wenn er von sich als der Wahrheit spricht? Glaubst du, er hat sich gefühlt wie das, was man sich unter personifizierter Liebe und Wahrheit vorstellt, als Übermensch, erfüllt von strahlender Energie? Ja, so hat er sich bisweilen gefühlt, so wie das jeder mal kennt, und vielleicht hat er es öfter gefühlt als viele andere, das mag sein. Aber was solls? Er hat sich einfach gefühlt wie ein Mensch, froh, traurig, zornig, gute Tage, schlechte Tage. So wie ich und du. Nicht vergessen: Er war ein Mensch, nicht wahr.
    Ich fühle mich wie du, du fühlst dich wie ich, und Jesus fühlt sich wie wir beiden.
    Um deine Frage zu beantworten: Ja, ich empfinde das WIRKLICH so. Daran ist doch nichts Besonderes. Aber es ist nicht die Art von Empfindung, die man hat, wenn man etwas besonders Schönes erfährt, wo einem dann das Herz aufgeht, der Kopf federleicht wird, alles frei und voller Luft. Es ist eigentlich überhaupt keine Empfindung. Wahrheit und Liebe sind zwei Zettel für das Wahre Wesen oder den Tiefen Grund. Genau hier ist er, hier in mir und dir, in diesen Wörtern, die ich schreibe, die du liest, in meinem Computer. Ich bestehe aus Wahrheit und Liebe, restlos. Und du schließlich auch.

    Wenn es Grenzen für Wahrheit und Liebe gäbe, gäbe es keinen Gott. Und jetzt komme mir keiner und sage, ja, schon, aber entscheiden sei doch, dass man es annehme. Entscheidend wofür? Nur für mein Wohlgefühl. Man kann die Tatsache, dass man einen Körper hat, annehmen oder nicht – man hat ihn. Die Wahrheit ist jenseits von Annahme.

  7. Mailin

    Kann man sich für Gott entscheiden, ihn annehmen etc.? Oder sich auch gegen ihn entscheiden, sich vor ihm verschließen etc.?
    Ich weiß, ich schweife schon wieder ab….

  8. Mailin

    @wessnet

    Ich glaube, ich mag seine Art nicht, aber das sind vielleicht Vorurteile. Und: Ja sicher finde ich 34 Minuten zu lang für eine Predigt, besonders wenn ich sie mir zu Hause vorm Computer anschauen muss. In der Kirche ist ja ein ganz anderes „Flair“. Da kann ich meinen Blick schweifen lassen, komme zur Ruhe, bin in Gedanken. Da geht es weniger um Informationen, sondern um das Begreifen, Besinnung etc. (für mich).

  9. Gott akzeptieren oder ablehnen, das ist ungefähr so, wie die Tatsache, dass man lebt, akzeptieren oder ablehnen. Was ändert das? Ob man es umarmt oder hasst: man lebt.

  10. o.k., 34 Min am Computer, das ist u.U. langweilig.

    Kann man Gott „annehmen“? Für mich läuft das auf die Frage hinaus: Kann ich mit Gott kommunizieren, mit ihm reden, mich ansprechen lassen von ihm. Ob das geht oder nicht, hängt davon ab, ob Gott personal ist oder nicht. Wenn er das ist und ich mich vor ihm verschließe oder ihn schlicht ignoriere, ist Gott da, ich höre aber nichts von ihm.

    Wenn er nicht personal ist, sondern „wir alle“ oder krass reduziert: „Ich“ am Grunde meines Wesens, ist es wurscht, dann ist es so, wie es ist, ich kann es ERKENNEN oder nicht erkennen.

    Wären also zwei Lebensstile: Erkenntnis oder Kommunikation, Bewußtsein oder Religio.

    Noch mal speziell @Markus: Was ist dann mit den Eigenaussagen von Jesus, die Christoph in der Predigt zitiert? Stimmt es nicht ein wenig, was C.S. Lewis gesagt hat: Mit dem Anspruch ist man wahlweise ein Irrer – oder Gottes Sohn?

  11. Mailin

    @wessnet

    Ist Erkenntnis denn etwas, das ich willentlich herbeiführen kann, wie das vermeintlich der Fall ist, wenn ich mich entscheide?

  12. Falsche Baustelle, ich bin ja der „Beziehungstyp“, nicht der „Erkenner“. Ich weiß, dass ich nichts weiß, und nicht mal das…

    Aber ich erlebe Gott personal. Just an illusion?

  13. Mailin

    Ich bin nicht diejenige, die von Illusionen spricht.
    Weil ich sogenannte Halluzinationen erlebt habe, die mir wahrer erschienen als so manche stoffliche
    Wirklichkeit.
    Ich bin auch nicht der Papst. Zwinge mich nicht, dir eine Antwort zu geben, die ich nicht weiß.

  14. Mailin

    „Ob man es umarmt oder hasst, man lebt.“
    Ich glaube, das kenne ich sehr gut.

  15. @ wessnet

    Du, nicht bös sein, aber ich hör mir bestimmt keine Predigt an, bestimmt nicht. Da schwillt mir nur der Kamm. Du kannst mir ja die Stellen nennen, die da zitiert werden, wenn du meine Meinung dazu hören willst.

    C.S.Lewis mag Recht haben: ein Irrer oder der Sohn Gottes. Im Falle Jesu habt ihr das sicher schon entschieden, denn das Erstere scheidet naturgemäß aus, nicht wahr. Da versteht ihr die Frage rhetorisch, gelle? So, und jetzt komm ich und sage: „Ich bin die Wahrheit und das Leben.“ Ein Irrer oder der Sohn Gottes? Na, was meinst du? Ich wette, die Frage ist auch schon entschieden, nur andersrum! Was soll der Blödsinn, lasst C.S.Lewis doch in Ruh, vereinnahmt den armen Mann doch nicht so skrupellos, der hätte mit der City-Church wohl nichts am Hut. 🙂

    Und auch das versteh ich gar nicht: Woher du den Widerspruch von Erkennen und Kommunikation zauberst. Wo, bitte, soll da ein Widerspruch sein? Darf ich dich erinnern, dass biblisch „Erkennen“ so viel meint wie „Kennenlernen“, ganz personal, speziell – im AT – zwischen Mann und Frau, da sogar noch zugespitzt auf Sex. So, und wo ist jetzt der Widerspruch?

    Kann man mit Gott kommunizieren? Die entscheidende Frage ist: Kann ich mit dem kommunizieren, der ich in Wahrheit bin?

    Anders zugespitzt: In welchem Sinn kann Gott Vater mit Gott Sohn kommunizieren? Sind beide nicht eins? Und zugleich zwei?

    So kommunizierst auch du mit Gott UND bist er zugleich, nur so.

    Nochmal, weil es scheinbar immer noch nicht klar ist: Illusion heißt nicht (in Buchstaben: NICHT), dass es etwas nicht gibt, sondern dass es anders ist, als es auf den ersten Blick aussieht. Damit ist doch nicht bestritten, dass du Gott personal erfährst. Niemand bestreitet deine Erfahrung. Ich bestreite nur, dass er personal ist.

    @ Mailin

    Ich weiß, dass du das sehr gut kennst.

  16. Na, was hast du denn gegen Predigten? Die können gut und schlecht sein, wie alles. Musik, Bücher, Filme, Predigten, nevermind…

    Nur weil man C.S. Lewis mal zitiert, wird er wohl nicht gleich vereinnahmt. Magst Du ihn gern?

    Und jetzt die Steilvorlage: Erkennen = Sex, das stimmt. Die Alternativen bei personal/ nicht personal sind also im übertragenen Sinne Sex und Selbstbefriedigung…

    Aber Spaß beiseite: Das ist schon der Knackpunkt, das mit dem Personalen, gelle? Warum bestreitest du das denn? Warum ist Gott deiner Meinung nach nicht personal? Vielleicht auch a bisserl theologisch begründet?

  17. Ach ja, wenn du das von dir behauptest, steht es genau so auf dem Prüfstein wie bei Jesus. Das ist keine rhetorische Frage, sondern Ernst. Und es geht nicht nur um gefällige und interpretierbare Aussagen, sondern um alles. Alles! Viele Leute halten Jesus für einen tollen Morallehrer. Sind wir uns einig, dass das nicht geht?

    Wer ist Jesus für dich?

  18. Hey, was hast du denn gegen Selbstbefriedigung?!

    Nein, Predigten sind immer schlecht! Das ist natürlich Unsinn. Ich will damit nur sagen: Ich habe in meinem Leben so viel Blödsinn von der Kanzel gehört, mein Bedarf ist gedeckt. Einstweilen jedenfalls.

    Ich kenne C.S.Lewis nicht, aber als Ire war er sicher kein Freikirchler, oder?

    Das mit dem Personalen, ja. Warum ich das bestreite? Was ist eine Person? Daran hängts. Für mich bedeutet Person: Individuum, eigenes Gedächtnis, eigene Geschichte, eigene Meinung, eigene Gefühle und so weiter. Person ist für mich ein eng umgrenztes Konzept, eine am Körper haftende Erweiterung des Ego. Gott hat oder ist weder Körper in diesem Sinn noch ein Ego. Das heißt aber nicht, dass er nicht personal erfahren werden könnte. Aber er kann eben auch anders erfahren werden: als Stimmung, in einem Sonnenuntergang, als Stille, als Sex und so weiter. Personal und nichtpersonal. Alles ist er.

    Wenn die Aussage: „Ich bin die Wahrheit“ auf dem Prüfstein steht – wie willst du sie prüfen?

    Jesus war kein Morallehrer, das ist nur die Oberfläche. Jesus ist – für mich – der Sohn Gottes. Du übrigens bist das auch für mich. Was unterscheidet euch? Das Wissen darum.

  19. @wohnung berlin: Danke für den Besuch.

    Auf was genau bezieht sich denn der Kommentar, also WAS ist gut?

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