We shall not overcome – he has overcome

„In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.“ Joh 16,33

Oswald Chambers hierzu:

OswaldChambers

„An average view of the Christian life is that it means deliverance from trouble. It is deliverance in trouble, which is very different. „He that dwelleth in the secret place of the Most High . . . there shall no evil befall thee“ – no plague can come nigh the place where you are at one with God.

If you are a child of God, there certainly will be troubles to meet, but Jesus says do not be surprised when they come. „In the world ye shall have tribulation: but be of good cheer, I have overcome the world, there is nothing for you to fear.“ Men who before they were saved would scorn to talk about troubles, often become „fushionless“ after being born again because they have a wrong idea of a saint. “

Mehr findet sich h i e r.

Chambers spricht über den wohl weitverbreitesten Irrtum in der Christenheit: Dass einem ein „leichtes Leben“ versprochen wird. Das ist falsch und auch so nicht in der Bibel zu finden. Es geht nicht um „Erlösung von Schwierigkeiten“, sondern darum, in Schwierigkeiten Kraft zu erhalten.

Deswegen sind auftretende Probleme kein Grund zum Erstaunen, sondern normal – und gut, denn sie führen zu Erlebnissen mit Gott.

31 Kommentare

Eingeordnet unter Problem, Vaterland

31 Antworten zu “We shall not overcome – he has overcome

  1. Mailin

    Hey, ich dachte schon, der Blog hier lebt nicht mehr. Wunderschön, was Du da geschrieben hast, spricht mich gerade jetzt sehr an. Weißt Du, dafür, dass ich Dich anfangs für einen richtig schrecklichen Evangelikalen gehalten habe,😉 finde ich Deine Gedanken mittlerweile sehr gut.
    Nur eine Frage: Was bedeutet bei Dir das Schlagwort Vaterland- speziell in diesem Kontext?

  2. Unter „Vaterland“ packe ich, was mit dem Land des Vaters, Gott, zu tun hat, in seinem Land passiert und was wir in seinem Land erfahren können. Nach Lektüre der „Hütte“ mag man es auch „Mutterland“ nennen.

  3. Was ist denn übrigens ein „richtig schrecklicher Evangelikaler“? Und würde der das da oben nicht auch so schreiben?

    Ob ich ein richtig schrecklicher Evangelikaler, ein furchtbar cooler Emergenter, ein Neokatholik oder ein Crossoverchrist bin, wird mir übrigens gerade immer egaler. Ich will gerne möglichst viel „Christus in mir“ haben. Nicht so viel auf andere schauen, weder positiv noch negativ, sondern Christus mehr Raum geben, das ist extrem erfüllende Innenarchitektur…

  4. Mailin

    Ja, weiß nicht, liegt wohl daran, dass ich selbst grad so richtig schreckliche evangelikale Züge aufweise, mehr, als mir lieb ist irgendwie, aber ist in mir, bilde ich mir ein.😉
    Kenne eigentlich gar keine Evangelikalen. Schlimm finde ich nur, aber das ist überall so- nicht nur in Glaubensangelegenheiten- wenn Menschen versuchen, einen zu was zu überreden. Das ist Schwachsinn, selbst, wenn die Sache an sich „richtig“ ist. Oft musste ich mich von so Missionsversuchen erst freischaufeln, bis ich ihren Inhalt als „wahr“ erkennen konnte. Die wahre Mission ist und bleibt doch die Mission durch die Liebe, aber da haben andere schon genug geistreiches drüber geschrieben, ich muss das nicht mehr. Bis denn, Mailin

  5. Mailin

    P.S: Hast Recht, ich glaub, ich auch, bin aber nicht so ehrlich zu mir.

  6. das doofe ist nur, dass das christentum (und wahrscheinlich andere religionen auch) zusätzlich zu den normalen nervigen dingen des lebens auch noch weitere nervige dinge generiert. – vielleicht ist der trick dabei: wenn’s woanders weh tut (im beichtstuhl oder protestantischen gewissenskampf oder die beine schlafen beim meditieren ein oder oder oder) merkt man nicht, dass es im leben weh tut.

  7. @ beisasse

    Das kommt mir sehr klug vor.

    @ alle

    Darf ich mal fragen: Wer ist das eigentlich: Jesus Christus?

  8. Mailin

    @beisasse
    find ich auch sehr klug

    @Markus
    Also ich (und damit meine ich wirklich nur mich) würde einfach sagen: Er ist der personale Anteil an Gott, der mir begegnet, direkt, Gegenüber.

  9. @Markus: Gegenfrage: Was würde es mir helfen, diese Frage irgendwie zu beantworten?

    Was hätte ich z.B. davon, die Frage zu beantworten: „Wer ist das eigentlich: Markus Grimm?“ Ich könnte nun eine Biografie entwerfen, eine äußere Beschreibung abgeben, meine Erlebnisse schildern, eine chemische Analyse anstellen – und dann?

  10. und da ist man doch wieder in die falle getappt: in der überschrift heisst es: „we shall not overcome – he has overcome“, was s c h o n w i e d e r impliziert, man bräuchte als christ nix zu machen, weil gott schon alles machen wird oder gemacht hat. im eintrag wird dann gesagt: es gebe als christ kein „leichtes leben“, der glaube helfe nur durch die schwierigkeiten durch. ja, wat denn nu?

    ich denke mal: wir müssen alle da selber durch. und wir müssen wohl auch selber overcommen oder selber scheitern – das wird sich ja dann zeigen.

  11. Mailin

    Was ist daran so schwer zu verstehen: Das Leben bleibt- dem äußeren Anscheine nach- so wie es ist, es wirkt aber leichter, weil ich mehr ertrage, weil meine innere Kraft durch Gott gestärkt, übermenschliche Züge annimmt.

  12. Ja, wie die Mailin sehe ich das auch.

    Und auch das zuerst zitierte Jesuswort sagt: Seid getrost. Nicht: Verlasst euch darauf, dass euch kein Ärger unterkommt.

    Genau das erleben wir dich auch tagtäglich, oder? Es stürmt, wir sorgen und/oder ärgern uns und sind untröstbar.

    Um Mailin zu ergänzen: Es verändert sich aber immer wieder nicht nur unsere Haltung, sondern wir erleben doch auch immer wieder, dass uns wirklich geholfen wird, dass Veränderung passiert, wenn wir darum bitten, wenn wir offen für Gottes Wirklichkeit sind. Und wir erleben auch immer wieder, dass wir uns daran hindern oder gehindert werden, auf Gott zu vertrauen.

    Das nenne ich Kampf. Aber Vertrauen, das sich bewährt, führt zu tieferem Vertrauen. Wenn ich immer nur auf die Nuss bekomme, wird natürlich mein Vertrauen schwinden. Aber so ist es doch nicht…

  13. hoffentlich geht es aber nicht nur um’s ertragen. ich kann mich nicht darauf verlassen, von menschen verarscht und verachtet zu werden und nach drei tagen wieder aufzuerstehen. wäre nicht schlecht, wenn es auch „übermenschliche kraft“ gäbe, ETWAS ZU TUN und nicht nur immer nur zu „erleiden“.

    sonst gewinnen immer nur die bösen. ach was, die bösen, die keine religion haben, gewinnen sowieso. weil sie niemand davon abhält – kein gott, kein gewissen, kein natürlicher respekt vor den menschen.

    „sie sagen: durch unsere zunge sind wir mächtig, wer kann über uns herr sein?“ (psalm 12 oder 13, weiss ich grad nicht genau)

    durch die untätigkeit gottes lernt man nur, dass man selber was machen muss oder es passiert nix. „gottes wirklichkeit“ hört sich hier für mich an wie „ist halt so wie es ist, kannst nichts dran ändern. finde dich damit ab.“ oder wie „was kannst du schon gegen das establishment tun?“

    p.s. ich wurde vor zwei jahren sehr auf den boden geworfen und habe kaum das gefühl davon je wieder aufgestanden zu sein. hier gibt’s keine auferstehung nach drei tagen. also, was sollen diese bibelgeschichten?

  14. Meinst du das Gefühl, total gelähmt zu sein, da man die Nase voll von dem hat, was auf mich einstürmt?

    Das kenne ich gut, erlebe ich gerade selbst, und Bibelgeschichten helfen da, nun – wenig.

    Vielleicht hilft aber der Blick auf den, der die Welt überwunden hat. In dem von dir zitierten Psalm 12 heißt es weiter: „Weil die Elenden Gewalt leiden und die Armen seufzen, will ich jetzt aufstehen«, spricht der HERR, »ich will Hilfe schaffen dem, der sich danach sehnt.“

    Warum sollten wir das nicht mal ernst nehmen? Dann kann man sich auch aufmachen und was tun, „auf den Wegen spiritueller Traditionen, vor allem des Meisters von Nazaret“ 😉

  15. Es wird immer frommer. Schön zu sehen, wie Mailin dem wessnet jeden Tag ähnlicher wird.

    Bibelgeschichten helfen nicht. Die sind nur erbaulich.

    Und was soll das eigentlich: die Welt überwinden? Weder ER noch WIR überwinden die Welt. Lieber Johannes, da hast du Käse geschrieben. Na, wir wollen es dir nachsehen, du alter dualistischer Gnostiker, du.

  16. na, die erfahrung ist eben: er steht eben nicht auf. und schon gar nicht wie behauptet „jetzt“ („darum spricht der herr: jetzt! stehe ich auf! – um den ins heil zu setzen, über den man herzieht!“ – unglaublich, wie auch nach langer abstinenz die psalmen in meinem kopf sind) und er setzt mich nicht ins recht, er lässt die lästerer laufen, er lässt die, die oben sind weiter oben sein, er lässt, die von anderen für gross gehalten werden, weiter ihren mist erzählen und in frieden leben und die kriegen dann auch noch den webfish geschenkt🙂 für mich gibt es psalm 73 ohne happy end.

    wie soll man das ernst nehmen? doch: vielleicht ist gott gar nicht dafür verantwortlich, vielleicht ist das gar nicht sein job – vielleicht muss ich nur selber mutig genug sein, um unrecht anzusprechen, intriganten, die „aus dem hinterhalt“ agiert haben, offen ansprechen etc. anstatt sauer zu sein, weil die erfahrung ausbleibt, dass „der herr aufsteht, um den ins heil zu setzen, über den man herzieht“.

  17. Mailin

    @beisasse
    Mal ne ganz blöde Frage, aber ich komme wirklich nicht drauf, hab schon den Psalm durchgelesen…. Was bitte meinst Du mit „webfish“ ?

  18. @Markus: Na, warum denn so polemisch? Und der Begriff „fromm“ hat mehr zu bieten als die Beschreibung von religiösen Langweilern. Du verbindest mit „fromm“ ja wohl eher etwas Negatives, Selbstgefälliges, oder? Aber ist fromm im wahren Sinne nicht das Gegenteil von Selbstgefälligkeit und Norm?

    Die Aussage von Johannes ist natürlich ein Jesuswort, deine Kritik daran müsste sich eigentlich gegen Jesus richten: Entweder lügt er, oder ihm werden falsche Worte in den Mund gelegt, oder er sagt die Wahrheit. In ersteren beiden Fällen müsste man das Evangelium eh in die Tonne kloppen, oder? Ich glaube allerdings (überraschenderweise😉 ) daran, dass die Aussage wahr ist.

    @Yotin: Für mich stellt sich, wenn ich z.B. diesen Psalm ernst nehme, erst einmal die Frage, ob ich mich nach Hilfe sehne, und dann die zweite Frage, ob ich mir Hilfe von DIESEM Gott ersehne. Dass dieser Gott nicht in jedem Fall schnurstracks ins Kloster … rennt und den lieben Brüdern ein paar obelixartige Ohrfeigen versetzt, wird aus seiner „Biografie“ mehr als deutlich. Dass aber mehr passieren kann als: „Tja, mein Jung, so ist die böse Welt nu mal, dann sei mal schön demütig und schluck alles runter…““, ist auch nicht nur nachlesbar, sondern auch immer wieder erlebbar. Was meine Rolle dabei ist: Nun, da müssen wir wohl jeder selbst fragen, mit dringlicher Bitte um bevorzugte Beantwortung. Klar kann dabei auch rauskommen: „Ich helfe, aber mach du bitte erstmal das hier….“.

    Im übrigen: Besser sauer sein und sich, auch bei Gott, auskotzen, als runterschlucken und damit alles für irrelevant erklären.

  19. @Mailin: Hat mit dem Psalm nichts zu tun, den Webfish (und seinen Empfänger 2009, d.h. des „goldenen“) meint der Yotin…

    http://www.ekd.de/webfish/webfish.html

  20. Mailin

    Markus ist doch nur sauer, weil ich nun Jesus Christus als meinen Herrn anerkenne- und nicht mehr ihn.

  21. ja, denn es ist eine religion des „die andere wange hinhaltens“, nicht wahr? ich dachte, aslan sei kein zahmer löwe?

  22. @beisasse: Das habe ich jetzt nicht verstanden….

  23. Mailin

    Ich verstehe das auch nicht so ganz, nur so viel zu dem Zitat: Ich wette mit Dir, Du hältst nicht die andere Wange hin, Du machst nämlich schlichtweg garnichts. Denken wir das doch mal durch- man wird geschlagen, beleidigt oder sonstwas und sagt dann: „Nochmal! Nochmal!“ Hast Du das je getan? Nein, ich glaube nicht. Ich habe sowas aber früher gatan- nicht aus christlichen Gründen- das Ergebnis war, dass ich nicht mehr „geschlagen“ wurde, weil es meinem Gegenüber schlichtweg zu unangenehm war. Also: Probier es doch mal aus- aber wenn, dann bitte konsequent!😉

  24. @ Mailin

    Ups, was kommt denn da Merkwürdiges zum Vorschein?

    @ wessnet

    Warum polemisch? Na ja, ich muss da halt mal ein bisschen hineinpiksen, wenn ich eine Seifenblase wähne. Wenn es keine war, auch gut.

    “Fromm” im wahren Sinne ist für mich genau das: Selbstgefälligkeit und Norm. Und religiöse Engherzigkeit. So spricht auch Jesus über die frommen Schriftgelehrten. Was du unter fromm verstehst, hat eher mit spiritueller Autonomie zu tun. “Fromm” ist da das falsche Wort.

    Nochmal zu Johannes und dem Thema “Jesuswort – ja oder nein”: Du schreibst: “Entweder lügt er, oder ihm werden falsche Worte in den Mund gelegt, oder er sagt die Wahrheit. In ersteren beiden Fällen müsste man das Evangelium eh in die Tonne kloppen, oder? Ich glaube allerdings (überraschenderweise) daran, dass die Aussage wahr ist.” Da geht m. E. etwas durcheinander. Erstens der Gegensatz Lüge und Wahrheit. Darum geht es nicht, es geht um Lüge und Irrtum. Märchen, Romane, Filme… und auch Evangelien können komplett erlogen sein und trotzdem in einem sehr hohen Sinne wahr. Das ist kein Widerspruch. Der Autor kann sich aber in der Aussage, die er trifft, irren. Trotzdem ist es seine Wahrheit. Das muss dann aber nicht meine sein. Jeder Mensch kann sich irren, sogar ein Evangelist und selbst Jesus. Weil er Mensch war! Das vergisst man gern. Und weiter: Für dich steht dann immer die Bibel als Ganze zur Disposition, die könne man dann ja wegschmeißen. Keineswegs! Wie heißt es: Prüfet alles (jawohl: alles!), das Gute behaltet.

  25. @Markus: Nun, wenn das deine Definition von fromm ist, wie ich schon vermutete, wirfst du uns in der obigen Diskussion somit Selbstgefälligkeit und Norm vor? Denn das war ja dein Einwurf, dass es immer frommer wird. Ich mag ja meine selbstgefälligen Neigungen haben, aber an diesem Post und dieser Diskussion ist so gar nichts selbstgefällig, das schreibt schon das Thema vor.

    Zum Thema Lüge und Wahrheit: Das ist das Gegensatzpaar, um das es geht, nicht Lüge und Irrtum: Ein Redner lügt oder sagt die Wahrheit. Der Hörer versteht richtig oder irrt sich. Wenn Johannes behauptet, Jesus habe gesagt…, sagt er die Wahrheit oder lügt. Wenn Johannes die Aussage korrekt wiedergibt, sagt Jesus die Wahrheit oder lügt. Bevor ich mich nun damit beschäftige, ob mir die Aussage gefällt, geht es erst einmal daum, festzustellen, was jemand überhaupt gesagt hat.

    Nun mal angenommen: Wenn jemand behaupten würde, er habe die Welt überwunden (oder er sei der Sohn Gottes, könne Sünden vergeben, komme wieder, keiner käme zum Vater denn durch ihn), und er würde lügen: Was bliebe von dieser Person über? Was wäre er dann?

  26. Mailin

    @Markus
    Ist fromm sein eine Norm?
    Ansonsten würde ich mir wünschen, Du drücktest Dich mal verständlicher bzw. direkter aus.

  27. @ wessnet

    Ich werfe gar nichts vor, das ist nicht meine Art. Aber wenn Frommsein für dich so unproblematisch ist, wo liegt dann dein Problem mit einem vermuteten Vorwurf von mir? Der trifft ja dann gar nicht und gut. Dann: Ich glaube nicht, dass nur ich „fromm“ so definiere, ich hab ja auf Jesus hingewiesen, der sieht das, scheint mir, ganz ähnlich. Und wieso schreibt das Thema des Posts ein Fehlen an Selbstgefälligkeit vor? Man kann sich auch in der Haltung des abhängigen Mängelwesens sehr gut gefallen, die meisten Menschen tun das, nebenbei bemerkt, vor allen Dingen, wenn sie religiös oder fromm sind.

    Jetzt nochmal Johannes. Johannes behauptet, Jesus habe das und das gesagt, schreibst du. Nein, das behauptet er nicht, er erzählt es. Das ist ein himmelweiter Unterschied. Das Märchen vom Rotkäppchen behauptet nicht, Rotkäppchen (als historische Person!) habe das und das gesagt oder getan; es erzählt, was Rotkäppchen (als literarische Figur!) gesagt und getan hat. Und damit ist es wahr – aber natürlich nicht historisch wahr. Um Historie gehts natürlich nicht im Märchen. Logisch. Jetzt ist es aber so, dass es im Evangelium eben auch nicht um Historie geht, so gern du das hättest. Sondern es geht um Gotteserfahrung. Damit wahr. Weil keine Erfahrung unwahr ist. Höchstens ist die Interpretation irrig. Aber so viel ist sicher, dass es nicht um Historie geht. Der Jesus, der hier auftritt, ist damit auch nicht der historische Jesus, sondern der Christus des Glaubens. Es geht hier auch nicht um korrekte Wiedergabe von Jesusworten, die kennt eh keiner. Deswegen steht auch nicht zur Debatte, ob Jesus lügt oder nicht. Der Evangelien-Jesus lügt nie. Der Evangelist genau so wenig. Aber er schreibt mit seinem bestimmten Hintergrund und mit seinem bestimmten theologischen Ziel; deswegen schreibt auch jeder Evangelist anders und hat einen anderen Jesus als Protagonisten. So, und jetzt geht es um das Glauben, das heißt Annehmen. Das, was der Johannes schreibt, kannst du annehmen oder nicht. Es sollte dir aber klar sein, dass diese Glaubensentscheidung vollkommen frei ist, sie fußt auf nichts als deinem Glaubenwollen, das sich aus deinen eigenen Gotteserfahrungen speist. Und genau so soll es auch sein mit dem Glauben. Wenn du dich allerdings an was historisch Wahres oder Unwahres hängst, ist deine Entscheidung unfrei und fußt einfach auf den falschen Voraussetzungen, nämlich fremden und nicht eigenen. Dann ist sie irrig. Und hat mit Glauben nichts zu tun.

    @ Mailin
    Verständlich?

  28. zur aufklärung: mein kommentar ist als replik auf thorstens hinweis gemünzt, der mir mitteilen wollte, dass der christliche gott (bis auf die völkermorde im buch josua natürlich) keineswegs barbarische taten im sinn hat. ich wollte sozusagen gähnend abwinken und sagen: ach ja, stimmt, wir sollen ja die andere wange hinhalten.

    mailin: stimmt, das habe ich wenig praktiziert. die luschen-nummer ist tatsächlich dieses nix machen. und anschliessend sauer sein, dass man nix gemacht hat. und dann beim meditieren fallen einem tausend sachen ein, die man hätte sagen oder tun können, nicht wahr?🙂

    ich hab gestern noch einmal nachgedacht, ob ich was machen soll, weil ich das ja immer gesagt habe, dass man das alles selber in die hand nehmen muss. aber dann habe ich gedacht: ich bin noch zu klein dafür. wirklich, ich hab keine lust den jähzornigen br.m. darauf anzusprechen, weil ich angst habe, dass er mich einfach ignoriert und wie seiner zeit helmut kohl bei der parteispendenaffäre nix dazu sagt und das dann auch noch für ehrenwert hält. und dann habe ich gedacht: ich bin halt feige. ist doch okay. aber dann darf ich auch nicht rumjammern. und deshalb dachte, kann ich ja erst einmal mit dem jammern aufhören. – ja, es ist meine eigene verantwortung etwas zu tun, zu sagen das und das war nicht richtig etc. aber ich kann das im moment noch nicht. vielleicht kann ich’s ja morgen.

  29. @ beisasse

    Man kann sich nur immer jetzt neu erfinden, oder?

  30. @Markus (zum drittletzten Kommentar): Glaubst du denn, was Johannes erzählt? Aber viel interessanter: Wenn ja, warum? Und wenn nein, warum nicht?

  31. Mailin

    @wessnet und Markus:
    Kennt ihr den: „Entweder nimmt man die Bibel wörtlich oder man nimmt sie ernst. Beides zusammen geht nicht.“ (Pinchas Lapide, jüd. Theologe)😀

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