Monatsarchiv: Dezember 2009

Es gibt so wunderweiße Nächte

Es gibt so wunderweiße Nächte,
Drin alle Dinge Silber sind.
Da schimmert manchen Stern so lind,
Als ob er fromme Hirten brächte
Zu einem neuem Jesuskind.

Weit wie mit dichtem Demantstaube
Bestreut, erscheinen Flur und Flut,
Und in die Herzen, traumgemut,
Steigt ein kapellenloser Glaube,
Der leise seine Wunder tut.

(Gedicht von: Rainer Maria Rilke, 1875-1926)

Euch allen ein gesegnetes Weihnachtsfest, beschenkt mit einem Glauben, der leise seine Wunder tut!

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Band Aid wird 25

Krass, das ist schon 25 Jahre her? Und wie jung der Sting und der Bono sind, schau mal. Damals waren wir auch noch jung und engagiert. Elendsbewältigung auf Popniveau. Interessant auch, zu resümieren, was die Interpreten zwischenzeitlich  so gemacht haben. In vielerlei Hinsicht eine Lehre.  Carpe diem, haucht der Weihnachtsgeist des Pop. Und ich merke, dass es ernst wird mit dem, was man aus seinem Leben machen möchte.

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Nach dem Weihnachtseinkauf

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Weihnachten mit Arnold

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Lass ihn doch reden…

Mal wieder ein Fremdbeitrag (von Mary Geegh), Autorenangaben etc. unten, gefunden in der ELIJAH LISTE, eine Rundmail, die ich mit großem Gewinn lese (Dank an Markus Herbert für den Tipp!):

Eines Morgens standen in aller Frühe drei junge Hindumädchen vor meiner Tür. Sie hatten geweint und waren sehr verzweifelt. Sie baten mich, sie zu adoptieren. Ich lud sie ein, hereinzukommen, und sagte, dass ich sie in meinen Gebetsraum führen würde. Dort wollte ich Gott bitten, Seinen Plan für sie zu offenbaren.

Das älteste Mädchen sagte: »Wir glauben nicht an Gott.«

»Nun,« erwiderte ich, »wenn ich nicht an Gott glauben würde, wäre ich nicht hier.«

Sie folgten mir in den Gebetsraum und wir setzten uns auf die Matten am Boden. Ihr Blick fiel auf das kleine Kreuz und sie fragten mich danach. Ich erzählte ihnen von Jesus, wie Gott Ihn gesandt hatte, um uns zu lehren, dass Er uns alle liebt und unser wahrer Vater im Himmel ist. »Die Priester der Juden glaubten Jesus nicht, deshalb nagelten sie Ihn ans Kreuz, um Ihn zu töten. Er aber betete für sie: »Vater, vergib ihnen.« Er starb am Kreuz und wurde in ein Grab gelegt. Am dritten Tag aber stand Er von den Toten auf. Er lebt auch heute und ist im Geist bei uns. Er ist der Gott, der spricht. Wenn wir still werden und Ihm zuhören, wird Er uns sagen, was wir tun sollen.«

Die Mädchen staunten über Seine Geschichte. Sie sagten: »Wir haben zwar schon von Ihm gehört, aber nicht gewusst, dass Er so leiden musste.«

Dann berichteten sie: »Gestern Abend hat unsere Großmutter uns geschlagen. Wir sind Waisen und wohnen bei ihr. Manchmal wird sie sehr böse und dann nimmt sie die schwarze Lederpeitsche und schlägt uns furchtbar.« Sie weinten und zeigten mir ihre Wunden.

»Aber ich schätze, wir haben nie so gelitten wie Jesus, als sie Ihn ans Kreuz schlugen!« meinte das älteste Mädchen.

»Nein,« sagte ich. »Und nun ist sein Heiliger Geist sogar in diesem kleinen Gebetsraum, um euch zu helfen. Lasst uns also still sein, bis ein Gedanke von Ihm kommt.«

Den Indern ist diese Vorstellung nicht fremd.

Viele Minuten lang saßen wir still da.

Dann sagte das älteste Mädchen: »Jesus vergab denen, die Ihn ans Kreuz schlugen. Wir müssen unserer Großmutter vergeben.«

»Das ist Seine Führung. Werdet ihr gehorchen?« fragte ich.

Sie antworteten nicht.

Daraufhin sagte ich ihnen, welcher Gedanke mir gekommen war. »Holt die Großmutter.«

»Wir haben Gift mitgebracht,« erwiderte das jüngste Mäd-chen schnell, » und vereinbart, dass wir es nehmen, wenn Sie uns nicht adoptieren. Sollten Sie also unsere Großmutter holen gehen, werden Sie bei Ihrer Rückkehr drei Leichen in Ihrem Gebetsraum finden.«

Ich antwortete dem Mädchen nicht, sondern blieb für einen längeren Moment sehr still. Nochmals erhielt ich die Zusicherung: »Fürchte dich nicht. Geh.«

Ich erzählte den Mädchen, was Gott gesagt hatte: »Fürchte dich nicht. Geh.« »Ich muss Gott gehorchen. Habt keine Angst. Alles wird gut werden, wenn ihr geduldig seid und Ihm vertraut. Er hat euch hierher gebracht. Er wird euch helfen.« Dann sagte ich: »Und jetzt muss ich Ihm gehorchen.«

Ich verließ den Gebetsraum, schloss die Tür hinter mir und vertraute darauf, dass der Herr bei Ihnen war, um sie zu bewahren und ihre Herzen vorzubereiten.

Der Fahrer unseres Autos wusste, wo die Großmutter wohnte und fuhr los, sie zu holen.

Als die Großmutter eintraf, wollte sie das christliche Haus nicht betreten. Während sie draußen vor der Tür stand, verharrte ich einen stillen Augenblick. Was sollte ich sagen? In diesem Moment fing sie an zu weinen und klagte: »Was soll ich nur tun? Was soll ich nur tun?« Da sagte ich: »Amma, hier ist jemand, der Ihnen genau sagen kann, was Sie tun sollen.«

»Wo ist er?« rief sie.

»Kommen Sie herein. Er ist im Haus,« erwiderte ich sanft.

Sie kam herein. Ich brachte sie in den Gebetsraum und bat sie, Platz zu nehmen. Sie ließ sich auf den Boden nieder und ich setzte mich neben sie. Ich sagte: »Mein Gott ist hier und wird zu Ihnen sprechen. Sie können Ihn natürlich nicht sehen, aber im Geist ist Er hier.«

Ich fuhr fort: »Wir müssen ganz still sein und zuhören, bis wir einen Gedanken von Ihm bekommen.«

So saß sie ruhig da. Zuerst schluchzte sie, aber bald wurde sie sehr still und ich wusste, dass die Gegenwart des Heiligen Geistes unter uns war. Ich vertraute darauf, dass Er zu ihr sprach. Er ist sowohl in der Lage als auch bereit dazu. Jesus versprach: »Der Heilige Geist wird euch alles lehren.« Ich habe nie erlebt, dass Er es nicht tat.

Wir saßen lange schweigend da.

Die Rektorin der Aschramschule trat leise ein. Sie wusste, was vor sich ging, und wollte helfen.

Schließlich fragte ich die Großmutter: »Was hat Gott zu Ih-nen gesagt?«

Sie sprach langsam und deutlich: »Nimm die Mädchen wieder mit. Liebe sie. Sei freundlich zu ihnen.«

Ich fragte: »Werden Sie das tun?«

Sie entgegnete: »Wie können Sie mich das fragen? Unser Gesetz gebietet: wenn ein Mädchen von zu Hause wegläuft, darf es nie wieder über die Türschwelle treten.«

Da erinnerte ich sie: »Amma, wir haben auf Gott gehört. Es war Gott, nicht ich, der Ihnen diese Worte gesagt hat: »Nimm die Mädchen wieder mit. Liebe sie. Sei freundlich zu ihnen.«

Sie begann zu argumentieren: »Ihr Gott hat das gesagt, nicht meiner.«

Jetzt ergriff, vom Heiligen Geist geleitet, die Rektorin das Wort: »Ich muss Ihnen etwas Großartiges erzählen.« Sie erklärte der Großmutter, dass es nur einen Gott gibt, der den Menschen sowie alles andere schuf und anschließend Jesus sandte, damit Er die Menschen Gottes Plan lehre. Sie umriss kurz die Geschichte Jesu und dass Er noch heute lebt, um zu unseren Herzen zu sprechen und uns zu führen, auf dass wir Gottes Willen tun. »Die Worte, die Er in Ihre Gedanken gab, sind Gottes Wille für Sie.«

Die Großmutter hörte aufmerksam zu. Danach waren wir wieder für eine lange Zeit still.

Schließlich sagte sie: »Ich werde es tun. Aber wo sind die Mädchen?«

»Sie sind hier,« sagte ich, ging hinüber zum Gebetsraum und öffnete die Tür.

Die drei Mädchen erhoben sich und kamen heraus – quicklebendig.

Als sie so dastanden, mit gesenkten Köpfen und Tränen in den Augen, trat die Großmutter auf sie zu, blieb kurz stehen und schloss sie dann in ihre Arme.

Wieder hatte der Geist des Herrn Sein Wunder in den Herzen jener gewirkt, die Ihn nie zuvor gekannt hatten.

Die Großmutter, nun ihrerseits Tränen in den Augen, wandte sich zu mir und sagte: »Es ist wahr, Gott ist hier in diesem Haus! Er hat uns alle verändert. Aber wie können wir Ihn in meinem Haus haben?«

Ich sagte: »Er ist in Ihrem Herzen. Werden Sie ›still‹, schweigen Sie und warten Sie auf Ihn. Er wird immer bei Ihnen sein. Eine unserer Bibellehrerinnen wird jede Woche bei Ihnen vorbeischauen, sodass Sie mehr über Gott, Jesus und Seinen lebendigen Heiligen Geist erfahren.«

Da sagte die Großmutter: »Ich möchte mit meiner Kaste brechen und in Ihrem Haus essen. Ihr Gott, Jesus, ist nun unser Gott, denn Er hat uns in Liebe vereinigt.«

Ich gab ihnen Brot und Obst und sie aßen mit frohem, siegreichem Herzen. »Am liebsten würde ich dieses Haus gar nicht verlassen, in dem wir den lebendigen Gott fanden, der zu mir gesprochen hat. Aber wir müssen natürlich gehen.« Sie verabschiedeten sich auf ihre gewohnt herzliche Art.

Über die Bibellehrerin blieben wir mit ihnen in Kontakt. Diese stellte fest, sie seien eine wahrhaft »neue Schöpfung«, da sie »in Christus angekommen sind.«

ANMERKUNGEN:

Der obige Artikel ist ein Auszug aus dem Buch »Das andere Gebet« von Mary Geegh. Mary Geegh stammte aus Holland, Michigan, und war für die Reformed Church of America von 1924 bis 1962 Missionarin in Indien. Sie lebte danach noch in Amerika und starb kürzlich im Alter von 100 Jahren.

Das Buch »Das andere Gebet« von Mary Geegh, kann direkt über den Online-Shop des Grain-Press-Verlags bezogen, oder im Buchhandel bestellt werden.

170 Seiten (Paperback)
ISBN: 9783940538079
€ 10.95 (inkl. MwSt)

http://www.grain-press.de
Tel.: +49 (0)7042/960454
Fax: +49 (0)7042/960453

AUS: Die Elijah Liste
http://www.elijahlist.com
Über eMail abonnieren:
deutsch@elijahlist.com

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Akademikerinnen, Natur und eheliche Sexualität

Es ist schön, in der Vorweihnachtszeit Post von fürsorglichen, promovierten Akademikerinnen zu erhalten, die ernsthaft um den Erhalt meiner Ehe besorgt sind und mir daher mit gutem Rat und natürlichen Produkten zur Seite stehen, und das ganz ohne Zollstreit und diskret geliefert. Auch wenn die Orthographie im Taumel der mitmenschlichen Hilfe etwas leidet (dafür scheint es irgendwie um Ornithologie zu gehen): Danke, Frau Dr. Hofmann!

Hier der Originalwortlaut der E-Mail der hilfsbereiten Intellektuellen (die Website habe ich unkenntlich gemacht, Frau Dr. Hofmann wäre es bestimmt zuwider, wenn man den Eindruck erwecken würde, es würde um kommerzielle Absichten gehen):

Subject: Endlich ausdauer im Bett
From: Frau Dr. Ingrid Hofmann <Ingrid.Hofmann@superb-web-community.cn>
To: Thorsten WeX <thorsten.wess@citychurch.de>

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Nicht mehr zu frueh kommen und die Ehefrau gut und hart voegeln!

Oder andere Maennerprodukte shoppen auf

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Freundliche Grussen
Frau Dr. Ingrid Hofmann

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Was wir Musik nennen

Die Musik ist die Sprache der Leidenschaft, so hallte es vom grünen Hügel in Bayreuth aus dem Munde Wagners, und Thomas Mann brachte es einmal mehr auf den Punkt: Ja, ja, die Musik!

Zwei Künstler gehen mir gerade aus äußerst unterschiedlichen Gründen nicht aus den Ohren. Der eine Musikant heißt Rolf Lislevand, spielt die Laute und belagert gerade fortlaufend das Fach in meinem CD-Player. Er hat meine Leidenschaft für die Laute noch etwas mehr angefacht.

Der andere Interpret begegnete mir in einer abendlichen „volkstümlichen Sendung“, die ich meinen Eltern zuliebe mit ansah, die nur äußerst selten zu Besuch sind und dieses musikalische Highlight nicht verpassen wollten. Das hatte auch viel Leidenschaft, zumindest schaffte es in mir ein Leiden, dass ich schon weit in den  Hinterstübchen meiner akustischen Wahrnehmung in muckelige Decken eingewickelt hatte. Wie heißt es noch einmal in der Beschreibung von Troubadix?

Ich empfehle gleichzeitiges Abhören beider Videos, um einen Gesamteindruck des musikalischen Schaffens unserer Tage in experimenteller Collagenart zu erhalten. Beide Künstler pflegen zudem lang gehegtes Brauchtum, so dass sich hier Tradition, Innovation, Körper und Geist in einem Feuerwerk der Emotionen verschmelzen, so dass man sich fragt: Darf das wirklich wahr sein?

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