Monatsarchiv: März 2009

Das Fazit der POST-Predigt…

..noch mal schriftlich zum Nachlesen:

Es ging um die Unterhaltung zwischen Nikodemus und Jesus in Joh. 3 (h i e r  zum Nachhören).

Conclusio:

  • Jesus will uns nicht den letzten Kick für ein ultimativ geistliches Leben aus eigener Kraft geben, sondern er stellt uns vor eine Entscheidung: Reich Gottes oder nicht. Knapp vorbei ist auch daneben, wer dabei sein will, braucht Wasser, d.h. Hintersichlassen des Alten, und Geist, d.h. Gottes Geist durch den Glauben an Jesus.
  • Der christliche Glaube ist nicht der Glaube an ein Buch, sondern an einen Gott, der mir durch Jesus und mit dem hl. Geist nahe kommt, er ist eine Beziehung, keine Erfüllung von Spielregeln. Er ist daher flexibel und wandelbar, ich muss an der Beziehung dran bleiben, sonst verpasse ich das Wesentliche, bekomme Gott nicht „live“ mit.
  • Der Beginn ist ein mutiger Glaubensschritt, ein Neuanfang, indem ich, vielleicht noch staunend und mit Schlafdreck in den Augen, einfach glaube, annehme, dass Gott so ist, wie er mir in Jesus nahe kommt: Nicht um zu richten, sondern um zu retten. Ich schmiege mich an den Löwen, weil ich darauf vertraue, dass er mich bedingungslos liebt, weil er sogar den Tod für mich nicht scheut. Weil er zum Äußersten bereit ist, nur um mir klar zu machen, wie wichtig ich ihm bin, weil er will, dass mein Leben gelingt.

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Lieber ein Ende mit Anfang als ein Anfang mit Ende

„Meine Freunde, ihr seid die Samenkörner, die Gott auf der Erde ausgestreut hat; ihr tragt im Herzen eine Kraft aus der Höhe, die Kraft des Heiligen Geistes. Um allerdings Früchte zu tragen, müsst ihr bereit sein, euer Leben hinzugeben. So wie Jesus es uns vorgemacht hat: Seine Kreuzigung schien das völlige Scheitern, aber sie war es nicht! Er wurde zum Samenkorn, das Frucht brachte in jeder Zeit und für alle Zeiten!“

(Papst Benedikt XVI. in Angola)

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Ist die Evolutionstheorie wahr?

Bildet Euch selbst eine Meinung:

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40 Jahre durchfressen und trotzdem beliebt sein wie Weihnachten und Geburtstag zusammen…

Nein, nein, ich rede nicht von mir: Meine Essgewohnheiten haben noch keine kindliche Massenbegeisterung ausgelöst, obwohl sich da auch seltsame Rekorde im Vertilgen von Naschwerk, vor allem schokolastigen, berichten ließen…

Ferner ist es etwas erschreckend, selbst älter zu sein als ein Kinderbuchklassiker. Nämlich „Die kleine Raupe Nimmersatt“, heute vor 40 Jahren erschienen.

Wer kennt sie nicht, die kleine Fressbibel für Kinder und große Kinder, in der die Titelfigur eine Fressodyssee durch Gesundes und Ungesundes unternimmt, unersättlich, wenn auch im Exzess mal mit Bauchweh bestraft. Die, wo man so schön die Finger in die Fresslöcher hineinstecken kann, staunend über die obeliske Fresslust des kleinen Caterpillars.

Wenn man Kind ist, ist das ja genau meine Welt, Essen ist ein Hauptvergnügen, und wie sagt schon der vollschlanke Gallier:“ Kann man auch zu viel essen?“

Oh ja, rufen ihm leidgeprüfte Postkinder zu, so auch der Schreiber dieser Zeilen, der mal im Hochzeitsurlaub auf Malle seiner frisch angetrauten Gattin im Aufzug nach einem opulenten Abendbuffet eröffnete, gleich zu platzen. Schuld waren diese Mallorquiner, warum bieten die beim Abendbuffet gleich zwei verschiedene frisch gegrillte Fische an…

Aber der Traum der endlosen Esslust hängt uns noch aus der oralen Phase nach, so erfreut sich auch der vorlesende Scheinerwachsene an diesem opulenten Bildermärchen.

Und dann wird es irreal: Der maßlose menschliche Vielfraß wird ein Fall für die Ernährungssprechstunde, die Raupe dagegen – ein Schmetterling.

Und da haben wir auf einem Haufen alles, was das menschliche Herz erwärmt: Ein Mysterium, unverdiente Gnade, ein Happy End, Hoffnung auf das Ende.

Kommt mir irgendwie bekannt vor. Gibt es da nicht noch so ein weltweit verbreitetes Buch mit ähnlicher Message?

Also, liebe Raupen und Schmetterlinge: Party for the very hungry caterpillar!

Und: Wohlsein!

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Schon vergessen?

Alles auf dieser Welt ist nur ausgeliehen. Darum lasst uns die Leihgaben genießen. Wir kamen mit nichts außer Liebe, und so gehen wir auch wieder mit nichts als Liebe. Check it out!

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Von einem, der auszog, das Grübeln zu verlernen

Wenn es etwas gibt, das ich gerne endgültig ablegen möchte, ist es das Grübeln.

Mein Beruf bringt es mit sich, Probleme von hinten nach vorn und wieder zurück zu überdenken, alle Möglichkeiten kritisch abzuwägen, an Hindernisse zu denken, die noch keiner bedacht hat, und dann eine Entscheidung zu treffen. Daran habe ich Freude, was äußerst hilfreich dazu ist, kompetent zu beraten.

Die Kehrseite der Medaille ist, mit jeglichen Problematiken, auch im privaten Bereich, so umzugehen. Der Gedanke kommt, ich erwäge, stelle Spekulationen an, die Gedanken kreisen und lassen sich irgendwann nicht mehr abstellen. Das nennt man dann wohl Grübeln.

Weise Exerzitienmeister wie Franz Jalics weisen berechtigt darauf hin, dass Gedanken und Gefühle, so man ihnen Raum gibt, Gift für die Seele und mein Verhältnis zu Gott sind. Gelernt werden will die reine, unverfälschte Wahrnehmung. Ich betrachte einen Baum, denke aber nicht an das Alter des Baumes oder das Waldsterben, sondern nehme den Baum nur wahr, wie er ist.

Wie sagt Jalics so schön: In der Ewigkeit werden wir nicht über Gott nachdenken, sondern ihn nur schauen. Das ist die reinste Form der Verbundenheit, Gott, die Mitmenschen und die Natur so zu nehmen, wie sie sind, in der reinen, unverfälschten Anschauung. Könnte es eine schönere „Erholung“ geben?

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