Mein Coming-Out

Auf die Gefahr hin, einen Großteil meiner treuen Leserschaft zu verlieren, bitte ich um Verständnis dafür, dass dringende Seelennot mich zu einem radikalen Offenbarungsschritt zwingt.

Lange habe ich mir überlegt, ob das Medium Internet der rechte Platz ist, um eine hochbrisante private Veranlagung aufzudecken, aber ich bin das Versteckspiel satt, und ich hoffe, dass viele ähnlich Veranlagte durch mein riskantes Voranpreschen ermutigt werden, es mir gleichzutun und mit ihrer wenig gesellschaftskonformen Orientierung an das Licht der Öffentlichkeit zu treten.

Ich gestehe: Ich bin heterosexuell, und nicht nur das, ich bin auch noch Monogamist.

Bevor sich nun viele angewidert abwenden, bitte ich sehnlichst darum, meinen Erklärungsversuchen ein paar Minuten ihr Auge zu schenken.

Ich hatte eine harte, prägende Kindheit: Meine Eltern trugen auch schon die o.g. Makel an sich. Sie verbargen es nicht einmal vor ihrer Umwelt, dass sie heirateten, daraufhin zusammenzogen, und was dann hinter zugezogenen Schlafzimmervorhängen in den 60ern geschah, kann ich wohl getrost der Fantasie meiner Leser überlassen. Obwohl schon in den 60ern in Deutschland so Manches möglich wurde, waren meine Erzeuger Sklaven ihrer Gene und ritten auf dem damals noch gesellschaftlichen Mainstream mit. Wie einfallslos und konservativ das auch war, war ihnen vielleicht gar nicht bewusst, mag auch sein, dass sie sogar noch versteckte Freude dabei hatten.

Sodann gaben sie auch ihrem Sohn keine Chance, sich sexuell in einer Weise zu orientieren, in der man heute im Abendprogramm von Arte punkten könnte: Das Anziehen von roten Strumpfhosen bei einem 5-Jährigen und das Gestatten des Ansehens der Hitparade mit damals schon hinreichend richtig Tickenden waren nur halbherzig weltoffene Erziehungselemente, die den Ballast der glücklichen Jugend in einem Hetero-Haushalt und der Gene nicht ausgleichen konnten.

Anstatt sich scheiden zu lassen, fremd zu gehen oder wenigstens gesellschaftskonforme Praktiken zu übernehmen, lebten diese Eltern treu zusammen und tun das heute noch.

Ich hoffe, dass so mancher Leser mein Dilemma nun schon besser nachvollziehen kann. So sehr ich mich auch bemühe, vergeblich: Da die sexuelle Orientierung eines Menschen nach Meinung führender Gelehrter schon im frühesten Kindesalter unabänderlich festgelegt und es durch verschiedene Studien zweifelsfrei erwiesen ist, dass die sexuelle Orientierung zu einem großen Teil von genetischen Faktoren bestimmt wird, kann ich noch so viele Antony- oder Morrissey-Platten hören, modische Männerschals kaufen oder den Oscar-Wilde-Film anschauen, bis ich schwarz (oh, sorry, das ist nicht politisch unkorrekt gemeint, nur so ne Redenswendung!) werde: Ich kann meine Perversion, auf Frauen zu stehen und das nur mit einer einzigen Dame meiner Wahl auszuleben, nicht ablegen.

Mein Problem wurde schon von führenden Sexualforschern thematisiert: Aufgrund der normativen Erziehung entstehen bei heterosexuellen Menschen zum Teil erhebliche Spannungen zwischen den Erwartungen der Umgebung an ihre Gefühle und den tatsächlich vorhandenen Gefühlen. Während zum Beispiel andere Jungs eine sexuelle Erregung beim Anblick von Jungs verspüren, empfinden Hetero-Jungs in derselben Situation ganz anders. Das führt oft zu einem subjektiven Gefühl des Andersseins und auch des Alleinseins. Viele Heterosexuelle glauben heute zunächst, ganz alleine und einzigartig zu sein mit ihren Gefühlen.

Vorausgesetzt, dass keine Verfolgung von Heterosexuellen droht, können heterosexuelle Frauen und Männer dieses emotionale Dilemma dadurch auflösen, dass sie einsehen und akzeptieren, tatsächlich anders zu sein und darüber hinaus zu erkennen, dass die an sie von anderen herangetragenen Erwartungen für sie nicht bindend sind. Die Betreffenden lösen sich von den Rollenerwartungen ihrer Umgebung, sie emanzipieren sich von der Rolle als potentiell Homosexueller. Das erfordert ein erhebliches Maß an Mut und Selbstvertrauen, da es auch das Eingeständnis der Zugehörigkeit zu einer Minderheit bedeutet, die zum Teil mit erheblichen Widerständen in Staat und Gesellschaft zu kämpfen hat.

Nun bin ich soweit und bekenne: Ja, ich bin ein Perverser! Ich tue es mit nur einer Frau. Und wo es nun schon raus ist, werde ich mich bemühen, mich für die Rechte Heterosexueller mutig in der Öffentlichkeit einzusetzen. Nicht nur, dass ich mich auf offener Straße trauen werde, die Zuneigung zu meiner Frau mit Händchenhalten und auch mal einem verstohlenen Kuss auszudrücken, ich werde, wo es geht, öffentlich mehr Aufklärung über die Sexualpraktiken Heterosexueller fördern. Manches wird ja heute unbesehen von der breiten Öffentlichkeit rundweg als pervers abgelehnt.

Ich weiß, wie sehr mir dieses Outing auf meinem künftigen Lebensweg schaden wird: Viele normal Veranlagte werden nicht nur hinter meinem Rücken über mich tuscheln, Witze reißen und mich verspotten, sondern mich schlichtweg schneiden. Politisch bin ich ruiniert, und an eine Karriere als Musiker oder sonstiger Kunstschaffender ist, außer im Alternativbereich, nicht mehr zu denken. Und ich werde nie zum Teddy-Award, dem schwul-lesbisch-transidentischen Filmpreis der Internationalen Filmfestspiele Berlin, eingeladen werden, aber sei’s drum:

Hier stehe ich und kann nicht anders! Gott helfe mir, Amen!

30 Kommentare

Eingeordnet unter Privat, Problem

30 Antworten zu “Mein Coming-Out

  1. Danke. Jetzt fühle ich mich nicht so einsam. Spaemann hat heute was Nettes dazu heute in der FAS gesagt – ich zitiere ein bisschen was auf meinem blog…;-)

  2. gibt es irgendeinen anlass für diesen eintrag? sauer, weil nicht zum teddy-award eingeladen? wurde dir eine rolle in der laien-musical-truppe vor der nase weggeschnappt? – spaemann. spaemann. spaemann.

  3. ach ja, und hier der soundtrack zu deinem eintrag:

  4. Mailin

    @wessnet

    Hmm, ich habe mir da ehrlich gesagt noch nie so ernsthaft Gedanken drüber gemacht. Woher soll ich wissen, dass ich hetero- bzw. homosexuell bin? Vielleicht irre ich ja in beiden Fällen und der/die Richtige ist mir nur noch nicht über den Weg gelaufen. Warum denkst du, nur mit einer Frau zusammen zu sein, sei pervers? Du solltest eher auf dein Herz hören anstatt der Allgemeinheit zu glauben.

  5. Bekenntnisse eines Heterosexuellen. Und dann auch noch monogam. Mutig! Ich reihe mich ein in diese seltene Spezies und setze noch eins drauf. Denn ich muss etwas verschämt zugeben: Das macht sogar Spaß!

  6. Mailin

    Ich reihe mich da nicht ein.
    Vielleicht bin ich ja doch normal??
    Und natürlich macht euch das Spaß, weil ihr nicht das denkt was ihr schreibt. Ihr denkt hingegen, dass das das einzig normale sei, was ja vielleicht auch stimmt und darum ist es nicht mutig sondern lächerlich.

  7. @Alle: Danke für die Anteilnahme

    @Yotin: Na ja, ich habe Ausschnitte aus dem Teddy-Award bei Arte gesehen, und dann reifte dieser Gedanke in mir…

    @Mailin: Satire ist immer „lächerlich“.

    Und falls es irgendjemand nicht verstanden haben sollte: Das ist kein Artikel „gegen“ homosexuell veranlagte Menschen. Dies ist ein nicht ganz so ernst gemeinter, aber auch nicht ganz unernster Artikel über Toleranz in ALLE Richtungen und allzu vorschnelle Pauschalbehauptungen jeglicher Art. Wenn man sich schon mit etwas auseinandersetzt, sollte man es ergebnisoffen tun… (muss man das jetzt echt erklären?)

  8. beisasse

    ja, das muss man erklären. einer der kommentatoren z.b. hielt es für eine satire über den angeblichen terror politischer korrektheit und bemüht auch noch robert spaemann als kronzeugen. oder man könnte es auch lesen als selbst-pathologisierung eines heterosexuellen, der auch einmal in die opferrolle schlüpfen will, die er dem homosexuellen neidet.

  9. „Terror“ würde ich es nicht nennen, aber es ist schon auffällig, dass es Dinge gibt, über die man sich nicht ohne Aufschrei satirisch hermachen darf. Es wundert mich eh schon, warum es hier nicht Schmähkommentare hagelt.

    Ich muss ergänzen: Das oben ist auch eine Mediensatire. Manchmal gewinnt man nämlich den Eindruck, das statistisch Exotische ist das neue Normale.

    Ich neide Niemandem eine Opferrolle. Ich frage mich nur ständig, warum private sexuelle Vorlieben eine ganze Kultur hervorbringen, warum der Wunsch nach Akzeptierung der Privatsphäre genau das Gegenteil, nämlich massive Herstellung von Öffentlichkeit, produziert.

    Wissensfrage noch: Den Herrn Spaemann kenne ich nicht. Ist das ein Buhmann der katholischen Theologie, oder warum ist es problematisch, ihn als Kronzeugen herzunehmen? (Wikipedia hat mich noch nicht schlauer gemacht)

  10. Nur mal so am Rande im Namen der Toleranz gefragt: wer bestimmt, wen man zitieren darf? Wer diktiert, was Wahrheit ist?

  11. @ wessnet

    Leven Fründ, wat soll et Janze?

    Nun gut. Wer sich outet, dem haut man gern mal sein Outing um die Ohren. Ich jedenfalls tus gern.

    Monogam heißt ja nicht: mit einer Frau VERHEIRATET sein (hallo, mein Name ist wessnet und ich bin Christ, falls das noch keinem aufgefallen ist), sondern ist ein biologischer Begriff, der sagt, dass ein Männchen im Rhythmus derselben Brunft nur ein Weibchen begattet. So weit stimmt das wohl, gell, Herr wessnet. Aber ich vermisse ein wenig deine wilde Vergangenheit, die gemäß dieser „Satire“ zur Irrung und Wirrung verkommt, als wär das kein rechtes Leben gewesen.

    Da lob ich mir doch König David, der – scharf wie Nachbars Lumpi – der geilen Bathseba nachsteigt, sie schwängert und zur Abrundung ihren Mann ums Eck bringen lässt, wonach er dieselbe als zweite Frau ehelicht. Das nenn ich zielführend, allerdings nicht monogam. Und das macht einen großen biblischen König aus!

    Wie abgeschmackt dagegen hier diese heterosexuellen Einlassungen. Obendrein noch selbstzufrieden und selbstgerecht und allzu unsubtil. Bist du etwa stolz, monohetero zu sein? Wärst du so multisexuell wie ich, das wär was zum Stolzsein: Homo, Hetero, Masturbator, Fetischist und Sodomist in einem.

    Stichwort Forschung: Jeder Knabe macht eine Homophase durch, auch wenn das deiner Erinnerung entglitten ist. Eine fetischistische und masturbatorische auch. Hast du es noch nie mit einem Frauenstrumpf getrieben? Oder einem Schaf? Du bist zu bedauern.

    Leute, erweitert mal eure Horizonte, ihr verstellt euch ja selber die Aussicht.

    @ Susi

    Wie viel Spaß das macht, monohetero zu sein, das kann nur der recht einschätzen, der anderes erprobt hat. Also entweder ist deine monohetero-Erfahrung nicht die einzige, also eben nicht mono, mithin auch nicht als solche zu preisen, oder deine Spaßbeurteilung schwebt im luftleeren Raum.

  12. @Markus: Du wirst dich wundern: Mir gefällt dein Kommentar ausgesprochen, und ich habe gerade herzhaft gelacht.

    Ich finde ihn aber nicht nur lustig und ehrlich und somit in dieser Kombination unterhaltsam, sondern auch an einem Punkt aufschlussreich:

    „Jeder Knabe macht eine Homophase durch, auch wenn das deiner Erinnerung entglitten ist.“ Gilt das auch umgekehrt, jeder praktizierende Homosexuelle macht eine Heterophase durch (womit wir wieder bei der Konstruktion des Artikels angelangt wären)? Dann hätte ausgelebte Sexualität auch immer etwas mit einer Willensentscheidung zu tun. Ich denke, dass das so ist. Ich bin sogar überzeugt davon, dass das so ist, denn niemand ist ja dauerhaft „gezwungen“, Sex mit einem Schaf oder einem Damenstrumpf zu haben.

    Und in dem Moment geht es dann auch um Liebe, um die Hingabe an einen Anderen.

    Und gerade meine „wilde Vergangenheit“ war eine Erfahrung, die mich gelehrt hat: Wichtig ist auf Dauer nicht, dass ich meinen Spaß suche, sondern eine echte Liebesbeziehung (die natürlich nur stabil sein kann, wenn der Andere sie erwidert). Weniger schön ist, dass eine „wilde Vergangenheit“ nicht nur ein lustiges Experimentierstadium ist, sondern auch ganz reale Verletzungen bei den Partnern hinterlassen kann. Da tut mir heute Vieles leid. Wirklich!

  13. @Wegbegleiter: Kennst du Herrn Spaemann genauer? Yotin scheint sich ja überhaupt an dessen Person (oder seiner Lehre?) zu stoßen.

    Habe deinen Post gelesen und fand den auch keinesweges „falsch“, sondern eine interessante, fast zeitgleiche ähnliche Beschäftigung mit dem Thema.

  14. @ wessnet

    Das freut mich ja, dass du gelacht hast. War ja auch satirisch!

    Jetzt aber: die Sache mit der Willensentscheidung. Definitiv NEIN. Diese Phasen, von denen ich gesprochen habe (und die sicher bei Homos genauso verlaufen, und nicht umgekehrt), haben mit Willensentscheidungen so viel oder wenig zu tun wie die Entscheidung darüber, ob man ein cholerischer Typ ist oder ob einem in der Schule Lateinlernen leicht fällt. Das ist wichtig!

    Dass es auf Dauer um Liebe und Hingabe geht, ist damit keineswegs bestritten. Ich bestreite auch nicht, dass man Entscheidungen treffen kann, sogar muss. Aber man kann über seine eigene Prädisposition nicht entscheiden, man kann nicht seine eigenen Determinanten wählen. Das Leben besteht darin, sie anzuerkennen und damit umzugehen.

    Allerdings: umgehen. Nach welchen Kriterien? Moralischen? Ethischen? Kaum, das sind ja eben auch Determinanten! Die einzig nicht-determinierte Grundlage ist die Wahrheit meines Lebens. Und was soll das nun wieder sein? Fließen.

  15. Ach, übrigens: Ich bin nicht STOLZ, monohetero zu sein, finde das aber sehr schön, befriedigend und bin glücklich dabei. Habe zuweilen das Gefühl, dass das heute schon eine Exotenmeinung ist. Und das viele Leute, die sich gut vorstellen könnten, gleichzeitig mit 10 Superfrauen liiert zu sein, das etwas unreflektiert zu ihrem feuchten Tagtraum machen.

    Du hast gewiss Recht damit, dass man nicht Herr über seine Anlagen ist. Man muss aber auch nicht ihr Sklave sein, und: Ich kann Liebe zu einem Leitmotiv, zur Wahrheit meines Lebens machen. Wie? An die Quelle der Liebe gehen und aus ihr trinken (das mit den Bildern habe ich bei dir abgeschaut, und es gefällt mir zunehmend, Bilder zu verwenden).

  16. „An die Quelle der Liebe gehen und aus ihr trinken“

    nothing to add

  17. @Markus: Spaß ist Spaß, oder? Den kann mir echt keiner absprechen. 30 Jahre gelebte Liebe ist keine Luftblase. Ich find’s schade, wenn es selbstzufrieden und selbstgerecht rüberkommt, so ist’s nicht gemeint. Aber es bleibt: Ich brauch nix und niemand anderen als grad meinen Mann. (Das spricht übrigens nicht gegen abwechslungsreichen Sex.) Aber was soll ich weiter suchen, wenn ich das ultimative Glück mit ihm gefunden habe? Zu früh mit zu wenig zufrieden? Nee, sicher nicht, im Gegenteil. Mit Sex ohne Treue wär ich nicht zufrieden. Manchmal bedeutet Bindung Freiheit. Und der ewige Impuls auf der Suche nach dem nächsten Kick Gebundenheit.

  18. … und dann werfe ich noch mal einen etwas längeren „Bericht eines Insiders“ als link in die Diskussion: http://www.franz-mgn.de/ernstes/mosen.html

  19. Mailin

    Ich habe mich auch wahnsinnig amüsiert.
    Na klar wusste ich, dass das nicht ganz ernst gemeint sein kann, so blöd bin ich dann doch nicht, mir fehlt nur der Hintergrund, verstehe nicht so ganz warum.
    Ich würde ja jetzt auch gerne so ein selbstüberzeugtes Bekenntnis ablegen, aber ich bin da echt unschlüssig.
    Zumindest weiß ich schon mal dass ich weiblichen Geschlechts bin und möchte das auch nicht ändern.

  20. @ Susi

    Das ist so das Stereotyp: Die ultimative Liebe incl. Sex – vs. Sex ohne Treue. Nö, das ist nicht die Alternative. Warum nicht Sex mit mehreren und allen treu? Oder die ultimative Liebe ohne Sex und eine andere, weniger ultimative Liebe mit Sex? Und so weiter, ach, es gibt so viele Möglichkeiten, nicht nur die, die sich als christlich verstehen. Und auch das mit dem Kick des Neuen – ach, das ist doch ein Fernsehmythos. Wer tickt denn in Wirklichkeit so, hm?

    Ich kann euch Leuten nur wünschen, dass mal Irritationen in euer Dasein brechen, damit die Fülle des Lebens spürbar wird.

  21. beisasse

    genau das meinte ich: diese übersensible selbstpathologisierung der aufrechten nicht-politisch-korrekten, die manns genug sind, die wahrheit zu sagen – doch leider ungehört, gleicht doch haargenau dem übersensiblen aufschrei schwuler agitation. robert spaemann und [bitte namen für schwulen agitator einsetzen] sind geschwister, sie brauchen sich gegenseitig. so wie kölns schwule community ihren kardinal braucht und er sie.

  22. @ beisasse

    Vermutlich ist die Selbstpathologisierung der vermeintlich Mutigen sogar schlimmer als der Aufschrei der Underdogs, weil Letztere gute Gründe haben oder einst hatten, Erstere aber aus kindischem Trotz oder Geltungsbedürfnis handeln.

  23. Wo findet denn hier ernsthafte Selbstpathologisierung statt? Lasst doch mal Satire Satire sein. Dürfen wir nicht alle Spaß und eine Meinung haben?

  24. @Markus: Sex mit mehreren und allen treu ist halt nach meinem Verständnis ein unvereinbarer Widerspruch.
    Übrigens: „Wie viel Spaß das macht, monohetero zu sein, das kann nur der recht einschätzen, der anderes erprobt hat. “
    Das gilt doch auch umgekehrt, oder? Nach deiner These sollte man, um mitreden zu können, dann ja auch eine Beziehung aus eigener Erfahrung kennen, die auf einem Versprechen zur lebenslangen Treue basiert und auch entsprechend gelebt wird, so dass eine Tiefe, Vertrautheit und natürlich!!! eine Fülle des Lebens erreicht wird. Und wenn du das hast, willst du nicht anderes mehr. Alles andere wäre Absturz des Glücks, nicht eine Steigerung.

  25. beisasse

    sorry, thorsten. mein kommentar bezieht sich nicht auf dich, markus, susi oder mailin. markus: du hast recht.

  26. @ Susi

    Du hast natürlich Recht. Ich wollte nur das Stereotyp konterkarieren, weil ich Stereotype HASSE 🙂

    @ beisasse

    Und ich füge noch hinzu: … aus Trotz, Geltungsbedürfnis und – In-Toleranz. 😉

  27. @Markus: Verstehe ich gut. Aber wenn mein Lebensentwurf zufällig in ein stereotypes Muster fällt, was hilft’s , wenn er mir halt gefällt?

  28. curioustraveller

    Heterosexuell und dann noch Monogamist? Ist das noch therapierbar?

    😉

    Willkommen im Club!

  29. @curioustraveller:

    Ich fürchte, mir ist da nicht zu helfen.

    Nett aber, dass du hier mal vorbeischaust und dich auch als Betroffener outest 😉

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