Monatsarchiv: April 2009

Ich will ein Kind, oder besser so ca. 50!

Warum so plötzlich? Weil Kinder doch etwas sehr, sehr Schönes sind und das hier gerade mein Herz erwärmt hat wie einen Bratapfel im Steinofen:

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Ein Stück offener Himmel…

Freunde von mir betreiben die Hilfsorganisation Open Heaven, die sehr gute Projekte unterstützt. Ich veröffentliche daher gerne und mit der Bitte um rege Unterstützung, sei es im Gebet oder schlicht mit „Kohle“, die aktuelle Pressemitteilung:

Münchner Hilfsorganisation Open Heaven unterstützt Frauenhaus in Thailand

21.04.2009 | München, Bangkok

Menschenhandel gilt als der am schnellsten wachsende Verbrechenszweig weltweit. 1,36 Millionen Menschen in Asien und der pazifischen Region werden durch Zwangsarbeit – hauptsächlich in der Sexindustrie – ausgebeutet. Schätzungen nach sind mehr als die Hälfte davon Kinder. Die Gewinne aus dem Menschen- und Frauenhandel belaufen sich laut einer Studie der Internationalen Arbeitsorganisation auf zirka 31 Milliarden Dollar pro Jahr. Für die USA ist der Kampf gegen diese „moderne Form der Sklaverei“ „eine der größten Herausforderungen unserer Zeit auf dem Gebiet der Menschenrechte“.

Die Mehrheit der Opfer sind Frauen und Kinder

„Ich fühle mich, als ob sie mir mein Lachen genommen hätten und ich es nie wieder zurückbekommen kann.“ So wird Liliana, eine in den Sexhandel verstrickte junge Frau im 8. Jahresbericht der USA über Menschenhandel zitiert. Die physischen und psychischen Auswirkungen der kommerziellen sexuellen Ausbeutung sind immens und noch lange, nachdem das Opfer seinem Peiniger entkommen ist, spürbar.

Eine Studie aus dem Jahr 2006 hat herausgefunden, dass 76% der gehandelten Frauen misshandelt, 90% sexuell missbraucht und 91% mit Mord, Schlägen oder hohen Schulden bedroht worden waren.

Open Heaven München hilft

Deutsche begehen laut Bundeskriminalamt vor allem in Südostasien sexuellen Missbrauch an Kindern und Jugendlichen. Die Münchner Hilfsorganisation Open Heaven hat sich deshalb zum Ziel gesetzt, dort Hilfe zu leisten, wo sie auch gebraucht wird. Unterstützt wird ein Projekt im thailändischen Phuket, das den betroffenen Frauen und Mädchen neue Perspektiven bietet. Das SHE-Projekt wurde 2006 ins Leben gerufen, um den vielen Frauen und Mädchen, die – durch Armut oder Menschenhändler gezwungen – in den dortigen Clubs und Bars als Prostituierte arbeiten, eine alternative Einkommensquelle sowie eine Ausbildung zu ermöglichen. SHE steht dabei für Selfhelp und Empower – Hilfe zur Selbsthilfe!

Wie auch bei Open Heaven handelt es sich bei SHE um eine christliche Nichtregierungsorganisation, in der überwiegend ehrenamtliche Mitarbeiter tätig sind. Neben der Arbeits- und Ausbildungsmöglichkeit wird auch Beratung für die Opfer von Prostitution und Sexhandel angeboten, um ihnen aus der Sexindustrie herauszuhelfen. Jegliche Hilfe wird ausschließlich für die Betroffenen verwendet, um ihnen ein neues Zuhause, eine neue Tätigkeit sowie neue Freundschaften zu schenken und vor allem, um ihr Selbstwertgefühl wieder aufzubauen.

Die Mitarbeiter vor Ort verbringen die meisten Nächte in den Bars von Phuket, um Kontakt mit den Prostituierten zu knüpfen und Vertrauen zu ihnen aufzubauen. Die Frauen und Mädchen werden darüber aufgeklärt, dass es einen Ausweg aus ihrer vermeintlich ausweglosen Situation gibt. Wenn sie wollen, können sie einen bezahlten Job bei SHE bekommen, indem sie Dinge wie Pralinen, Seifen und vor allem Schmuck herstellen, die später am Strand vor Ort und über das Internet verkauft werden.

Im Moment arbeiten 15 Frauen in der Einrichtung; es sind jedoch neue Räume geplant, in denen bald 50 Frauen einen Arbeitsplatz finden werden. Einige wohnen übergangsweise in den Notunterkünften der Einrichtung, kehren dann zu ihren Familien zurück oder gründen mit anderen Frauen Wohngemeinschaften in der Nähe des Projektes. Mit dem Schmuckhandwerk schaffen sich die Frauen eine erste Überlebensgrundlage. Das Projekt finanziert sich über den Verkauf der handgemachten Dinge über das Internet sowie über Spendengelder. Mehr Infos zum Projekt und das Schmuckhandwerk gibt es unter www.open-heaven.eu

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Helfen Sie mit und schenken Sie jungen Frauen und Mädchen eine neue Zukunft!

Spendenkonto

Open Heaven e.V.

Stadtsparkasse München

BLZ 701 500 00

Konto 1000445211

BIC: SSKMDEMMXXX

IBAN: DE84701500001000445211

Pressekontakt

Open Heaven e.V.

Matthias Weber

Schöttlstraße 9

81369 München

T +49 89 12 41 59 90

F +49 89 7240607-15

presse@open-heaven.eu

www.open-heaven.eu

Info Open Heaven

Open Heaven ist eine internationale, christliche Hilfsorganisation mit Sitz in München. Der gemeinnützige Verein wurde im Sommer 2008 von Matthias Weber ins Leben gerufen. „Ein Stück Himmel auf Erden schenken.“ Das ist der Traum von Open Heaven. Open Heaven unterstützt die Ärmsten der Armen wie Waisenkinder, in den Sexhandel verstrickte Frauen und politisch verfolgte Menschen mit vielfältigen Hilfsangeboten. Open Heaven arbeitet mit einem Netzwerk aus Partnerorganisationen und Kirchengemeinden in Asien und Afrika zusammen. Als Christen unterschiedlicher Konfessionen helfen die Mitarbeiter von Open Heaven Menschen in Not, unabhängig von ethnischer Herkunft, Religion oder Nationalität. Antrieb und Motivation ist die Liebe zu Gott und den Menschen.

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Plan B

Dass ich das noch erleben darf:

Ich bete. Tatsächlich. Täglich. „Länger“.

Na, wird jetzt mancher unken: Du bist doch einer dieser christlichen Heinzis aus der Citychurch, das sind doch alles alte Betbrüder.

Ja, so sollte es wohl sein, ich bekenne allerdings: Ich war noch nie ein guter, ausdauernder Beter. Morgens bin ich zu müde, tagsüber zu beschäftigt, abends zu aufgedreht, im Bett schlafe ich beim Beten ein.

Fazit: Wenn man es sich nicht einplant, betet man – wenig. Oder auch mal gar nicht.

Am Freitag abend hat es dann in einem „exKurs“ der CC bei mir eingeschlagen. Eine liebe Schwester im Glauben hat davon berichtet, dass sie sich einen Gebetsplan erstellt hat, jeden Tag der Woche ein anderes Anliegen, bestimmte Zeiten, Samstag ist Pause.

Mr. Oberspontan Myself musste sich eingestehen, dass es wohl nur so bei ihm mal was wird mit dem Beten.

Und siehe da: Es funktioniert. Es macht Spaß. Ich bete. Näheres demnächst hier. Ich muss jetzt mal eben beten…

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O Haupt voll Blut und Wunden

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Seemannsgarn, ausnahmsweise nicht vom Blaubären

Die unglaublichste Geschichte der Welt, welche ist das wohl?

Deutschland wird wiedervereinigt? Lange nicht geglaubt, längst gelaufen.

Deutschland wird Weltmeister im Fußball? Wunder gibt es immer wieder!

Ich kaufe ein modernes Produkt und es hält 30 Jahre? Mmmh, schwer…

Microsoft entwickelt ein absturzsicheres Betriebssystem? Ho, ho, mal sehen!

Ein Mann wäscht regelmäßig ab, putzt das Klo und trägt den Müll runter – schon sehr schwierig 😉

Wellenzwerge sorgen für die Wellenbildung auf dem Meer? – Käpt’n Blaubär, übernehmen sie!

Nein, die unglaublichste Geschichte der Welt ist – die Auferstehung! Steht in der aktuellen ZEIT , heute druckfrisch am Kiosk, im Feuilleton aufwartend mit einer hinreissenden Titelgeschichte von Autorin Sabine Rückert, deren Lektüre ich gerade hinter mir habe und wärmstens empfehlen kann.

Ja, es stimmt: Die biblische Geschichte der Auferstehung Christi ist kein rührseliges antikes Unterhaltungsstück, sondern eine unfassbare Zumutung, wenn man sie recht liest, nämlich als Erlebnisbericht von Gläubigen, die sie genau so verstehen, wie sie dasteht: Christus ist auferstanden. Vom Tod! Nix dunkler Sensenmann, ewige Ruhe, sondern back to life, back to reality.

Ist das nicht alles ein großer Schwindel? Lustige PR-Strategie einer vorderasiatischen Kleinstsekte? Jesus war in Wirklichkeit nur so ein bisserl tot, scheintot? Gut, das Grab war leer, da wurde halt der Leichnam beiseite geschafft? Da wollten sich ein paar Freaks wichtig machen?

Nun, warum aber dann der lebensverändernde Glaube der ersten Gemeinde? Warum werden aus feigen Fischern mutige Märtyrer? Wegen einer Quatschidee?

Nein, so zeigt die Autorin auf, und so ist es auch meine Meinung und Erfahrung:

Wegen der Begegnung mit dem Auferstandenen und der ungeheuren Botschaft, die sie in sich trägt: Eine Existenz frei von Angst, mit Blick auf das Ewige, Transzendente, verknüpft schon mit dem Hier und Jetzt: In der Welt, da habt ihr Angst, ABER…

Statt „fürchtet euch sehr“ nun: „Fürchtet euch nicht“. Da hat EINER die Welt überwunden und Hoffnung gebracht, die schon und erst recht hier, heute wirksam wird und Veränderung bringt. Sie macht auch aus mir einen Auferstandenen.

Nein, für ein leeres Grab würde niemand sterben, nicht einmal schlecht dafür leben. Wegen einer verändernden Begegnung mit dem Auferstandenen würde man aber notfalls auch in den Tod gehen – und bekommt damit das Leben geschenkt.

Das wünsche ich euch allen für Ostern: Eine Begegnung mit dem Auferstandenen! Nur du und er.

Der Herr ist auferstanden. Er ist…

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Mein neuer Vorlesefreund – Per Anhalter unter Ulmens Fittichen

Freunde der Kultbuchreihe „Per Anhalter durch die Galaxis“ sind Kummer gewöhnt:

Erst einmal, weil menschlicher Kummer ein Leitmotiv der „Trilogie in fünf Bänden“ ist: Arthur Dent, der tragische Held, dessen Tag beschissen anfängt – und dann kommt es schlimmer; der paranoide Androide Marvin, die nach dem Sinn suchenden Jünger von „Deep Thought“, ein Walfisch mit kurzer Lebensdauer usw. Halt der ganz normale Wahnsinn unseres Universums…

Dann der viel zu frühe Tod des Kultautors Douglas Adams, der übrigens auch das fantastische Buch „Die Letzten ihrer Art“ unter die Menschheit geworfen hat (wer könnte, einmal gelesen, je die Warangeschichte vergessen?).

Na ja, und an der filmischen Umsetzung sind jetzt auch schon zwei Teams gescheitert. Gut, die BBC-Verfilmung ist ganz nett, aber nicht so chaotisch-kreativ, wie es sein könnte, und über die jüngste Verfilmung decken wir mal den Mantel des Schweigens.

Umso überraschender, dass soeben die Ulminative (äh, ultimative) Hörbuchfassung auf den Markt gekommen ist ( h i e r ).

Vor Christian Ulmen bekomme ich langsam Hochachtung: „Mein neuer Freund“ war schon ein Meilenstein, saubere schauspielerische Leistungen pflastern seinen jüngsten Weg, so z.B. „Herr Lehmann“ oder „Elementarteilchen“.

Wer sich aber das Per-Anhalter-Hörbuch reinpfeift, wird kaum umhinkommen zu sagen: Da hat der Stoff seinen Meister gefunden.

Ulmen liest den kompletten ersten Band vor, mit der nötigen ironischen Distanziertheit ohne Manierismus als Erzähler, dagegen verleiht er jeder Figur, alle auch von ihm selbst gelesen, mit lauter guten Ideen einen individuellen Stil, der es dem Hörer unmöglich macht, das Buch künftig zu lesen, ohne diese „Typen“ sprechen zu hören.

Lauter „neue Freunde“: Arthur Dent ist natürlich relativ normal, Ford bekommt so eine lustige Quakstimme, Zaphod nuschelt lindenbergisch-freakig daher, Marvin spricht herrlich abgehackt, wie es sich für einen depressiven Roboter gehört, und „Deep Thought“…nein, das verrate ich nicht, den Gag müsst ihr selbst rausfinden. Unschlagbar auch der Bordcomputer der „Herz aus Gold“, ein nerviger Dampfplauderer wie aus dem Formatradio, und der Vogonenschiffkapitän. Und zuweilen denkt man, die Programmierer auf Magrathea haben Hamburgerisch gesprochen, wenn immer mal wieder sprachliche Ausbrüche der Figuren wie auf dem Hamburger Fischmarkt erfolgen.

Habe gierig alle 5 CDs durchgehört, bin restlos begeistert und voll motiviert, auch alle Bücher mal wieder zu lesen, bin gerade beim Restaurant.

Mach’s weiter gut, Christian – und danke für den vielen Fisch.

Kleine Kostprobe gefällig?

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