Plan B

Dass ich das noch erleben darf:

Ich bete. Tatsächlich. Täglich. „Länger“.

Na, wird jetzt mancher unken: Du bist doch einer dieser christlichen Heinzis aus der Citychurch, das sind doch alles alte Betbrüder.

Ja, so sollte es wohl sein, ich bekenne allerdings: Ich war noch nie ein guter, ausdauernder Beter. Morgens bin ich zu müde, tagsüber zu beschäftigt, abends zu aufgedreht, im Bett schlafe ich beim Beten ein.

Fazit: Wenn man es sich nicht einplant, betet man – wenig. Oder auch mal gar nicht.

Am Freitag abend hat es dann in einem „exKurs“ der CC bei mir eingeschlagen. Eine liebe Schwester im Glauben hat davon berichtet, dass sie sich einen Gebetsplan erstellt hat, jeden Tag der Woche ein anderes Anliegen, bestimmte Zeiten, Samstag ist Pause.

Mr. Oberspontan Myself musste sich eingestehen, dass es wohl nur so bei ihm mal was wird mit dem Beten.

Und siehe da: Es funktioniert. Es macht Spaß. Ich bete. Näheres demnächst hier. Ich muss jetzt mal eben beten…

5 Kommentare

Eingeordnet unter God`s Army, Kontemplation, Leben lernen, Vaterland

5 Antworten zu “Plan B

  1. Ah, das ist eine gute Idee, finde ich.

    Ich bete immer vor dem Schlafen, im Sitzen, meine Regel ist: mindestens 5 Minuten. Das ist aber kein ‚diszipliniertes‘ Gebet und meistens schweifen meine Gedanken bald ab … aber immerhin, es ist so eine Art Minimum.
    Rosenkranz habe ich auch schon mal probiert, jeden Abend, aber das dauert mir viel zu lang … 😉

  2. Kurzer Zwischenbericht nach 5 Tagen:

    Es klappt noch immer, und ich bin ganz begeistert. Unglaublich, wie aufmerksam man plötzlich wird.

    Ich führe übrigens auch ein Tagebuch darüber, das hilft zur Sammlung und Erinnerung, was alles „passiert“. Und siehe da: Es ist schon etwas passiert.

  3. Mailin

    Ich kenne da ja so einen netten Typen(hem) der regelmäßig für mich betet, dass ich mich bald mal verliebe(wobei ich da echt keine Lust drauf habe). 😉

    Ich weiß nicht, mir sind diese Themengebete eher fremd- und ein wenig unangenehm.
    Mein Minimum ist das Vater Unser.
    Reicht doch.
    „Selber“ beten, mach ich auch manchmal, aber das wird mir schnell zu intellektuell.
    Eigentlich könnte man sagen, dass ich schon jeden Tag in der Kirche bete, aber das ist für mich eigentlich kein beten.
    Wenn man ein Rosenkranzgebet mal wirklich durchzieht, ist das anders. Weil dann die Worte verloren gehen. Meditation oder so.
    In den Worten steckt immer so viel von Willen (Meistens)

  4. Woher weiß man, ob man mit eigenen Wunschvorstellungen oder ob man mit Gott redet? Ich bin mir da nie sicher.
    Wie ist das bei Dir?

  5. Mailin

    Sorry, dass ich schon wieder störe. Aber ich glaube, ich weiß jetzt, was genau mein Problem mit dem „Wortgebet“ ist.
    Nicht, weil da immer so viel Wille drin steckt, sondern gerade weil ich davor zurückschrecke, meinen Willen auszusprechen, wird dann irgendwie formelhaft. Drum sage ich meist lieber garnichts. Ist aber feige.
    Unangenehm ist beten deshalb, weil ich dabei den Gott in mir begegne. Weil ich dann meiner Heiligkeit begegne.
    Ich glaube, Kirche, Meditation etc. kann eine geeignete Möglichkeit sein, Gott wegzulaufen- wenn man nicht selbst artikulieren muss.

    Außerdem: Gebete sind gefährlich- sie könnten erhört werden (weiß ich aus eigener Erfahrung).

    Das war´s. Nur so meine unmoralische Meinung dazu. 😉

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